Devisen

Pech gehabt: Hedgefonds reduzierten Gold und kauften Dollar vor den US-Arbeitsmarktdaten

FMW-Redaktion

Das Jahr ist bislang alles andere als gut gelaufen für Hedgfeonds: ihre Gesamtprformance liegt in diesem Jahr im Minus, manche haben schon ihre Gebühren gesenkt, in der Branche kursiert die Angst vor Job-Verlusten – ca. 50% aller Jobs, so unken manche, könnte in der Branche verloren gehen.

Und auch in dieser Woche war das Timing der Hedgefonds eher bescheiden: vor den US-Arbeitsmarktdaten hatten sie den Dollrt hinzugekauft, und Gold verkauft – das zeigen die CFTC-Daten vom Freitag. Während die Positionierung im Euro zum Dollar kaum verändert ist im Vergleich zur Vorwoche, sind insbesondere Long-Positionen im Yen und im australischen Dollar zum US-Dollar abgebaut worden im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten. Was dann kam ist bekannt: der Dollar stürzte ab, vor allem Dollar-Yen kam massiv unter die Räder – schade für diejenigen, die zuvor noch auf eine Aufwertung der japanischen Währung gewettet hatten.

Ähnliches gilt auch für Gold, das nach Veröffentlichung der Daten bekanntlich massiv nach oben geschossen war: Hedgefonds hatten im Vorfeld der Daten ihre Positionierung im Gold (und bei Silber) um ein Drittel zurück gefahren – gleichwohl beträgt der Long-Überhang im Gold noch immer fast 5:1 (auf einen Short-Kontrakt kommen fünf Long-Kontrakte). Wenig Verränderung dagegen bei der Positionierung im Öl – dennoch liegt auch hier das Verhältnis Long zu Short bei mehr als 5:1.

Für den Dollar aber könnte es in näherer Zukunft eng werden. Euro-Dollar mit einem massiven Ausbruch – nächstes großes Ziel wäre die 1,15er-Marke, die als Schmerzgrenze für die EZB gilt:

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Insgesamt ist der Dollar- das zeigt der Chart des Dollar-Index – wieder in seinen Abwärtstrend zurück gefallen:

Dollar-Index 060616

Mit den US-Arbeitsmarktdaten hat sich also alles wieder verschoben – what a difference a day makes!



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2 Kommentare

  1. ….ich bin geschockt, ob wir eine Sammlung durchführen sollten….

  2. …das kommt davon, wenn man dem Yellen-Ge-Yell (=Gekreisch) immer wieder auf´s Neue gläubig folgt, ohne irgendwann dazugelernt zu haben. Das Spielchen funktioniert nun schon seit fast zwei Jahren. Dummheit hat eben auch ihren Preis.
    Da proben doch noch eher (Versuchs-)Mäuse und Ratten den Aufstand mit: Nieder mit der Konditionierung!

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