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Märkte

Ölpreis mit kräftigem Aufwärtsschub – WTI jetzt fast 70, bald 80 Dollar?

Es geht immer weiter bergauf. Seitdem die charttechnisch entscheidende Marke von 66,50 Dollar im Ölpreis (WTI) am 11. April nach oben durchbrochen wurde, haussiert der Preis immer weiter. Vorhin wurde das Hoch bei 69,53 Dollar erreicht…

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Es geht immer weiter bergauf. Seitdem die charttechnisch entscheidende Marke von 66,50 Dollar im Ölpreis (WTI) am 11. April nach oben durchbrochen wurde, haussiert der Preis immer weiter. Vorhin wurde das Hoch bei 69,53 Dollar erreicht (aktuell 69,01 Dollar).

Die OPEC-Förderung war gemäß jüngster Daten massiv zurückgegangen. Vor allem Venezuela senkt seine Förderung immer weiter, weil die staatliche Fördergesellschaft technisch und personell den Bach runtergeht. Aktuelle Medienberichte sprechen davon, dass die OPEC immer weiter kürzen will, und dass die Saudis auf Ölpreise von 80 oder sogar 100 Dollar aus sind – das ist nicht wirklich unrealistisch.

Die OPEC hat ihre selbst auferlegt Fördermengenkürzung von 1,2 Millionen Barrels pro Tag im März zu 164% erfüllt nach 148% im Februar. Wenn man Ziele wie 80 oder 100 Dollar bedenkt, dann bedeutet das womöglich: Die Fracker in den USA erhöhen ihre Förderung immer mehr. Also müssen wir (die Saudis) die OPEC-Menge noch drastischer senken als ohnehin schon. Für die April-OPEC-Daten, die in 3-4 Wochen veröffentlicht werden, sind also weitere deutliche Kürzungen der Förderung zu erwarten.

Charttechnisch und nachrichtentechnisch sieht es in dieser Woche gut aus für den Ölpreis. Die US-Lagerbestände waren auch rückläufig, was dem Ölpreis jüngst noch einen Extra-Schub gab. Also, alles bereit für kurzfristig 70 Dollar, und danach 80 Dollar im WTI-Öl? Bitte ohne unsere Garantie – der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar! Der Langfristchart zeigt: Bis zum Hoch von 100 Dollar aus dem Jahr 2014 kann man im großen Bild gesehen locker wieder hinkommen!

Es mehren sich Gerüchte am Ölmarkt, dass einzelne Mitglieder der OPEC derzeit Vorbereitungen treffen, damit beim nächsten regulären OPEC-Meeting in Wien am 22. Juni die Fördermengenkürzung erneut verlängert wird. Es bleibt spannend, und die Aussicht auf weiter steigende Kurs ist gegeben, wenn auch nicht garantiert!

Ölpreis WTI seit 2005
Der WTI-Ölpreis seit 2005.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leser

    19. April 2018 18:39 at 18:39

    Und nach dem Anstieg der Kollaps, siehe 2008?

  2. Avatar

    frank

    19. April 2018 20:29 at 20:29

    200 Usd öl

  3. Avatar

    wibe69

    20. April 2018 09:10 at 09:10

    Der russische Ölminister tätigte eben ein paar bearische Aussagen bezügl. Öl, außerdem wurde gestern bei 69,50 das Ziel der bullischen SKS punktgenau erreicht. Das deutet eher auf kurzfrisitig fallende Preise hin mit Ziel 62-58 im WTI

    Russian OilMin Novak:
    No Specific Talks On Changing Inventory Target
    OPEC, Non-OPEC May Ease Output Reductions As Early As 2018
    Premature To Talk About Cooperation Format With OPEC Post-2018
    Could Discuss Increasing Output In June
    Cannot Rule Out Output Increase In 2018

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

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Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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