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Märkte

Ölpreis nach OPEC-Anstieg – weiter steigende Kurse gut möglich

Claudio Kummerfeld

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am

Ölpumpe Beispielbild

Die OPEC hat am letztem Freitag ihre Entscheidung verkündet. Es ist eine relativ komplizierte Rechenarbeit, aber wir versuchen es mal so einfach wie möglich dazustellen. Ende 2018 hatte man sich darauf verständigt vom damaligen Förderniveau aus 1,2 Millionen Barrels pro Tag weniger Öl zu produzieren um das weltweite Ölangebot zu verknappen. Der Ölpreis soll ja steigen. Da die Saudis seit geraumer Zeit mehr Menge kürzen als notwendig, hat die OPEC tatsächlich 1,6 Millionen Barrels weniger gefördert. Die offizielle Kürzung wird per Beschluss von letztem Freitag ab Januar auf 1,7 Millionen Barrels pro Tag erhöht – also eine tatsächliche Ausweitung der Kürzungsmenge nur um 0,1 Mio Barrels pro Tag.

Saudis versuchen Ölpreis im Alleingang zu pushen

Die Saudis aber brauchen auch wegen dem Aramco-Börsengang gerade dieser Tage einen steigenden Ölpreis. Daher hat Saudi-Arabien (wohl mit echt mieser Laune) zugestimmt in Eigenregie nochmal 400.000 Barrels pro Tag mehr zu kürzen. Somit entsteht mit -2,1 Mio Barrels eine tatsächliche Ausweitung der Kürzungsmenge von 500.000 Barrels pro Tag. Der WTI-Ölpreis hatte ab Freitag Nachmittag auf diese steigende Kürzungsmenge positiv reagiert, und war von 58 auf 59,81 Dollar gestiegen. Übers Wochenende konnte WTI-Öl sich um die 59 Dollar halten. Der Ölpreis sackte aber bis jetzt ab auf 58,55 Dollar. Denn chinesische Zoll-Daten von Sonntag Abend zeigen laut Berichten, dass die chinesischen Exporte im November im Jahresvergleich um 1,1% gefallen sind, obwohl ein leichter Anstieg erwartet wurde.

Die Exporte Richtung USA fielen sogar um 23%. Ein klares Zeichen für die negative Auswirkung des Handelskriegs auf den chinesischen Außenhandel. Weniger wirtschaftliche Aktivität und weniger Handel bedeuten natürlich weniger Nachfrage nach Öl. Dies drückt somit aktuell auf die Laune der Öl-Bullen. Aber diese Meldung aus China ist sozusagen „Tagesgeschäft“. Vor allem die Zusicherung der Saudis die Kürzungsmenge der OPEC letztlich im Alleingang ausbauen zu wollen, zeigt ihre Entschlossenheit. Diese Entschlossenheit kann dem Ölpreis weiteren Auftrieb verleihen!

Dreh am Ölmarkt?

Wird die negative China-Nachricht schon morgen vergessen sein, und die OPEC-Story wirkt viel stärker am Terminmarkt? Man entzieht dem Markt Angebotsmenge, was dem stetig steigenden Angebot entgegenwirkt, welches von den Frackern in den USA geliefert wird. Wird der Ölpreis daher in den nächsten Tagen daher eher weiter steigen? Morgen Abend stehen schon wieder die privaten API-Lagerdaten in den USA an, und Mittwoch dann die staatlichen Daten. Also, Augen auf! Die OPEC könnte (nicht muss) eine Trendwende im Ölpreis einleiten. Wie immer gilt am Ölmarkt: Die Lage kann sich so schnell ändern durch Handelskrieg, Trump, neue Saudi-Aussagen, Konjunkturdaten uvm. Bitte bilden Sie sich immer ihre eigene Meinung!

Ölpreis-Verlauf in letzten zehn Tagen
Ölpreis-Verlauf in letzten zehn Tagen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Der Glaube stirbt zuletzt – aber er stirbt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute wieder einmal mit einem starken Start – aber dann bröckelten die Gewinne wieder ab. Nach wie vor dreht sich alles um den Stimulus in den USA – nach erneut optimistischen Aussagen waren es dann Aussagen von Goldman Sachs, die die Euphorie bremsten. Dann wieder optimistische Aussagen von Nacy Pelosi – es ist derzeit ein Hin- und Her für die Aktienmärkte ohne klare Richtung, je nach Nachrichtenlage. Dennoch: eine Einigung wird vor der Wahl extrem schwierig, aber der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt. Der Fokus richtet sich nun auf die morgige Debatte zwischen Trump und Biden. Der Dax dagegen bleibt weiter auffallend schwach..

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Aktien

Tesla-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto

Tesla meldet heute Abend seine Quartalszahlen. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz noch bei 6,3 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2020 waren es 6,04 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 15 Analysten bei 8,26 Milliarden Dollar.

Gewinnerwartung für Tesla

Beim Gewinn pro Aktie lag Tesla bei seinen Quartalszahlen vor einem Jahr bei +1,91 Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei +2,18 Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen für das 3. Quartal bei 0,56 Dollar. Bei Tesla kommt es oft zu Überraschungen. Kann Elon Musk diese 0,56 Dollar Erwartung auch dieses Mal sensationell nach oben toppen? (mit welcher buchhalterischen Kreativität auch immer)

Auslieferungen und Steuergutschriften

Die Auslieferungszahlen für das 3. Quartal hatte Tesla bereits am 2. Oktober veröffentlicht, und die Schätzungen von 137.000 Autos für diese drei Monate übertroffen mit 139.300 Stück. Analysten erwarten auch einen weiteren kräftigen Beitrag zum Gewinn durch „regulatorische Steuergutschriften“, die Tesla an andere Autohersteller verkauft. In den letzten Quartalen haben diese Verkäufe einen netten Teil, und manchmal sogar den gesamten Quartalsgewinn ausgemacht.

Im Chart sehen wir die Tesla-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate. Nach dem Aktiensplit wirkt die Aktie optisch viel günstiger, aber der reale Kursgewinn ist ja der selbe geblieben. Im Februar direkt vor Ausbruch des großen Börsencrash notierte die Aktie (Aktiensplit schon berücksichtigt) noch bei 185 Dollar, jetzt sind es 427 Dollar.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten

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Indizes

Dax: Die Korrektur dürfte sich ausweiten – Schwergewichte schwächeln

Redaktion

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Der Dax handelt inzwischen deutlich unter der 13.000er-Marke – auch heute wieder ist der deutsche Leitindex unter Druck. Auffallend sei, so die Commerz-Bänkerin Petra von Kerssenbrock, dass die ehemals schwachen deutschen Auto-Werte stärker geworden seien, während das Schwergewicht SAP (wie der Tech-Sektor als vermeintlicher Coorna-Gewinner insgesamt) unter Druck stehe. Daher erwartet von Kerssenbrock sowohl zeitlich als auch „räumlich“ eine Ausdehnung der Konsolodierung beim Dax.

Und wie sieht es bei den US-Indizes aus? Dazu ein Blick auf den S&P 500 und den Technologie-Index Nasdaq:

Der Dax ist derzeit schwächer als die US-Indizes

Foto: Deutsche Börse AG

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