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Rezession in Deutschland: Sehenden Auges in den Absturz

Die Rezession in Deutschland ist da. Und die Gemengelage aus negativen Faktoren verspricht keine rosigen Aussichten.

Autoproduktion
Foto: Usertrmk-Freepik.com

Die grüne Transformation löst ein Wirtschaftswunder aus, so sagte es Bundeskanzler Olaf Scholz letztes Jahr. Ob er das wirklich glaubte? Jetzt können vor allem die Grünen rund um Robert Habeck darauf verweisen, dass sie ja wollen, aber dass die böse CDU mit ihrer Klage in Karlsruhe die grüne Transformation torpediert haben. Aber egal ob mit oder ohne Klima-Investitionen durch staatliche Töpfe: Die Rezession in Deutschland rollt an.

Die Rezession nimmt Fahrt auf – ein Überblick

Auftragseingänge und Produktion in der Industrie sind rückläufig. Erst heute früh wurden November-Daten für die Industrieproduktion gemeldet mit -4,8 % im Jahresvergleich. Das Volumen der Industrieproduktion war so niedrig wie seit Juli 2020 nicht mehr, wo man auf dem Höhepunkt der Coronakrise lag. Hohe Energiepreise sorgen für die Abwanderung von Unternehmen, oder auch die teilweise Abschaltung von Industrieanlagen in Deutschland. Einige Beobachter sprechen von Deindustrialisierung, andere wollen davon überhaupt nichts wissen.

Am Anfang eines Jahres schaut man gerne optimistisch in die Zukunft. Die deutsche Wirtschaft liefert dafür dieser Tage jedoch wenig Grund. Die Industrieproduktion ist im November den sechsten Monat in Folge geschrumpft und liegt damit knapp vier Jahre nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie laut Bloomberg mehr als 9 % niedriger als davor. Weiter schreibt man: Den Auftragseingang kann man bestenfalls als verhalten bezeichnen, und der Einzelhandel leidet nach wie vor unter erhöhter Inflation.

Und so besteht wenig Zweifel, dass die Statistiker am nächsten Montag offiziell machen werden, was Volkswirte seit langem prognostizieren: Dass die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr geschrumpft ist, und dass ein erneuter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal das Land in eine technische Rezession getrieben hat.

Fallende Industrieproduktion deutet Richtung Rezession für Deutschland

“Neues Jahr, neues Glück”, könnte man nun meinen — einzig, die Herausforderungen haben in den letzten Wochen eher zu- als abgenommen. Der Sparzwang wegen der Schuldenbremse weckt Unsicherheiten und Proteste, weitreichende Streiks drohen den Bahnverkehr über Tage lahmzulegen — eine Einigung ist nicht in Sicht — und Angriffe auf Containerschiffe im Roten Meer schüren Ängste vor Lieferkettenproblemen und neuerlichen Inflationsrisiken.

Und so wirkt die Prognose der Bundesbank, die im letzten Monat ein Wachstum von 0,4% für 2024 in Aussicht stellte, Anfang Januar schon wieder reichlich optimistisch. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung rechnet sogar mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3%, und damit auf das Niveau von 2019. Deutschland hätte damit ein verlorenes halbes Jahrzehnt erlebt.

Zahlreiche Faktoren

FMW: Für eine Rezession gerade in Deutschland ist die Gemengelage wie geschaffen. Streiks, Lieferkettenprobleme wegen Houti-Angriffen im Roten Meer, hohe Energiekosten, Abwanderung von Industrie, die Abkehr vom Verbrennungsmotor, hohe Abgabenlast, hohe Bürokratie usw. Nun könne man meinen, dass auch unsere Nachbarländer von vielen dieser Faktoren betroffen sind, und dass es daher auch europaweit zu einer Rezession kommen sollte? Dem scheint aber nicht so zu sein. Man schaue dazu auf die folgenden Charts. Die europäischen Nachbarn performen deutlich besser, Deutschland ist das Schlusslicht in der wirtschaftlichen Entwicklung. Es muss also an spezifischen Problemen in Deutschland liegen, dass wir in eine Rezession rutschen, und unsere Nachbarländer vermutlich nicht.

