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Trump – US-Demokraten als Wahlkampfhelfer

Bei den US-Demokraten gibt es eine Reihe von Kandidaten gegen Trump – und alle wollen riesige Staatsausgaben..

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Der US-Wahlkampf 2020 hat begonnen, bei den Demokraten gibt es eine Reihe von Kandidaten gegen Trump für das Präsidentenamt – von Jung bis Alt. Mit unterschiedlichen Programmen, aber in summa mit riesigen Staatsausgaben. Die Auferstehung einiger sozialistischer Gedanken (und das im kapitalistischen Amerika!) sind eigentlich eine Wahlkampfhilfe für den jetzigen Amtsinhaber.

 

Das Ausgabenprogramm der Demokraten

Barack Obama und Donald Trump haben in punkto Schuldenaufnahme schon einiges vorgelegt. Ersterer fast schon erzwungenermaßen, musste er in seiner Amtszeit doch eine systemrelevante Finanz- und Bankenkrise stemmen. Sein Nachfolger hingegen versuchte bisher (vergeblich) das Wachstum der USA mittels Steuerreform und wirtschaftspolitischen Alleingängen auf lang nicht mehr gesehene Raten zu hieven. Und seine Herausforderer?

Bernie Sanders

Der bereits 78-jährige Präsidentschaftskandidat aus dem Staate Vermont ist zwar kein Mitglied der demokratischen Partei mehr, aber insgeheim sieht er sich als demokratischer Sozialist. Sein großes Ziel ist die Verabschiedung von fossilen Brennstoffen bis 2050 und damit steht er konträr zur Klimapolitik Donald Trumps, der diese Energien sogar noch forciert. Sein „Green New Deal“ mit der Errichtung von Windrädern und dem Bau von Solaranlagen liegt aber bei „bescheidenen“ 26 Billionen Dollar.

Joe Biden

Der nur knapp ein Jahr jüngere Joe Biden war schon acht Jahre Vizepräsident unter Barrack Obama und liegt derzeit als Kandidat der Demokraten vorne.

Sein Spezialgebiet ist die Gesundheitsreform, für die er schon jahrelang unter dem letzten Präsidenten gekämpft hatte.

Elisabeth Warren

Die Juristin aus Massachusetts will mehr Gerechtigkeit und schlägt zur Finanzierung eine Reichensteuer ab 50 Millionen Dollar Vermögen vor, in Höhe von zwei Prozent und ab einer Milliarde von drei Prozent. Finanziert werden soll dadurch ein Teilerlass der Studentenkredite, die derzeit schon 1,5 Milliarden Dollar betragen und kostenlose Kitas, die aus öffentlichen Geldern gemanagt werden sollen. Ihr gesamtes Wahlprogramm könnte 70 Billionen Dollar verschlingen.

Alexandria Ocasio-Cortez

Die Gesundheitskosten in den USA laufen aus dem Ruder und Aufwendungen für Behandlungen steigen weiter an. Nach einer radikalen Idee der jungen Kandidatin (29 Jahre) soll der Staat sogar in die Produktion der Pharmaindustrie einsteigen. Dazu Programme für die Sanierung der Infrastruktur des Landes und ein Jobprogramm für alle Amerikaner mit einem Mindestlohn von 15 Dollar pro Stunde. Alles in allem ein Vorschlag mit gigantischen Kosten von 93 Billionen Dollar, wie die konservative Washingtoner Denkfabrik American Action Forum kalkuliert hat.

Andrew Yang

Eine in Europa schon heftig diskutierte Idee stammt vom Unternehmer Andrew Yang – die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. 1000 Dollar im Monat und das ohne Gegenleistung. Als Schutz der Menschen in der Zukunft vor Armut, wenn die Roboter viele Arbeiten übernehmen.

Finanziert werden soll es durch die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley, also Unternehmen wie Google, Apple, Facebook und Amazon. Der Vorschlag des bedingungsloses Grundeinkommens findet vor allem bei Amerikas Millennials Anhänger.

 

Fazit – US-Demokraten helfen Trump

Auch wenn viele der Vorschläge der Demokraten durchaus sinnvolle Ansätze beinhalten, in einem Land, in dem sich eine Riesenschere innerhalb der Bevölkerung gebildet hat. Der Haken ist nur: Das sind schon ganz schöne Summen, mit denen die demokratischen Kandidaten auf Stimmenfang aus sind. Man verspricht unter anderem kostenlose Universitäten und Kindertagesstätten sowie das bedingungslose Grundeinkommen. Addiert man die Summen, wie es die Budgetbehörde des Kongresses gemacht hat, so kommt man auf dreistellige Billionen-Dollar-Summen. Die Folgen wären eine Explosion der Staatsausgaben, die bereits unter Donald Trump schon massiv gestiegen sind.

Ausgabenprogramme in derartigen Dimensionen am Ende eines langen Konjunkturzyklus, mit rasant gestiegenen Schulden, lassen viele Amerikaner am wirtschaftlichen Sachverstand der Demokraten zweifeln.

