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Twitter und Trump: schwere Zeiten für Tech-Konzerne voraus!

Tech-Firmen wie Twitter und Facebook sind zugleich Judikative, Legislative und Exekutive – und damit anti-demokratisch. Die Sperrung von Trump durch Twitter wird Folgen haben!

Markus Fugmann

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Bekanntlich haben Twitter, Facebook und andere Social Media-Plattformen die Accounts von Noch-US-Präsident Trump gesperrt. Eben jene Medien also, die die Wirkung von Trump so immens vergrößert haben, indem der US-Präsidenten so ungefiltert seine Sicht der Dinge direkt an die  Öffentlichkeit kommunizieren konnte. Dazu kommt: viele Kommentare auf Twitter von Trump haben die Finanzmärkte extrem stark bewegt – das ist nun vorbei.

Twitter sperrt Trump – und was daraus für die großen Tech-Konzerne folgt

Es ist schon erstaunlich: da wird der amtierende US-Präsident der größten Macht der Erde, den USA, einfach „abgeknipst“. Und das ohne jegliche Kontrolle durch die Öffentlichkeit. Tech-Firmen wie Twitter und Facebook sind damit Judikative, Legislative und Exekutive in einem – und das ist letztlich nicht vereinbar mit demokratischen Prinzipien. Das sagt, aus unserer Sicht völlig zurecht, Christian Rieck. Denn das ist letztlich Demokratie-feindlich, eine Gefährdung der Demokratie – unabhängig davon, wie groß die Vergehen von Trump auch sein mögen!

Was aber bedeutet das für die Tech-Konzerne, die laut Rieck „links reden“, aber nicht links handeln (Thema Steuern!)? Auch die neue US-Administration wird das als Warnsignal erkennen – und gegen die Tech-Konzerne vorgehen, weil man die Gefahr erkannt hat!

Nun sagen viele: aber die Tech-Konzerne sind doch eher Verbündete der US-Demokraten, daher werden sie nicht gegen diese Tech-Konzerne vorgehen – zumal schon Trump nichts gegen Twitter & Co ausrichten konnte, seine Versuche zur Abschaffung der section 230 sind allesamt kläglich gescheitert.

Aber, so sagt Rieck zurecht: gerade durch diese Nähe wird die neue US-Regierung in der Lage sein, die Macht von Twitter & Co stark zu beschneiden. Das ist ähnlich wie bei den Hartz-4-Reformen, die ja durch die Sozialdemokraten unter Schröder durchgesetzt wurde und eben nicht von der CDU (weil der Widerstand dagegen zu groß gwesen wäre, wenn die Konservativen diesen Versuch unternommen hätten!).

Sehr hellsichtige Aussagen von Christian Rieck in folgendem Video – absolut sehenswert, weil klar wird, dass die große Zeit und Macht der Tech-Konzerne bald Geschichte sein dürfte!

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Twitter sperrt Trump - es ist der Anfang vom Ende der Dominanz der großen Tech-Konzerne!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    PK

    13. Januar 2021 14:16 at 14:16

    Rieck is eh eine echte Bereicherung.
    Freuen wir uns also daran, bis er von Youtube gesperrt wurde…

  2. Avatar

    Michael

    13. Januar 2021 17:10 at 17:10

    @Markus Fugmann, sollte man bei aller berechtigten Kritik an den monopolistischen Tech-Konzernen aber nicht auch folgendes erwähnen: Mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) habe die Bundesregierung erst kürzlich die Betreiber großer Plattformen wie Twitter, Facebook und Youtube gesetzlich verpflichtet, eigenständig und ohne Aufforderung durch Gerichte oder Behörden einzugreifen, wenn sie strafbare Inhalte auf ihren Plattformen entdecken. „Dass diese Praxis auch die Meinungsfreiheit einschränken wird, wurde nicht nur von Bitkom vielfach angemahnt, seitens der Bundesregierung wurde es bewusst in Kauf genommen“, fügte Rohleder hinzu. Die Haltung der Bundesregierung sei deshalb „zutiefst widersprüchlich“.

    https://www.n-tv.de/politik/Bitkom-befremdet-Merkels-Kritik-an-Twitter-article22286665.html

  3. Avatar

    Dreamtimer

    14. Januar 2021 04:24 at 04:24

    @Michael, genau das ist es. Der Staat zensiert nicht und er will keine Verantwortung übernehmen. So er überlässt das schmutzige Geschäft auf gut neoliberale Art den privaten Plattformbetreibern. Der Witz besteht natürlich darin, dass die gar nicht beurteilen können, was ein „strafbarer Inhalt“ ist und dann mit Heuristiken arbeiten. Wäre ich für die Umsetzung verantwortlich, so würde ich auch versuchen, zum Gärtner des Mainstreams zu werden, d.h. der Macht gefällig zu sein, ohne allzu viele Nutzer zu verprellen. Das wäre mein Verständnis von einem guten Zensor. Im Falle von Trump ist das ein unlösbares Problem: er ist die zentrale Figur in einem erbitterten Machtkampf und er hat über 80 Millionen Twitter Follower. Da kann man nicht einfach mit Regeln arbeiten und der Begriff des „Mainstreams“ verliert seien Sinn.

    Twitter wirkt auf mich nicht so sehr wie eine neue, große, übergroße Macht, sondern eher wie ein übereifriger Diener der Macht, der sich Kompetenzen angeeignet hat, die ihm nicht zustehen – ein wenig wie ein Postbote, der glaubt im Dienste der Weltrevolution, die Kommunikation zwischen Politikern beeinflussen zu dürfen. Ich glaube nicht, dass Frau Merkel sich allzu sehr für Netz-Kram interessiert, aber sie ist eine erfahrene Politikerin und sie wird ein gutes Gespür dafür haben, was sich in ihren Kreisen gehört.

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Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

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Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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