Ökonomen: Kleine Rezession für Gesamtjahr 2024

Die aktuell umgesetzten Maßnahmen der Bundesregierung (höhere CO2-Steuer uvm) werden Deutschland ruckartig 1,2 Prozentpunkte mehr Inflation bescheren, so prognostiziren es die Ökonomen der Commerzbank. Das dürfte die Konsumlaune der Deutschen belasten, und Tendenzen in Richtung Rezession eher noch verstärken, so darf man es annehmen. Die Experten erwarten für 2023 ein um 0,3 % sinkendes BIP, also eine Rezession. Alt-Aufträge der Industrie wurden zunehmend abgearbeitet, und zu wenige neue Aufträge kommen nach – auch der Konsum soll schwach bleiben.

Tiefgreifende Probleme

Gewiss: Man kann sagen, dass es einen wirtschaftlichen Zyklus gibt. Auf jahrelange Phasen wirtschaftlicher Expansion folgt dann ganz natürlich eine Rezession, danach geht es wieder bergauf usw. Aber es ist kein Naturgesetz, dass es diesmal auch so kommt. Es ist gut möglich, dass wir dieses Mal strukturelle Probleme sehen, die sich tiefer in die deutsche Volkswirtschaft fressen, die langfristiger an der Wertschöpfung in Deutschland nagen. Bürokratie, Steuern, hohe Energiekosten, immer mehr staatliche Regulierungswut vertreiben die Wirtschaft in andere Länder, wo man mit offenen Armen begrüßt wird. Sicherlich geschieht dies nicht über Nacht, aber ein schleichender Prozess sorgt für hier und da abwandernde Betriebe, was man erst auf lange Sicht als größeren Trend erkennen kann. Eine Abwanderung von Betrieben muss nicht bedeuten, dass die Rezession (sinkendes Bruttoinlandsprodukt) jahrelang anhalten wird. Durch eine steigende Bevölkerungszahl entsteht beispielsweise mehr gesamtwirtschaftliche Aktivität, vor allem beim Konsum. Und das kann eine wirtschaftliche Schwäche im Bereich der Industrie überdecken. Aber das Problem ist: Schrumpft die Industrie, schrumpft letztlich auch der Wohlstand der gesamten Volkswirtschaft.

Bauernproteste und Bahnstreik

Auch wenn die Bauern diese Woche nur ein paar Tage in den Ausstand treten: Zum Wachstum der Wirtschaft trägt das nicht bei, eher zu einer gewissen Schrumpfung. Und nun stehen auch umfangreiche Bahnstreiks an, was die Rezession ebenfalls eher befeuern dürfte. Dazu sagen die Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) aktuell (auszugsweise): Die GDL darf streiken, tagelang. Das betrifft nicht nur den Personen-, sondern auch den Güterverkehr – und führt in der eh schon schlecht laufenden Industrie zu weiteren Zusatzkosten.

Wichtig sind auch diese Aussagen des IW, die auf eine Verstärkung der Rezession hindeuten: Bis zuletzt kämpfte die Bahn, um den Streik doch noch abzuwenden und zog bis vors Arbeitsgericht in Frankfurt – vergeblich. Ab Dienstagabend, 18 Uhr, soll der Güterverkehr stillstehen, sechs Stunden später auch der Personenverkehr. Was für Millionen Zugreisende ein echtes Ärgernis ist, stellt Nutzer des Schienengüterverkehrs vor kostspielige Probleme. Denn die Industrie muss jetzt wieder einmal Produktionsplanungen und Logistikketten auf Bahnstreikmodus umstellen. Zwar haben die Unternehmen inzwischen reichlich Erfahrung mit solchen Ausfällen, dennoch kostet jeder Streik viel Geld und Nerven. Wie hoch die Kosten für Deutschland sind, lässt sich aber kaum beziffern. Richtig teuer wird es, wenn die Betriebe nicht produzieren, beispielsweise weil Rohstoffe fehlen. Erfahrungswerte von früheren Streiks sprechen in diesem Fall für Schäden von bis zu 100 Millionen Euro – pro Tag.

Besonders betroffen sind Branchen, die auf die Bahn angewiesen sind: Dazu zählen Stahl- und Chemieunternehmen, aber auch die Automobilbranche. Deutlich spüren werden den Streik auch Unternehmen, die viele Güter per Container exportieren oder importieren, denn Häfen wie Hamburg transportieren die Masse ihrer Container per Schiene ins Binnenland

FMW/Bloomberg



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13 Kommentare

  1. Die Krise spitzt sich zu, der Untergang naht! Die Zeit für Jammern und Wehklagen ist gekommen!

    Soeben im Newsletter eines Wirtschaftsmagazins gelesen:
    Fast 400.000 E-Fahrzeuge
    Volkswagen verkauft deutlich mehr Autos

    Die Marke VW steigerte im vergangenen Jahr ihren Absatz um knapp sieben Prozent. Bei E-Fahrzeugen nehmen die Auslieferungen noch stärker zu.

    Und kurz darauf:
    Stromer legen massiv zu
    BMW verkauft so viele Autos wie nie

    2,55 Millionen Fahrzeuge bringt BMW im vergangenen Jahr an die Kunden. Bei vollelektrischen Neuwagen können sich die Münchner besonders steigern. In diesem Jahr soll deren Absatz noch höher ausfallen.

    Und dann zum Schluss noch:
    Sattes Plus bei energieintensiven Industriezweigen
    Sie legten um 3,1 Prozent zu. Besonders stark stieg die Produktion chemischer Erzeugnisse mit einem Plus von 5,1 Prozent. Auch andere Bereiche wie die Mineralölverarbeitung, die Papierherstellung und die Glaswarenindustrie legten deutlich zu.

    1. Wenn die Industrie so gut läuft, wieso wird dann an Infrastruktur und Sozialem gespart?

      Und: Es ist (leider) so, dass die relative Performance wichtig ist. Und zwar relativ zum Vorjahr und relativ zu Peers.

      1. @maaakus
        Niemand behauptet, dass die Industrie SO GUT läuft. Aber sie läuft anscheinend bei Weitem nicht SO SCHLECHT, wie es die Untergangspropheten gerne sehen würden. Verstehen Sie den Unterschied?

  2. Ja schade das hier die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge zu kurz kommen.
    Konjunkturzyklus… Inflation… Zinsen…

    Es ist ja Sinn und Zweck der Zinserhöhungen die Wirtschaft abzukühlen und abzubremsen –
    damit die Inflation sinkt. Also ist das was jetzt passiert letzendlich so gewollt und erwartbar
    gewesen. Die Wirtschaft muss abkühlen, die Unternehmen müssen Probleme bekommen,
    der Arbeitsmarkt muss Probleme bekommen, damit die Nachfrage und somt die Inflation
    sinkt.

    Warum „leidet“ Deutschland mehr als der Rest Europas?

    Auch hier fehlt der Blick auf das ganze Bild.

    Nachdem die deutschen Unternehmen – vom Mittelstand bis zu den Konzernen – Technologie
    und Know How nach China exportiert haben und die dortige Konkurrenz mit aufgebaut haben,
    wundert man sich jetzt das die Chinesen jetzt weniger aus Deutschland importieren?

    Und auch darüber das die Chinesen auch immer stärkerer Wettbewerber auf den Weltmärkten
    werden?

    Was hat man erwartet? Das man die Chinesen groß macht und die danach weiter kräftig in
    Deutschland einkaufen?

    Vor allem die Autoindustrie schwächelt – weil die Chinesen mittlerweile lieber chinesische E-Autos
    als deutsche Verbrenner kaufen. Tja so ist das halt wenn man den Umstieg vor sich her schiebt
    und verpasst hat. Danke an die überbezahlten Konzernmanager von VW, Audi, BWM, Mercedes!

    Deutschland ist viel stärker exportorientiert als unsere europäischen Partner, die wegen der hohen
    Zinsen auch weniger aus Deutschland importieren.

    Die chinesische, von Deutschland aufgebaute Konkurrenz wird in Zukunft noch stärker werden,
    weil sie einfach billiger, flexibler, schneller, motivierter sind.

    Das hat nur wenig mit den Grünen und der Energiewende zu tun….

    Interessanter Aritkel hierzu wie sich Importe und Exporte zwischen Europa und China entwickelt haben…

    „Handelsbilanz tief im Minus: So abhängig ist Europa von China“

    https://www.rnd.de/wirtschaft/europas-abhaengigkeit-von-china-handelsbilanz-mit-400-milliarden-euro-defizit-XME5E4XUBVBTBBNMDW3ITHFBYE.html

    Es wäre schön, wenn solche Themen aus allen Richtungen betrachtet werden und vor allem auch
    volkswirtschaftliche Zusammenhänge „Konjunkturzyklus, Inflation, Zinsen“ berücksichtigt werden.

    Ansonsten ist das einfach eine zu eingeschränkte Sichtweise die zu viele Fakten und Faktoren
    unberücksichtigt lässt und am Ende eher Stimmung macht, als wirklich das ganze Bild zu betrachten.

    1. an boersenkater. Als jemand der Bwl studiert hat sie haben keine Ahnung wie die Wirtschaft funktioniert.
      Und sind noch dazu ein Beweis für das Dunning Kruger Syndrom.“ Es ist ja Sinn und Zweck der Zinserhöhungen die Wirtschaft abzukühlen und abzubremsen“ Wer sowas schreibt hat ist vollkomen Ahnungslos was Wirtschaft und Finanzen angeht.
      erstmal eine Inflation ist nicht die Folge von einer zu starken wirschaft und Nachfrage die abgekühlt werden muss, sonder eher das Gegenteil einer zu schwachen auch wenn es etwas komplexer ist .
      Auch sind Finanz-Sektor und Industrie nicht das selbe was sie zu glauben scheinen. Um es einfach zu halten man versucht mit einer Zinnserhöhung zu erreichen das weniger Geld im Umlauf ist . Es ist ein Werkzeug für die Währungspolitik.

      Und in wie weit sollte sich eine noch schwächere Wirtschaft und ohne Wachstum ausbleibende Investionen postiv auswirken (auf die antwort bin ich gespannt also dieFirmen müssen Probleme bekommen und ins ausland abwandern oder pleite gehen . So So das ist also so gewollt um die Inflation langfristig zu bremsen bitte schreiben Sie keine Kommentare wenn so was rauskommt das ist nur peinlich.

      1. @Kraut – mit BWL kennen Sie sich vielleicht damit aus, wie man Gewinne maximiert und Kosten
        senkt – indem man die hohen deutschen Lohnkosten dadurch senkt, daß man in China produziert
        oder Standorte in Osteuropa oder Asien aufbaut. Das ist nicht neu sondern schon seit Jahrzehnten
        der Fall.

        Heute haben deutsche Unternehmen ein Problem durch die weltweite Konkurrenz und die MItbewerber
        aus China, die sie selbst durch KnowHow und Technologie-Transfer mit aufgebaut haben.
        Danke dafür an die Gewinnmaximierungs- und Kostensenkungsapostel die mit ihrem BWL-Studium
        auf die deutsche Wirtschaft losgelassen wurden.

        Wenn Sie sich weg von der BWL hin zu VWL beschäftigen, dann würden Sie die Zusammenhänge
        vielleicht eher verstehen.

        Warum gibt es Inflation? Weil es viel billiges Geld gibt (wodurch Wachstum finanziert wird), dadurch die
        Nachfrage gesteigert wird. Die Unternehmen bedienen diese Nachfrage durch mehr Produktion und ein
        höhere Angebot – wofür sie mehr Produktionskapazitäten und mehr Arbeiter brauchen – wodurch sie
        selbst eine höhere Nachfrage haben, die von anderen Unternehmen befriedigt wird… etc. pp.
        Das nennt man dann auch Wachstum/Boom. Sollten Sie als BWLer kennen.

        Billiges Geld (niedrige Zinsen) machen es leichter ein Auto zu finanzieren, Investitionen zu finanzieren,
        Häuser zu bauen oder zu kaufen. Dementsprechend steigt die Nachfrage. Ist das alleine Grund für
        Inflation? Nein. Inflation entsteht dann wenn hohe Nachfrage auf ein geringeres Angebot trifft und billiges
        Geld dafür sorgt, daß für dieses geringere Angebot mehr bezahlt werden kann und mehr bezahlt wird.
        Dementsprechen steigen die Preise – für Unwissende wie Sie – genau das ist Inflation.