Das ausgerechnet bei einem Präsidenten, der selbst für einen riesigen Schuldenanstieg gesorgt hat und jetzt dennoch vom sozialistischen Programm seiner Herausforderer profitieren könnte.

 

Die Programme der US-Demokraten sind eher Wahlkampfhilfe für Trump

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Aktienmärkte: Technische Gegenreaktion verpufft – wie geht es weiter?

Das Coronavirus ist bereits in unserer Nähe und damit ein Hauptthema nicht nur für die Aktienmärkte, sondern auch für die Medien

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Erst gestern habe ich von der großen Bedeutung des 200-Tagesdurchschnitts für die Aktienmärkte und ihre Investoren gesprochen. Und tatsächlich haben fast alle Indizes diesen wichtigen und sehr beachteten Durchschnitt getestet, der DAX hatte ihn sogar deutlich unterschritten. Aber diese Auffangzone hatte vorerst gehalten, die Kurse waren von ihm abgeprallt. Der 200-Tage-Durchschnitt ist immer noch ein sehr beachteter Indikator, trotz Dutzender anderer Messgrößen. Wenn er signifikant unterschritten wird bei einem Index, droht in den meisten Fällen Ungemach. Man betrachte sich nur einen 10-Jahreschart beim Dax. Doch im Verlaufe des Tages ging es wieder nach unten, der Verkaufsdruck war überall zu verspüren. Es ist eine spanende Situation entstanden, viele große Aktien befinden sich bereits im Korrekturmodus.

Die Situation in China

Die Verwirrung ebbt nicht ab. Da meldet Volkswagen eine weitgehende Wiederaufnahme der chinesischen Produktion, Apple die Öffnung der Hälfte seiner Stores – und auf der anderen Seite berichtet Jörg Wuttke, Chef der EU-Handelskammer in China und seit 30 Jahren in diesem Land lebend, in einem Interview mit dem Handelsblatt von menschenleeren Straßen. Aber er befindet sich schon eine geraume Zeit in Deutschland und seit ein paar Tagen hat der Verkehr in China wieder zugenommen, wie Überwachungsbilder zeigen. Fängt China tatsächlich an, die Produktion substanziell wieder hochzufahren? Der Wirtschaftsfunktionär berichtete in die Zusammenhang von einer Besonderheit, die den Kampf gegen Covid-19 in seiner ganzen Absurdität verdeutlicht: Wenn er als Deutscher nach China einreist, wird er gleich zwei Wochen vorsorglich in Quarantäne genommen. Reist ein Chinese nach Deutschland mir dem Flugzeug, so hat dies keine Konsequenzen, falls er nicht Symptome einer Grippe aufweist – obwohl China eigentlich der Herd des Ganzen ist, mit vermutlich Tausenden weiterer unerkannter aber dennoch potenzieller Überträger.

Was die Entwicklung der „offiziellen“ Infektionen aus China anbelangt, so gibt es derzeit ein sehr ambivalentes Zahlenwerk.

Die Zahl der Infizierten ist zwar auf 82.184 Infizierte weltweit weiter gestiegen, aber noch deutlich steigt die Zahl derer, die als gesund eingestuft werden – aktuell (am Donnerstagmorgen) auf 32.901 Menschen. Wenn man den chinesischen Zahlen Glauben schenken würde, bedeutete dies, dass in China der Höhepunkt der Infektionskrise überstanden ist. Die Zahl der aktuell an Covid-19 Erkrankten wäre auf unter 50.000 gesunken, vor gut einer Woche lag dieser Wert noch bei über 60.000 und er ist täglich zurückgegangen.

Aktienmärke: Das Coronavirus auf dem Vormarsch

Anders die Situation weltweit. Südkorea und vor allem Italien haben die Wirtschaftswelt und vor allem die Aktienmärkte aufgerüttelt. Bereits in 48 Ländern sind Fälle von Covid-19 aufgetreten, die Frage nach einer Pandemie, also einer weltweiten Verbreitung, hat sich damit erledigt. Vor allem die stark wachsende Zahl der Erkrankungen in Südkorea (1595 Fälle, plus 334 zum Vortag) und in Italien mit 470 Infizierungen schockieren. Mit Argusaugen blickt man – auch an der Wall Street – nach Deutschland. Wird das Coronavirus mit Macht nach Norden springen und sich in der größten Volkswirtschaft Europas ausbreiten?

Der ökonomische Schaden wird von Tag zu Tag größer. Italien ist sicherlich bereits wieder in einer Rezession, für Deutschland erwartet man in Q1 bestenfalls nur noch ein stagnierendes Wachstum. Große Messen werden weltweit abgesagt, Hunderte Sportveranstaltungen verlegt, sogar das Multi-Milliarden-Projekt Olympische Sommerspiele in Japan ist akut gefährdet.

Die Notenbanken können zwar die Märkte mit zig Milliarden Dollar weiter fluten, Staaten mit Stimuli jedweder Art reagieren (auch Trump), aber das Börsengift Unsicherheit lässt sich damit nicht aus der Welt schaffen. Dabei achten Ökonomen und Millionen Anleger auf jede neue Meldung, auf jeden Einzelfall einer neuen Infektion und daraus entsteht aber eine weitere Problematik.

