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Rente: Jenseits von Olaf Scholz´ Träumereien – drei Möglichkeiten für ein besseres Auskommen im Alter

Olaf Scholz hat am Wochenende in Sachen Rente so richtig kräftig ausgeholt um die SPD aus dem Umfragetief zu holen. Einfach so mal dem Wahlvolk ein stabiles Rentenniveau bis zum Jahr 2040 versprechen – und das ohne zu sagen, wie man das finanzieren will. Steuern erhöhen oder aktuelle Beiträge für Arbeitnehmer erhöhen? Kein Wort dazu von Olaf Scholz. Durchschaubarer Populismus pur (mehr Infos dazu hier).

Alternativen für die Rente

Doch gibt es Alternativen? Denn bislang redet man in Deutschland immer nur über die Möglichkeit, dass man entweder die Beiträge erhöht, oder die Rentenzahlungen senkt. Es ist bislang immer nur dieses Spiel zwischen den Einnahmen und Ausgaben, über welches gestritten wird. Wie könnte es anders laufen?

Rententopf ganz neu aufstellen

Da wäre zum Beispiel die Möglichkeit wie in Skandinavien oder anderen Ländern die Rente mal grundsätzlich zu reformieren. Dazu könnte man erst einmal nicht zur Kernaufgabe gehörende Leistungen aus der Rente entfernen. Dann könnte man Beamte verpflichten ebenfalls in die Rentenkasse einzuzahlen. Und oben drauf könnte man wie in Skandinavien dem Bürger die Wahlfreiheit lassen, ob für ihn persönlich mit einem Anteil an Aktien fürs Alter vorgesorgt werden soll – das könnte langfristig den Rentenanspruch deutlich erhöhen. Dafür müsste aber eine Art persönliches Ansparen pro Beitragszahler stattfinden, und nicht wie bisher das Einzahlen in einen großen Topf, aus dem dann aktuelle Rentenansprüche bedient werden. Durch eine Aktienkomponente könnte man außerdem noch als Nebeneffekt dafür sorgen, dass der Anteil deutscher Eigentümer an heimischen Aktiengesellschaften spürbar steigt – das wäre für die langfristige Stabilität vieler Unternehmen ein Segen (weniger Einfluss für Hedgefonds und Geier-Anleger, siehe ThyssenKrupp etc).

Familie als Altersabsicherung

Bevor wir in Europa zum Modell der staatlichen Rentenversicherung fanden, sah es hierzulande genau so aus, wie es in vielen Ländern in Südamerika, Afrika und Asien auch heute noch läuft. Mangels Rentenanspruch an den Staat oder sonstiger sicherer Altersversorgungssysteme bleibt nur eines übrig. Die alten Menschen wohnen im Alter bei ihren Kindern, und die Familie als Altersversorgung rückt wieder in den Mittelpunkt. Die Kinder versorgen also ihre Eltern im Alter. Das war früher auch hierzulande völlig normal. Wenn die Rentenzahlung nicht mal mehr ansatzweise ausreichen wird um im Alter Miete und Essen zahlen zu können, wäre das als Gesellschaftsmodell nicht abwegig. Aber in unserer heutigen Gesellschaft (Individualismus) wäre das natürlich ein Problem für die jüngere Generation.

Einfach mehr arbeiten

Und dann gäbe es da noch eine ganz einfache Möglichkeit für heutige Arbeitnehmer um der Altersarmut zu entfliehen. Geht man davon aus, dass die staatliche Rente nicht mal ansatzweise für die Grundbedürfnisse reichen wird, und hat man mit seinem derzeitigen 8 Stunden-Job nicht genug Geld übrig für eine zusätzliche Altersvorsorge (Riestern etc), dann kann man sich nebenbei noch einen 400 Euro-Job suchen, und legt über 10, 20, 30 Jahre dieses Geld immer auf die hohe Kante. Durch diese Mehrarbeit und selbst eine winzige Verzinsung dieser monatlich anzusparenden Kleinstbeträge kann man sich ein Polster aufbauen, welches die Lücke im eigenen Rentenanspruch schließen sollte. Das klingt zwar nicht besonders berauschend, denn wer macht schon gerne dauerhaft einen zweiten Job – aber mit diesem simplen Prinzip der Mehrarbeit könnte man sich ein Polster anlegen.

Und was machen unsere Parteien?

Egal ob SPD oder Union – letztlich geht das Spiel immer so weiter. So wirklich will niemand dem Bürger ganz ehrlich und offen die Wahrheit sagen, dass es im Alter nicht reichen wird für die große Masse der Menschen. Da wird lieber davon geredet, dass das Wort „Altersarmut“ eine Lüge ist, und dass es so was gar nicht geben wird. Man spielt nur ständig mit den Zahlen herum auf der Einnahmen – und Ausgabenseite. Aber die Renten-Katastrophe, die rückt immer näher.

Rente
Foto: Deutsche Rentenversicherung



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1 Kommentar

  1. Genau, noch mehr Versklavung der eigenen Bevölkerung, hauptsache fremde Kulturen werden großzügig mit durchgefüttert … ohne mich.

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