Folgen Sie uns

Märkte

Ölpreis steigt – zwei aktuelle Gründe – Achtung heute Abend!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steigt. WTI-Öl pendelte seit letzte Woche Mittwoch ein einer öden ruhigen Seitwärtsphase. Aber jetzt geht es aufwärts, seit gestern Mittag bis jetzt von 37,20 auf glatt 39 Dollar. Dafür gibt es zwei aktuelle Gründe. Und Achtung, heute gibt es noch zwei wichtige Events für Öl-Trader!

Ölpreis steigt aus zwei Gründen

Zunächst einmal ist wichtig, dass gestern aufgrund des heranziehenden Hurrikan Sally zahlreiche Förderanlagen für Öl und Gas am Golf von Mexiko geschlossen wurden, was auf dem US-Markt die Angebotsmenge für Öl sinken lässt. Das ist natürlich kurzfristig (!) ein gutes Signal für den steigenden Ölpreis.

Und dann hätten wir da noch die gestern Abend um 22:30 Uhr veröffentlichten Öl-Lagerbestände in den USA, die vom privaten American Petroleum Institute (API) veröffentlicht wurden. Sie zeigen doch sehr überraschend einen Rückgang der Lager im Wochenvergleich um 9,5 Millionen Barrels, wobei ein Zuwachs der Lagerbestände von 2 Millionen Barrels erwartet wurde. Auch diese Info hilft dem Ölpreis über Nacht beim Ansteigen.

Achtung 16:30 Uhr und 20 Uhr

Wie jede Woche gilt: Nach API ist vor EIA. Gestern Abend gab es mit API die privat ermittelten Lagerdaten, die aber stets nur als Vorindikator angesehen werden für die offiziellen Lagerdaten der US-Energiebehörde EIA. Die Daten kommen heute um 16:30 Uhr deutscher Zeit. Werden die API-Daten bestätigt, oder fällt der Rückgang der Lager sogar noch größer aus, könnte der Ölpreis weiter ansteigen. Finden Sie beim Klick an dieser Stelle einen Überblick über die offiziellen Lagerdaten der letzten Woche.

Und dann wäre da noch heute Abend um 20 Uhr die sehr wichtige Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve. Ihre Aussagen können zum Beispiel Aktienkurse und den US-Dollar bewegen. Währung und Konjunkturaussagen können den Ölpreis auch kräftig beeinflussen. Also, Augen auf, was die Fed heute Abend zu sagen hat.

Chart zeigt Ölpreis-Kursverlauf seit 7. September
Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im WTI-Ölpreis seit dem 7. September. Man sieht die tagelange Seitwärtsphase, und den aktuellen Anstieg auf 39 Dollar.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Die gesteuerte Rally! Marktgeflüster (Video)

Nach anfänglicher Schwäche nach der problematischen Fernseh-Debatte zwischen Trump und Biden zogen die US-Futures nach oben. Auslöser war ein Leak..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Nach anfänglicher Schwäche nach der problematischen Fernseh-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden zogen die US-Futures an der Wall Street nach oben – und das, nachdem die ausserordentlich starken Zahlen des Chicago Einkaufsmanergindex bereits mehr als eine Stunde vor dem eigentlichen Termin geleaked worden waren. Die Logik der Rally: wenn die Konjunktur sich stärker erholt, dann zieht die Nachfrage an, was wiederum Inflation erzeugt – und das bei der faktischen Garantie der Fed, bis ins Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben (wass dann wiederum Sachwerte wie Aktien unterstützt). Das kam für die Aktienmärkte am Quartalsende gerade recht (window dressing) – aber da scheinen ein paar Player am Steuerknüppe gesessen haben: das war ein gesteuere Rally!

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Devisen

Schweizer Franken: Die verpuffte 90 Milliarden-Intervention der Schweizerischen Nationalbank

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Mehrere Schweizer Franken-Geldscheine

Der Schweizer Franken soll gefälligst abwerten, so die Hoffnung und das Drängen, welches die Schweizerische Nationalbank (SNB) seit Jahren von sich gibt. Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird die Schweiz für ausländische Touristen. Deswegen interveniert die SNB seit Jahren am Devisenmarkt. Es werden vereinfacht ausgedrückt Schweizer Franken gedruckt, und dann gegen Euro und US-Dollar verkauft. Damit sollen diese Währungen steigen und der Franken fallen.

Gigantische Summen werden aufgewendet für die Franken-Schwächung

Aber seit Jahren scheitert die Schweizerische Nationalbank mit ihrer Politik. Denn der Schweizer Franken wertete weiter auf, anstatt wie gewünscht zu fallen. Alleine von Anfang 2018 bis Ende 2019 verlor der Euro gegen den Franken von 1,1750 auf 1,0850. Eine deutliche Aufwertung im Schweizer Franken fand also statt. Und dann, im Corona-Jahr 2020? Der Drang in den „Sicheren Hafen“ wie Gold oder Franken zu fliehen, ist latent vorhanden. Wie man heute aus frisch veröffentlichten Bilanzdaten der Schweizerischen Nationalbank ersehen kann, hat sie in den ersten sechs Monaten des Jahres 90 Milliarden Franken für Deviseninterventionen ausgegeben, um den Franken zu schwächen!

Schweizer Franken tut nicht was die SNB will

Mit wenig Erfolg, um es freundlich auszudrücken. Der folgende Chart zeigt seit Oktober 2019, wie Euro gegen Schweizer Franken (Linie in rot-grün) von 1,0850 auf 1,0640 noch weiter verloren hat. Also hat der Franken weiter aufgewertet, obwohl die Schweizerische Nationalbank 90 Milliarden Franken einsetzte, um eine Abwertung zu bewirken! Im Chart zeigen wir als blaue Linie parallel die Entwicklung von Euro gegen US-Dollar. Dass der Euro gegen den Franken seit  Sommer wieder ansteigt (Franken-Abwertung), wird wohl kaum am schwächeren Franken oder an SNB-Interventionen liegen, sondern eher an der eigenen Stärke des Euro! Die blaue Linie zeigt nämlich, wie der Euro auch gegen den US-Dollar seit Mai deutlich gestiegen ist.

Chart zeigt Euro gegen Schweizer Franken und Euro gegen US-Dollar

weiterlesen

Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -2,0 Mio Barrels (jetzt 492,4 Mio)

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 492,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 2,0 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,5 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit +0,7 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -1,0.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -0,8 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+1,4 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung unverändert mit 39,40 Dollar.


source: tradingeconomics.com

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen