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Märkte

Saudi-Energieminister: 9 Monate Verlängerung, selbe Menge wie bisher – Ölpreis fällt

Heute ist der große OPEC-Tag, und all die anwesenden OPEC-Delegierten überfluten gestern und heute die Märkte mit ihren Aussagen. Eine aktuelle und wirklich wichtige Aussage dürfte entscheidend sein…

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FMW-Redaktion

Heute ist der große OPEC-Tag, und all die anwesenden OPEC-Delegierten überfluten gestern und heute die Märkte mit ihren Aussagen. Eine aktuelle und wirklich wichtige Aussage dürfte entscheidend sein. Der saudische Energieminister Al-Falih sagte, dass die Fördermengenkürzungen mit den selben Mengen wie bisher um 9 Monate verlängert würden.

Also alles wie bisher erwartet? Das ist in den zuletzt gestiegenen Ölpreisen schon berücksichtigt. Da macht sich ganz aktuell ein wenig Enttäuschung breit. Ein Zusatz-Stimulus fehlt wie eine Laufzeit von mehr als 9 Monaten oder die Ausweitung der Kürzungsmenge. Aber noch gibt es ja keine offizielle Verkündung der OPEC. Aber es läuft wohl darauf hinaus, was Al-Falih gesagt hat, denn letztlich ist er der inoffizielle Kopf der OPEC, weil die Saudis der bedeutendste Player des Kartells sind.

Der Ölpreis fiel vorhin daher um satte 1,70 Dollar auf 50,15 Dollar (WTI-Öl). Jetzt liegen wir bei 50,93 Dollar. Noch ist die finale Entscheidung nicht bekannt gegeben worden. Es kann noch stundenlang so weitergehen mit Aussagen, die Kurse beeinflussen, bis wir endlich alle wissen, woran wir sind!

Der saudische Energieminister Khalid A. Al-Falih. Foto: WEF / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

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Devisen

Aktuell: Britisches Pfund steigt sprunghaft nach Juncker-Aussagen

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Aktuell springt das britische Pfund in einer steilen Bewegung nach oben. Gegen den USD steigt das Pfund in den letzten 25 Minuten um 60 Pips auf 1,2547 (Chart seit Montag). Euro vs Pfund fällt um 30 Pips. Auslöser für die Euphorie sind aktuelle Aussagen von Noch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gegenüber Sky News. Schon der Titel des Artikels euphorisiert den Devisenmarkt, und zeigt die Kernaussage von Juncker, nämlich „We can have a deal‘ and ‚Brexit will happen“. Also, Juncker will alles versuchen um einen Brexit mit Deal zu vereinbaren. Ein Brexit ohne Deal wäre eine Katastrophe, und er werde alles dafür tun einen Deal hinzubekommen, so seine Worte. Also, hat der Grantler Boris Johnson mit seiner Strategie (volle Kraft voraus ohne Plan) doch noch Erfolg, und die EU bewegt sich auf ihn zu, statt umgekehrt? Das Pfund freut sich jedenfalls über diese warmen Worte.

Pfund vs USD seit Montag

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Finanznews

Grabesruhe hier, Turbulenzen dort! Marktgeflüster (Video)

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Jerome Powell hat gestern nach der „hawkishen Zinssenkung“ die Märkte gerettet mit der eigentlich selbstverständlichen Aussage, dass man – wenn nötig – wieder QE betreiben könnte. Das gibt den Aktienmärkte heute eine Art Sicherheits-Gefühl, der Leitindex S&P wieder an der neuralgischen Marke von 3020 Punkten: unter dünnen Umsätzen bewegen sich die Kurse langsam aber stetig nach oben (das erinnert an das Jahr 2017). Aber am US-Geldmarkt nach wie vor Turbulenzen – und das obwohl die New York-Fed heute das dritte Mal nacheinander Liquidität zur Verfügung stellte, die Nachfrage war jedoch größer als das Angebot (sodass die Zinsen deutlich über den sonst üblichen Niveaus liegen). Sind diese Turbulenzen harmlos, wie gestern Powell suggerierte?