        Was passiert nun wenn die Zinsen erhöht werden? Die Finanzierung von Autos, Investitionen, Bau und
        Kauf von Häusern wird teurer. Dadurch können es sich weniger Konsumenten und Unternehmen leisten
        diese Produkte nachzufragen. Wenn die Produkte weniger nachgefragt werden, dann werden die Preise
        für diese Produkte weniger steigen und wenn die Zinsen lange genug hoch bleiben, die Nachfrage immer
        weiter sinkt, dann werden auch die Preise nicht mehr weiter steigen und teilweise sogar sinken.
        Überraschung – genau das was wir zur Zeit teilweise schon erleben.

        Logisch das niedrige Zinsen die Geldmenge erhöhen. Wenn gleichzeitig das Angebot nicht steigt, weil zu wenig produziert wird/werden kann, dann trifft immer mehr Geld eben wie beschrieben auf ein zu geringes
        Angebot, wodurch die Preise steigen. Umgekehrt sinkt die Geldmenge bei höheren Zinsen, weil Geld (die
        Kreditaufnahme) teurer wird.

        Sie behaupten das höhere Zinsen die Geldmenge senkt. Nein lieber BWLer – es senkt die Nachfrage
        wodurch wie beschrieben in der Folge natürlich die Geldmenge sinkt. IN DER FOLGE. Höhere Zinsen
        haben keinen magischen Effekt welcher automatisch die Geldmenge senkt. Die Geldmenge sinkt dadurch
        das weniger Kredite aufgenommen werden, weil diese zu teuer werden. Du gehen zu Bank holen Kredit –
        Du geben Geld in Wirtschaftskreislauf. Zinsen hoch – Du gehen nix zu Bank – Du geben kein mehr Geld in
        Wirtschafskreislauf. Verstanden?

        Gehen Sie mit meinen Ausführungen zu jemandem der Ahnung hat – ein VWL-Professor wäre da vielleicht
        die richtige Adresse. Aber auch ein BWL-Professor wird Ihnen diese Zusammenhänge bestätigen können.

        Nur weil Sie etwas nicht verstanden haben, bedeutet es nicht das andere eine verzerrte Wahrnehmung
        haben oder inkompetent sind. Das trifft dann leider eher auf Sie selbst zu. Traurig was unsere Unis
        da teilweise auf die Menschheit loslassen. Vielleicht hätten Sie lieber ein ordentliches Handwerk gelernt
        anstatt etwas zu studieren wovon Sie nach ihrem Studium offensichtlich zu viel nicht verstanden haben.
        Absolut unterirdisch.

  3. Das hat natürlich viel mit der durch die Klimasekte überteuerten Energie zu tun.

  4. Mietz, Mietz,
    angesichts Chinas Kriegskasse mit jährlich 1.000 Mrd. USD schon allein aus dem Handelsbilanzüberschuss, brauchen Sie
    mit volkswirtschaftlichen Zusammenhängen keine Zeit mehr verschwenden. Damit geht es inzwischen nur noch ums Überleben als Volkswirtschaft überhaupt.
    Wäre ich Xi, auf meinem Einkaufszettel stünden die Aktien sämtlicher Technologieführer und Rüstungsfirmen des Westens, bei denen der Streubesitz groß genug ist, um Mehrheitseigentümer werden zu können. Ich würde dann eine Kompanie Strohmänner beauftragen, jeweils einen nicht meldepflichtigen Aktienanteil zu erwerben, bis ich über die Besetzung von . Vorstand und Aufsichtsrat mitentscheiden kann, und dort meine Männer positionieren, um den anderen das Leben schwer zu machen.
    Was meinen Sie, wäre in solchen Volkswirtschaften noch an Demokratie machbar?
    Wenn geunkt wird, dass Trump, falls er die Wahl gewinnt, eine Diktatur einführt, könnte es daran liegen, dass Xi schon längst überall mehr als einen Finger drin hat, und das auch in Europa und Japan. Dabei wäre das für die Amis sogar das kleinere Übel, weil sie sich damit die Blamage ersparen könnten. Die Alternative wäre nämlich der Ausnahmezustand und der braucht gewichtige Gründe oder Vorwände.
    Der aktuelle Börsenhype ist daher vermutlich mehr Verteilungkampf als das Resultat guter Unternehmenskennzahlen.

