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Märkte

OPEC-Monatsbericht: Revisionen bei den Erwartungen für Angebot und Nachfrage

Claudio Kummerfeld

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Die OPEC hat ihren Monatsbericht Mai veröffentlicht mit Fördermengendaten zu Ende April. Neben den Daten sind vor allem die im Bericht erwähnten Aussichten interessant. Wir erinnern uns. Vor der aktuell laufenden Fördermengenkürzung der OPEC und ihrer Partner lief für mehrere Wochen der Ölpreis-Krieg der Saudis gegen Russland und die US-Fracker. Die Saudis überschwemmten den Markt mit Öl. Dies sieht man auch an ihrer gestiegenen Fördermenge. Sie legte von Ende März bis Ende April zu von 9,99 auf 11,55 Millionen Barrels pro Tag zu. Insgesamt legte die Fördermenge der OPEC um 1,8 Millionen zu auf 30,41 Millionen Barrels pro Tag.

OPEC zu den Aussichten bei Angebot und Nachfrage

Im Gesamtjahr 2020 werde die weltweite Nachfrage nach Öl im Schnitt um 9,07 Millionen Barrels pro Tag sinken. Dies ist aktuell eine Abwärtsrevision von 2,23 Millionen Barrels pro Tag, so das Kartell. Ein früheres Hochfahren der Volkswirtschaften nach dem Überstehen der Coronakrise könne dem Einbruch der Nachfrage etwas entgegenwirken. Beim Angebot für Öl erwartet die OPEC von den Nicht-OPEC-Staaten im Gesamtjahr einen Rückgang von 3,5 Millionen Barrels pro Tag – eine aktuelle Abwärtsrevision von 2 Millionen Barrels pro Tag.

OPEC Monatsbericht mit Daten zu Ende April

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Indizes

Rüdiger Born: Aktuelle Chancen bei Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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Es tut sich was bei Dow Jones und Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich darauf ein, welche Tradingchancen derzeit in diesen beiden Indizes bestehen. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Gold/Silber

Goldpreis fällt weiter – Daten helfen nicht – Experte erläutert aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis ist in den letzten 24 Stunden von 1.887 Dollar auf aktuell 1.854 Dollar weiter gefallen. Auch wenn die Abwärtstendenz sich verlangsamt hat. Aktuell spricht nicht viel dafür, dass sich die Situation ändert. Aktuelle Daten und der Kurs der US-Währung werden in diesem Artikel thematisiert, wie auch eine ganz frische Expertenmeinung.

Goldpreis fällt weiter – aktuelle Daten im Fokus

Heute um 10 Uhr wurde das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer veröffentlicht, der ifo-Geschäftsklimaindex. Die Details waren etwas schwächer als erwartet, aber unterm Strich ergab sich kein Einfluss auf den Goldpreis. Dann vorhin um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Sie fielen etwas höher aus als erwartet (hier die Details). Eigentlich leicht negativ für die US-Konjunktur, lässt sich der Dollar-Index davon aber nicht beeindrucken in den ersten Minuten nach der Veröffentlichung.

Notierte der Dollar-Index (Währungskorb des Greenback gegen andere Hauptwährungen) um 14:29 Uhr noch bei 94,51 Indexpunkten, so sind es jetzt 94,60 Punkte. Der Goldpreis notierte vor den Zahlen bei 1.857 Dollar, und jetzt bei 1.853 Dollar. Die Tendenz ist weiter südwärts gerichtet, und das heutige Tief bei 1.848 Dollar ist nicht mehr weit entfernt. Schauen wir uns im großen Bild die Bewegung des US-Dollar an, der seit einigen Tagen deutlich ansteigt, weswegen der Goldpreis deutlich fällt, und offenbar auch weiter under Druck steht. Der globale Run auf den Greenback als den vermeintlich „Sicheren Hafen“ hält aktuell an. Und der eigentlich auch „Sichere Hafen“ namens Gold fällt in diesem speziellen Risk Off-Trade (in dem der Dollar profitiert), zusammen mit den Aktienkursen nach unten.

Experte bespricht Gründe für Absturz im Goldpreis

Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person, hier geht es zu seinem YouTube-Channel) hat vor wenigen Minuten ein Video veröffentlicht, in dem der aktuelle Absturz im Goldpreis besprochen wird. Auch thematisiert er die Gründe für den Absturz, als da wären die Dollar-Stärke, die zuletzt nicht weiter fallenden Realrenditen für Anleihen, sowie das derzeitige Risk Off-Szenario am Aktienmarkt.

Im folgenden Chart sehen wir seit dem 18. September den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis.

Chart zeigt steigenden US-Dollar gegen fallenden Goldpreis

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Indizes

Dax: Privatanleger verkaufen den Profis ihre Aktien!

Markus Fugmann

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Lange lief der Dax seitwärts, dann folgte am Montag ein impulsiver Abverkauf. Wie aber ist jetzt die Stimmung der Investoren hierzulande – herrscht Pessimismus nach dem Kursrückgang, oder sieht man nun die niedrigeren Kurse als Kaufchance?

In der wöchentlichen Umfrage der Deutschen Börse zeigt sich, dass vor allem die Profi-Investoren bullischer werden für den Dax: so sind nun 46% im Lager der Bullen, ein Anstieg zur Vorwoche von +11% und zugleich der höchste Stand an Optimismus seit Anfang März! Es sind vor allem jene, die zuvor an der Seitenlinie standen, die nun ins Camp der Bullen gewandert sind, denn die neutral Eingestellten verlieren bei den Profis -13% auf nun nur noch 16%, während das Lager der Bären sogar leicht zulegen kann auf nun 38% (+2% zur Vorwoche).

Bei den Privatinvestoren hingegen, die zuletzt deutlich optimistischer waren als die Profis, stellt sich die Lage andere dar: hier sind noch 38% bullisch (-2% zur Vorwoche), während die Pessimisten nun auf 39% kommen und +8% zur Vorwoche hinzugewinnen.

Man könnte also gewisserweise sagen: die Privatanleger verkaufen den zuvor an der Seitenlinie stehenden Profis ihre Aktien! Ähnlich sieht das auch Joachim Goldberg:

„Damit bleibt die Stimmungskluft zwischen institutionellen und privaten Anlegern zwar fast unverändert, aber die Panels haben fast in identischem Maße ihre Rollen und Positionen aus der Vorwoche getauscht. Man könnte auch sagen, dass die vormals optimistischen Privatanleger ihre Aktienbestände an die Institutionellen weitergereicht haben. Dies macht sich insbesondere in der Sentiment-Betrachtung auf Sicht von sechs Monaten bemerkbar. Hier zeigt sich, dass der relative Optimismus bei unserer Befragung in der vergangenen Woche für beide Gruppierungen noch etwa gleich hoch war.“

Was bedeutet das für den Dax?

Ist diese Stimmung nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen für den Dax? Dazu Goldberg weiter:

„Nach dieser Lesart sind die Privatanleger zwar immer noch leicht optimistisch, aber der relativ deutliche Optimismus bei den institutionellen Investoren – er ist so hoch wie zuletzt Anfang März dieses Jahres – stellt für den DAX eine Belastung dar. Nicht nur, weil auf höherem Niveau (möglicherweise zwischen 13.050 und 13.100 Zählern) Abgaben aus Gewinnmitnahmen drohen. Im Falle erneuter Kursrückgänge fehlen naturgemäß durch die jüngsten Käufe Nachfrager, die dem DAX normalerweise eine Stütze wären. Auch könnte der zuletzt schwächelnde Euro ein Indiz dafür sein, dass überdies, wie bereits in den vergangenen Wochen geschehen, internationale Kapitalabflüsse auf den Aktienmärkten der Eurozone lasten.“

Ausführlicher dazu Goldberg auch hier im Video: nach unten sei der Dax „ungeschützt“, oben sei der „Deckel drauf“..

Die Profis werden optimistischer für den Dax - ein Kontraindikator?

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