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Märkte

Ölpreis nach 24 Stunden ohne Bewegung – ein Lebenszeichen

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Der Ölpreis lag 24 Stunden im Koma. Aber wie. Fest angenagelt notierte der WTI-Ölpreis bei 58 Dollar oder knapp darüber. Nur wenige Cents Schwankungen. Wann hat es so eine enge Spanne das letzte mal gegeben? Das zeigte, dass sich von gestern bis heute der Markt exakt die Waage hielt bei der Frage, ob der Huthi-Iran-Raketen-Spuk nun vorbei ist, oder ob die Saudis dem Markt etwas vormachen und nur so tun, als bekäme man die Öl-Anlagen in kürzester Zeit wieder normal an den Start.

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Ölplattform Beispielfoto - Ölpreis vor unklarer Lage
Foto: pixabay / catmoz

Ölpreis gibt Lebenszeichen

Aber heute Mittag, da ist der WTI-Ölpreis relativ schnell um 1,50 Dollar auf 59,50 Dollar angestiegen. Grund dafür sind offenbar Ängste, dass nach den Attacken auf die saudischen Öl-Anlagen am letzten Wochenende globale Reserven begrenzt sind um mögliche weitere Lücken aufzufangen – für den Fall, dass Iran, Huthis oder wer auch immer weitere Anlagen im Nahen Osten beschießen sollte. Kuwait zum Beispiel hat heute offenbar seine Schutzmaßnahmen für die eigenen Ölanlagen ausgeweitet. Immerhin, man liegt verdammt nahe am Iran, beziehungsweise an möglichem iranischen Raketenbeschuss (wenn der Iran denn wirklich der Aggressor hinter den Angriffen war).

Der saudische Energieminister hatte zusammen mit dem Aramco-Chef am Dienstag im Rahmen einer PK schöne Welt gemacht, gute Laune verbreitet. Exportausfälle gebe es überhaupt nicht, weil man kurzfristig Kunden aus Reserven bediene. Die Öl-Anlagen seien Ende September wieder repariert usw. Aber so ganz scheint der Markt der Blitz-Reparatur nicht glauben zu wollen. Zwar beteuern die Saudis aktuell alle Anlagen schützen zu können. Aber will man das wirklich glauben nach den massiven Angriffen letztes Wochenende?

Merkwürdige Unruhe im Markt

Unsere Meinung: Eine gruselige Unruhe liegt über dem Markt. Denn niemand weiß, wie es weitergeht. Gibt es weitere Attacken? Und von wem? Wie will man bei solchen Luftangriffen seine Anlagen überhaupt schützen? Entspannend auf den Ölmarkt wirkt derzeit die Nachrichtenlage in Sachen „Möglicher Krieg gegen den Iran“. Denn Donald Trump hat bisher nur konkret davon gesprochen, dass man die Sanktionen gegen den Iran erneut verschärfe (wie oft denn noch?). Und die Golfstaaten wollen offenbar die Schiffskontrollen intensivieren und mehr Präsenz zeigen. Tja, nach Krieg oder Gegenschlag klingt das nicht. US-Außenminister Pompeo, UAE und Saudis sind sich (ohhh Wunder) aktuell einig, dass der Iran schuld sei an den Angriffen. Man hängt derzeit als Beobachter in der Schwebe. Mehr Schiffskontrollen und Sanktionen klingen nicht nach Krieg. Oder ist die aktuelle mediale Zurückhaltung von Trump und MBS (Saudi-Kronprinz) nur die Ruhe vor dem Sturm, einem plötzlichen Militärschlag gegen den Iran?

Negativzinsen Inflation Quirion

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Und während dieser Artikel gerade fertig gestellt wird, kommt der WTI-Ölpreis zurück auf 58,54 Dollar, also nur noch 54 Cents über seinem vorigen Seitwärtstrend. Der folgende Chart zeigt den Verlauf im Ölpreis seit Mitte letzter Woche. Man sieht, dass immer noch ein Abstand von kanpp 4 Dollar vorhanden ist gegenüber dem Zustand des Marktes vor den Angriffen auf die Saudis. Eine große Unruhe und Unsicherheit bleibt im Markt. Frage: Gibt es eine militärische Reaktion, jetzt wo man sich offenkundig einig ist, dass der Iran dahinter stecken soll? Und kommen neue Angriffe in Richtung der Saudis, oder vielleicht VAE oder Kuwait?

Ölpreis WTI seit Mitte letzter Woche

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