Das psychologische Element und die Aktienmärkte

Das Coronavirus ist bereits in unserer Nähe und damit ein Hauptthema nicht nur für die Aktienmärkte, sondern auch für die Medien. Es hagelt Sondersendungen über die weltweite Ausbreitung des Virus, über Prophylaxemaßnahmen, über Pressekonferenzen aus den betroffenen Regionen, kurzum es gibt eine mediale Dauerberieselung, die bestimmte Effekte in unserem Gehirn auslöst. Verfügbarkeitsheuristik nennt es der Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahnemann, mit der unweigerlichen Folge, dass dem Ereignis eine elementare überdimensionale Bedeutung zugemessen wird.

Für Börsianer bedeutet dies in der Regel Zurückhaltung, was ja nicht das Schlechteste ist, aber in vielen Fällen auch Panik. Das Entstehen von Angst. Wie nach Flugzeugabstürzen, nach denen man sich nicht mehr traut in ein Flugzeug einzusteigen oder nach Terroranschlägen, nach denen man sich nicht mehr auf einen Weihnachtsmarkt wagt. Es liegt natürlich ein großes Maß an Unsicherheit (und Volatilität) in der Luft, denn keiner kann die Folgen vorhersehen, sollten Infektionsfälle in Großstädten wie München oder Berlin auftreten, mit Quarantänefolgen ganz anderer Dimension. Aber in der Folge einer ständigen Beschäftigung mit dem Thema wird das limbische System der Börsianer in Wallung gebracht – und der Finger sehr leicht auf den Verkaufs-Button.

Fazit

Erlebten wir gerade einen „Dead Cat Bounce“?

„Even a dead cat will bounce if it is dropped from high enough!” – ist die englische Umschreibung an der Börse für eine technische Gegenbewegung der Aktienmärkte, die aber nichts daran ändert, dass sich ein Abwärtstrend gebildet hat. Schon am heutigen Tag könnten wir Aufschluss darüber bekommen, ob die Aktienmärkte insgesamt in den Korrekturmodus eintauchen und die 200-Tagesdurchschnittslinien substanziell unterschritten werden. Dann könnten sich die Verkaufsschleusen noch einmal öffnen. Erste Indikationen deuten darauf hin.

Gestern beim Dax: 340 Punkte abwärts, dann 470 Punkte aufwärts und dann wieder 300 Punkte zurück, bis zum abendlichen Tagesschluss. Der Dax hat am Mittwoch den fünften Tag in Folge mit einem Minus geschlossen, die längste Serie seit Juli 2019. Die Nervosität ist überaus deutlich spürbar, die monatelang eingeschlafene Volatilität „is back“! Ein Vorgeschmack auf das Jahr 2020, welches am 3. November einen weiteren Unsicherheitsfaktor bereithält. Für viele Amerikaner und die Wall Street ist Bernie Sanders eine größere Bedrohung der Akrtienmärkte, als es das Coronavirus darstellt.

Die Aktienmärkte in schwierigem Fahrwasser

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Aktienmärkte: Das größte Risiko! Videoausblick

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Was ist kurzfristig das größte Risiko für die Aktienmärkte? Das, was heute Nacht an den asiatischen Aktienmärkten und den US-Futures mit größeren Verlusten bereits ansatzweise eingepreist ist: nämlich das Überschwappen des Coronavirus in die USA. Heute Nacht meldeten die US-Behörden einen Infizierten mit unbekannter Ursache, und sollte die Epidemie in den USA weiter um sich greifen, hat die Wall Street noch einiges vor sich! Trumps Versuche mit seiner Pressekonferenz die Gemüter zu beruhigen schlugen ins Gegenteil um – Medien sprechen von einem „nothingburger“. Inzwischen gehen auch die „Dickfische“ wie Citigroup und Goldman Sachs von einer Fortsetzung des Abverkaufs aus. Noch fehlt die panische Kapitulation vor allem der US-Privatinvestoren, die zuverlässig einen Boden signalisiert..

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Finanznews

Aktienmärkte: Rally – ein Mißverständnis? Marktgeflüster (Video)

Ein zentraler Treiber der heutigen Rally der Aktienmärkte ist ein Mißverständnis: dass Deutschland wegen des Coronavirus fiskalischen Stimulus betreiben würde

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Die Aktienmärkte waren an den letzten beiden Handelstagen stark unter Druck – die Marktbreite des Abverkaufs war so groß wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Heute dann die Rally als technische Gegenreaktion, nachdem Aktienmärkt wie der Dax keritische Trendlinien erreicht hatten im vormittäglichen Abverkauf. Aber ein zentraler Treiber der heutigen Rally ist ein Mißverständnis: dass Deutschland wegen des Coronavirus fiskalischen Stimulus betreiben würde (die Pläne sind schon lange angekündigt gewesen für überschuldete deutsche Kommunen). Nun sagt auch der deutsche Geunsheitsminister Spahn: wir stehen am Beginn einer Epidemie in Deutschland. Können die Aktienmärkte die heutig Rally halten?

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