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Devisen

Schweizer Franken: Bleibt der Aufwärtsrend zum Euro intakt?

Agata Janik

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Der Kurs von Euro zum Schweizer Franken konnte auch in der gestrigen Handelssitzung seine neue Aufwärtsbewegung weiter ausbauen. Zuerst, am frühen Morgen, haben die Short-Trader noch einmal versucht, die Unterstützung bei 1,0550 zu attackieren, aber der Euro vs Schweizer Franken hat Stärke gezeigt. Die Bullen haben viele Long-Orders platziert und der Kurs hat einen frischen Aufwärtstrend ausgebildet. Der erste Widerstand bei 1,0575 hat den Cross zu einem kleinen Stopp gezwungen, da die kurzfristig orientierten Händler ihre Positionen glattgestellt haben. Danach wurde wieder der Schweizer Franken mehr nachgefragt, doch schon im Bereich von 1,0551 war die Korrektur beim EUR/CHF zu Ende. Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, konnte der Euro erneut gegen den Schweizer Franken an Kraft gewinnen und der Cross kletterte sogar über den signifikanten Widerstand bei 1,0600.

Im Hoch notierte gestern der Euro vs Schweizer Franken bei 1,0607. Diese Marke war nur kurzfristig am Bildschirm zu sehen und der Kurs ist anschließend wieder leicht gefallen. Es war dennoch jedem klar, aktuell ist die Long-Richtung angesagt. Der Break-Out über die wichtige psychologische 1,0600 „big figure“ lässt vermuten, dass sich jetzt bei EUR/CHF ein neuer längerfristiger Aufwärtstrend entwickeln könnte. Ob es dazu tatsächlich kommen wird, werden wir vermutlich noch diese Woche erfahren.

Die schrittweisen Lockerungen in der Eurozone nach dem harten Lockdown, haben eine positive Wirkung auf den Euro gehabt. Obwohl viele Händler in letzter Zeit den Schweizer Franken favorisiert haben, konnte sich der Euro sehr gut erholen. Der alte Börsenspruch „Totgesagte leben länger“ wurde wieder bestätigt.
Nicht nur im Euroraum, sondern auch in der Schweiz warnen die Experten vor der zweiten Corona-Welle, die das Alpenland im Sommer erreichen könnte. Die Schweiz hat aber insgesamt das Coronavirus bis jetzt sehr gut in den Griff bekommen. Während im März die Reproduktionszahl bei 2,8 lag, ist sie aktuell bis auf 0,3 gesunken. Diese positiven Werte tragen dazu bei, dass die Schweiz mit der Reaktivierung der Wirtschaft und der Rückkehr zur Normalität weiter voranschreiten will. Wenn der Plan der Schweizer Experten aufgeht, wird der Schweizer Franken mit Sicherheit wieder gegen viele Währungen an Stärke gewinnen.

So kann sich der Kurs von Euro vs Schweizer Franken heute entwickeln

Aktuell, am Donnerstagvormittag, notiert der Euro vs Schweizer Franken bei ca. 1,0580. Heute Morgen haben die Bullen schon einem versucht, die 1,0600 Marke zu erreichen. Der erste Angriff ist aber gescheitert und der Kurs befindet sich seitdem in einer leichten Korrektur. So wie es aktuell aussieht, wird es der Euro nicht ganz einfach haben, das letzte Hoch bei 1,0607 wieder zu erobern. Wenn die 1,0600 „big figure“ in den nächsten Stunden halten wird, werden die Bullen ihre Long-Positionen langsam schließen, was eine größere Korrektur auf der Unterseite auslösen kann. Das würde den neuen Aufwärtstrend gefährden. Wer also beim EUR/CHF die Long-Seite favorisiert, wäre gut beraten, die aktuelle Abwärtsbewegung zuerst abzuwarten, da man sonst das Risiko eingeht, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Die Unterstützung bei 1,0550 wird heute beim EUR/CHF von großer Bedeutung sein. Auf diesem Niveau wird sich vermutlich der weitere Kursverlauf entscheiden. Wenn diese Marke hält, werden die Bullen neue Long-Positionen eröffnen und den Cross wieder nach oben treiben. Wenn dieser Bereich aber fällt, wird sich das charttechnische Bild verändern und die Bären werden wieder aktiv werden. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0583.

Der Euro war zuletzt gegenüber dem Schweizer Franken unter Druck

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Der Schweizer Franken tendiert derzeit zum Euro aufwärts

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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