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Setzt sich die Jahresendrallye fort? S&P 500: Kuriose Zins-Wetten treiben die Aktienmärkte weiter an

S&P 500: Kuriose Zins-Wetten treiben die Aktienmärkte weiter an
Aktienmärkte - S&P 500. Foto: Rawpixel.com - Freepik.com

Die Aktienmärkte haben bisher ein überragendes Börsenjahr hinter sich. Zuletzt beflügelte die Aussicht auf sinkende Zinsen die Aktienkurse. Der US-Leitindex S&P 500 liegt derzeit mit 19,7 % im Plus, rund 9 % legte er davon im November zu. Der Tech-Index Nasdaq 100 hat es indessen auf einen Zuwachs von 44 % gebracht. Doch der Jahresendrallye ist zuletzt etwas die Puste ausgegangen. Das liegt vor allem daran, dass die Händler von den Tech-Giganten in Mid- und Small-Caps umschichten.

Zyklische Werte, zu denen beispielsweise Banken, Versicherer, Energie und Rohstoffe gehören, können zulegen, während die Big Tech-Unternehmen konsolidieren. Diese Entwicklung ist auf die Hoffnung sinkender Zinsen, der abkühlenden Inflation und der Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft zurückzuführen. Die Anleger preisen demzufolge einen Zinsschwenk der Fed ein, bei gleichzeitiger weicher Landung der Wirtschaft.

Aktienmärkte: Wetten auf Zinssenkungen

Eine erste Zinssenkung wird bereits im März erwartet, insgesamt sollen die Zinsen dann im Laufe des Jahres um 125 Basispunkte sinken – im Euroraum sogar um 150 Basispunkte. Es mehren sich jedoch die Warnungen einiger Wall Street-Größen, dass diese Hoffnungen übertrieben sein könnte. Aus Sorge vor einer Abkühlung der US-Wirtschaft bzw. einer milden Rezession in 2024 haben die Analysten die Gewinnerwartungen für S&P 500-Unternehmen für das vierte Quartal deutlich gesenkt.

Die Kurse an den Aktienmärkten steigen trotzdem immer weiter, was die bereits sportlichen Bewertungen noch erhöht. Bislang ignoriert der Markt bei all der Zinseuphorie, die Gründe für den Rückgang der Inflation und dem wahrscheinlichen Ende des Zinszyklus. Stattdessen erwartet man ein Goldilocks-Szenario: fallende Zinsen sowie ein Soft Landing der Wirtschaft.

S&P 500 erreicht wichtigen Widerstand

Aus charttechnischer Perspektive notiert der S&P 500 an einer viel beachteten Marke bei 4.600 Punkten. Sollte der Leitindex nicht bald nachhaltig über der den Widerstand ausbrechen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Rücksetzers. Die extrem bullische Stimmung und die seit Tagen überkaufte Lage im S&P 500 sind erste Warnsignale. Allerdings gibt es so gut wie keine Anzeichen für eine größere Korrektur, wir sehen lediglich eine Konsolidierung auf hohen Niveau. Es bedarf einer impulsiven Abwärtsbewegung und einer Topbildung, damit sich für die Bären eine Chance bietet. Ein Rutsch des S&P 500 Futures Index unter das lokale Tief bei 4.544 Punkten würde helfen. Darüber bleibt das Chartbild weiterhin bullish.

Aktienmärkte: Wetten auf fallende Fed-Zinsen treiben den S&P 500 weiter an

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