    1. Butzen zu kaufen, wo US-Geheimdienste oder das FBI drin hängen, das hat sich bislang nur Elon Musk getraut. Clandestine Übernahmen von Konzernen, die Bedeutung haben für die „nationale Sicherheit“, das klingt für mich nach Agentenroman und ich würde gerne ein paar Positivbeispiele aus der Vergangenheit sehen, bevor ich an so etwas glaube.

      Ich halte es für riskant, die Amis übertölpeln zu wollen. Dort, wo sie ihre Firewall runter fahren, wie im Falle von Monsanto, tun sie das, um sich von Giftmüll zu trennen und danach die Firma, die die Übernahme durchgeführt hat, in Grund und Boden zu klagen. Die Amis machen Fehler, aber das sind solche der Selbstgefälligkeit und der Hybris, Fehler die von der Obrigkeit begangen werden, nicht solche, wie sie Deutsche oder Japaner begehen, wenn sie glauben schlauer als Herrchen zu sein.

      1. Nvidianer
        O.K., dann könnte man zum einen ersatzweise fragen, was Xi mit seinem Reichtum sonst kauft, und zum anderen, ob man es sich leisten kann, darauf zu warten bis ein Exemple statuiert ist.
        Monsanto ist m. E. nur insofern vergleichbar, als dass es dort genau andersherum gelaufen ist. Dabei hat man ein paar Größenwahnsinnige gezielt in die Falle gelockt und das nicht zu unrecht.
        Für das was ich oben beschrieben habe, könnte man Mercedes-Benz als Beispiel nennen, wobei nun zwei chinesische Investoren mit je knapp 10% drinhängen und Kuweit mit über 5%. Es muss daher nicht so laufen, dass eine chinesische Beteiligung sofort ins Chaos führt, soll es ja auch nicht. Im Gegenteil, man wird Schritt für Schritt chinesische Interessen durchdrücken, um sich immer nur so viele Feinde zu machen, wie man auch besiegen kann. Die Chinesen müssen lediglich vermeiden, dabei die gleichen Fehler wie die Amis zu begehen, und das tun sie auch.

  5. Die Industrie schwächelt auch anderswo, das ist kein rein deutsches Problem. Anderswo hat man aber einen boomenden Dienstleistungssektor. Wobei gerade unsicher ist ob das in der USA so bleibt oder ob das endet.

    Wir haben zwar in Deutschland auch einen Dienstleistungssektor, aber Politik und Medien starren nur auf die Industrie. Und staatliche Subventionen gehen in Richtung Industrie und man ignoriert die Mängel im Dienstleistungsbereich. So gibt es bsw nur 1 einziges großes Software-Unrernehmen in Deutschland -SAP.

    1. Die Mär der Dienstleistungsgesellschaft.
      Wertschöpfung hatte Deutschland den Erfolg gebracht.

      Ein völlig anderes Problem schwelgt im Hintergrund , eine desaströse Demographie und Abwanderung.

  6. IchVersucheSachlichZuBleiben

    Ich arbeite in einem Unternehmen, das weltweit Projekte betreut und merke, dass Investitionen in Deutschland heruntergefahren werden. Während einige sehr große Unternehmen aus Deutschland Projekte in Deutschland mit einem Volumen von bis zu 50 Mio EUR initiieren, werden von denselben Unternhmen teilweise Projekte in Mrd EUR in anderen EU-Ländern losgetreten. Das stärkt die dortige Wirtschaft, bringt aber hier nichts. Und wenn man die Verantwortlichen fragt, was die Gründe sind, kommen immer die gleichen Antworten: zu viel Bürokratie, zu viel ESG, zu teure Energie, hohe Personalkosten.

    Umwelt und Klima sind wichtig, das stelle ich nicht in Frage und natürlich sind saubere Luft und Weltmeere ein erstrebenswertes Ziel. Und ich stimme auch zu, dass man dafür was unternehmen muss und die ein oder andere Sache ändern muss.

    ABER: Energie verknappen und echte Leistung bestrafen sind nicht der richtige Weg.

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