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Märkte

Ölpreis Schock voraus? Die neue Realität am Markt

Claudio Kummerfeld

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Olpumpe Beispielbild

Der Ölpreis Schock steht bevor! Oder befinden wir uns gerade mitten in der Startphase dieses Szenarios? Gut möglich. Alle Anzeichen in Sachen Iran-Krise stehen derzeit auf Eskalation, und der Ölpreis hat seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Freitag früh bis heute früh um 3,50 Dollar zugelegt auf 64,70 Dollar im WTI-Öl. Eine empfehlenswerte Analyse für die Betrachtung des größeren Bildes hat heute früh auch Wolfgang Müller veröffentlicht (hier nachzulesen).

Ölpreis mit Folge-Schub diese Woche?

Von Freitag Abend auf heute früh mache der WTI-Ölpreis einen Sprung von 1,70 in mehreren Stunden. Von der Spitze bei 64,70 Dollar hat der Markt bis jetzt 90 Cents verloren auf 63,80 Dollar. Das liegt womöglich daran, dass es heute Vormittag noch keine neue Nachricht aus dem Nahen Osten gegeben hat? Aber die nun startende Woche dürfte einiges an Action bieten. Der Iran hat Vergeltung versprochen, und die USA haben bereits klar gemacht, dass man darauf sofort reagieren würde. Der Iran muss allein schon deswegen irgendetwas tun, um innenpolitisch nicht als schwach und hilflos zu gelten. Auch darf man sein Gesicht gegenüber seinen Feinden in der Region (Saudis etc) nicht verlieren.

Je mehr die Spannungen sich in der Region steigern (auch sichtbar am gestiegenen Goldpreis), desto höher sollte oder könnte auch der Ölpreis tendieren. Denn es ist gut möglich, dass der Iran versuchen wird die Ölförderung seiner Nachbarländern zu attackieren (siehe die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen letztes Jahr), oder die Straße von Hormus zu blockieren. Weniger Öl-Lieferungen auf den Weltmarkt bedeuten eine Verknappung an Öl. Jede Angst in diese Richtung wird vom Terminmarkt sofort in steigenden Preisen dargestellt.

Steigt Öl weiter an?

Die Frage lautet: Hat der Terminmarkt die Spannungen im Nahen Osten mit aktuell +2,70 Dollar seit Freitag früh ausreichend eingepreist? Wenn man daran glaubt, dass der Iran in Kürze wirklich US-Einrichtungen in der Region angreift, und dass die USA dann reagieren, dann könnte man zu dem Schluss kommen: 2,70 Dollar sind bei Weitem nicht genug auf dem Weg nach oben. Sind die Händler derart gelassen, weil man dem Iran einfach nicht zutraut offen gegen die USA loszuschlagen? Der Iran ist am Zug nach dieser Tötung ihres Top-Generals. Wir geben hier natürlich keine Handelsempfehlung ab. Aber ein weiter steigender Ölpreis könnte diese Woche auf der Agenda stehen. Also, Augen auf! Der Chart zeigt WTI-Öl seit Anfang 2019. Das Hoch aus September 2019 wird aktuell um 50 Cents überschritten, von daher wäre das nächste Ziel (für Chartisten) die Marke von 66,50 Dollar aus April 2019.

Ölpreis WTI seit Anfang 2019

2 Kommentare

2 Comments

  1. Pingback: Oil price shock ahead? The new reality on the market | En24 News

  2. Avatar

    Marcus W.

    8. Januar 2020 13:14 at 13:14

    Der Doktor macht sich hier etwas lustig über FMW und diesen Artikel:
    https://www.youtube.com/watch?v=cYnRN2RIeU0

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Indizes

Dax: Euphoire abgebaut, die Rally kommt ins Stocken

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Die Euphorie läßt nach

Stephan Heibel

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Wir befinden uns weiterhin in der Verarbeitung der Kursgewinne der vergangenen Wochen: Wie angekündigt pendelt der DAX kräftig hin und her, wenngleich diese Bewegung im Wochenvergleich mit +0,8% kaum zu sehen ist.

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Ich vermute, dass Gewinnmitnahmen zum Börsenstart zunächst für Verunsicherung sorgen, so dass sich ein Abwärtstrend verstärkt, bis dann langfristig optimistisch gestimmte Anleger Aktien einsammeln, denen sie eine rosige Zukunft ausmalen.

So ist das Anlegersentiment diese Woche leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen (+0,8 auf 2,0). Auch die Selbstzufriedenheit konnte leicht auf 2,5 zulegen.

Den größten Sprung gab es bei der Zukunftserwartung, die um 1,9 auf 2,8 angesprungen ist. Die Bullen haben also wieder klar die Oberhand. Und besser noch, sie wollen ihre optimistische Überzeugung auch durch Käufe zum Ausdruck bringen: Die Investitionsbereitschaft ist auf 1,4 gestiegen.

Damit hat die Seitwärtsbewegung im DAX der vergangenen zwei Wochen die Partylaune, den Überschwang beseitigt. Eine positive Grundstimmung bleibt. Für die Zukunft sehen Anleger nach diesen zwei Wochen der Bereinigung wieder positiver. Damit haben wir eine konstruktive Entwicklung im Anlegersentiment. Die Euphorie ist abgebaut, es besteht jedoch auf der anderen Seite noch kein Druck für bald steigende Kurse. Die Situation ist derzeit als neutral zu bezeichnen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger stieg erstmals seit September über Null an: Erstmals spekulieren wieder mehr Anleger auf steigende Kurse, als dass man sich gegen Kursverluste absichert.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Put-Positionen hingegen hochgefahren: Das Put/Call-Verhältnis zeigt eine gestiegene Absicherungstätigkeit der Profis an.

Dies steht im Widerspruch zu den US-Anlegern, deren Put/Call-Verhältnis weiterhin extrem niedrig ist: In den USA spekuliert man offensichtlich auf eine Fortsetzung der Rallye.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote sogar auf das höchste Niveau der vergangenen zwei Jahre gehievt: Über Hebelprodukte ist die Investitionsquote auf 113% des verwalteten Kapitals gestiegen.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger steht bei 8% und zeigt einen nur noch leichten Bullenüberhang auf. Seit November ist der Bullenüberhang somit von 28% kontinuierlich zurückgegangen. Ein ähnliches Bild gibt auch die AAII-Umfrage unter Privatanlegern der USA wider. Das Bärenlager erhält Zulauf, wenngleich auf niedrigem Niveau.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 67% eine neutrale Marktverfassung an.

Dax: Interpretation des Sentiments

Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben wir eine deutliche Stimmungsabkühlung gesehen, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus angestiegen ist. Eigentlich eine gute Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg. Es ist in meinen Augen daher nur die Frage, wann die Rallye beim Dax wieder aufgenommen wird, nicht ob.

Doch das „wann“ lässt sich schwer beantworten. Die USA haben die Amtsübergabe ihres Präsidenten erfolgreich hinter sich gebracht. Nun könnte man meinen, die Aktienmärkte sprengen die Ketten, in die sie zuvor gelegt worden waren.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass mit „sell the news“ Anleger zunächst Kasse machen, bevor die Rallye wieder aufgenommen werden kann. Und nach den exorbitanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen und Monate kann dieser Prozess der Gewinnmitnahmen noch ein wenig länger dauern.

Somit bleibt die Grundaussage der vergangenen Wochen weiter bestehen: Stop Loss Marken sollten beachtet werden. An schwachen Tagen können Sie ihre Lieblinge einsammeln. Doch es gibt noch keinen Grund zur Eile.

Die Euphorie im Dax ist abgebaut

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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