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OPEC kann erstmal mit den niedrigen Ölpreisen leben

FMW-Redaktion

Wie einzelne Vertreter der OPEC heute sagten, kann und will (!) man kurzfristig mit den niedrigen Ölpreisen leben, damit das Überangebot der amerikanischen Fracking-Industrie zurückgeht. Man erwarte bis Ende 2015 Preise um die 40-50 Dollar in der Ölsorte Brent. Hoffnung gäbe es für Preise sogar rauf auf 60 Dollar, wenn die Nachfrage in China wieder anspringen sollte (sieht aktuell nicht danach aus, oder?).

Auf jeden Fall kann man aus heutigen Aussagen verschiedener OPEC-Mitglieder eines rauslesen. Man will derzeit „dem Markt freien Lauf lassen“ und nicht über eine Reduzierung der Fördermenge eingreifen. Der Markt soll sich sozusagen selbst bereinigen. Damit ist natürlich gemeint, dass die Zombie-Pleite-Fracking-Firmen in den USA endlich mal dicht machen sollen. Man zeigt damit auch weiterhin, dass man durch die niedrigen Ölpreise bereit ist auf hohe Einnahmen zu verzichten, um seine Marktanteile auf dem Weltmarkt zu verteidigen. Kurzfristig kostet das Geld, langfristig aber aus subjektiver OPEC-Sicht die richtige Strategie.

Einige OPEC-Mitglieder bringen aktuell zum Ausdruck, dass sie Ende 2014, als sie ihren Strategiewechsel verkündeten (hin zur Verteidigung ihrer Marktanteile), davon ausgingen der Brent-Preis würde Ende 2015 eher um die 70 Dollar liegen als jetzt wohl bei 40-50. Man hatte damals beschlossen die Fördermenge nicht zu senken, sondern den Marktkräften an den Terminbörsen die „Regulierung“ zu überlassen. Natürlich half man in 2015 bereits mehrmals dem Ölpreis auf dem Weg nach unten freundlich nach mit immer den selben Hinweisen, dass man nicht daran denke die Fördermenge zu senken – denn ständig hofften bisher die US-Produzenten auf steigende Kurse, die sie für ihre teure Produktion benötigen.

Beim OPEC-Treffen im Dezember werden die Karten dann neu gemischt. Wer wird sich durchsetzen? Die Golf-OPEC-Staaten oder alle anderen, die am Hungertuch nagen und wohl am liebsten sofort die Fördermenge drastisch senken würden, um den Preis hochzutreiben?



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1 Kommentar

  1. im teitalter von iss und marsexpeditionen ist das auto fahren in stadten wie berlin
    new york moskau sekundär da diese über öffenliche verkehrsmittel verfügen
    die umwelt gilt es primär zu retten und den planeten vor dem irrsinn des
    geschöpfes mensch
    er wird immer nur streben wollen zu sein wie gott aber es nie erreichen
    fatum

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