Märkte

Ölpreis seit zwei Tagen am Steigen – diesmal wirklich eine echte Bodenbildung?

Hat der Ölpreis nun endlich seinen Tiefpunkt gefunden? Kann er mit dem aktuellen Anstieg ein nachhaltiges Niveau etablieren, bei dem er nicht erneut nach unten durchsackt? Im folgenden Chart, der bis Mai 2018 zurückreicht, sieht man das Durchsacken im Dezember, obwohl er sich vorher tagelang stabilisiert hatte. Zumindest schien es so. Und jetzt Anfang Januar?

Ölpreis seit Mai 2018

Erholung im Ölpreis noch nicht wirklich robust

Im folgenden Chart sieht man den Ölpreis-Verlauf seit dem 19. November. Hier sieht die aktuelle Erholung noch nicht wirklich robust aus, obwohl der Markt ja seit Donnerstag gut gestiegen ist im WTI-Öl von 46 auf aktuell 48,69 Dollar.

Ölpreis kurzfristig

Prognosen abgesenkt – Kontraindikator?

Nicht wenige Personen in der Finanzbranche betrachten seit Jahren die Prognosen von Goldman Sachs für große Märkte als Kontraindikator, da die Goldmänner immer wieder mal gerne daneben liegen mit ihren Meinungen. So senkt Goldman aktuell seine Jahresprognose für den Ölpreis deutlich. Brent soll in 2019 einen durchschnittlichen Jahrespreis von 62,50 Dollar erreichen, und nicht mehr wie bisher gedacht 70 Dollar. WTI soll anders als bisher erwartet bei 64,50 Dollar jetzt bei 55,50 Dollar liegen. Also eine drastische Abstufung der durchschnittlichen Preiserwartung!

Also sind nach oben noch gut 7 Dollar Platz? Oder kann Goldman´s Einschätzung schwächerer Kurse generell als Kontraindikator angesehen werden, sodass der Ölpreis deutlich über 55 Dollar steigen wird? Laut Goldman habe die steigende OPEC-Produktion Ende 2018 dazu geführt, dass der Markt in den Anfangsmonaten 2019 ein Überangebot aufweise. Pipeline-Probleme in den USA würden beseitigt, und große Projekte in Brasilien und Kanada würden die Fördermenge in 2019 nach oben bringen.

Die Commerzbank sagt aktuell, dass der Ölmarkt in der ersten Hälfte des Jahres 2019 ausbalanciert werden könnte (also weniger Angebot). Dies gelte aber nur, wenn die Geschlossenheit der OPEC in Sachen Mengenkürzungen genau so groß sei wie bei der ersten Vereinbarung vor zwei Jahren. Hat die Commerzbank recht, bedeutet das einen steigenden Ölpreis. Also: Sehen wir aktuell die Bodenbildung? Ist es dieses Mal keine Fake-Erholung wie im Dezember?



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