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Zwei Dinge, die Sie wissen sollten! US-Aktienmärkte: Die „Call Wall“ und die Sache mit der Inflation! Marktgeflüster (Video)

Die US-Aktienmärkte heute seltsam lethargisch: der Leitindex S&P 500 wirkt seit der Handelseröffnung „wie angenagelt“ – und das dürfte an zwei Faktoren liegen: erstens die „Call Wall“ bei der runden Marke von 5000 Punkten im S&P 500, und zweitens steht morgen ein wichtiges Ereignis an: es werden die Revisionen für die Inflation in den USA im Jahr 2023 veröffentlicht (letztes Jahr hatte das starke Auswirkungen auf die Fed und die Aktienmärkte aufgrund einer heftigen Aufwärtsrevision der Inflation). Die Call Wall im S&P 500 (also ein riesiges Volumen an Optionen, die bei dieser Marke ins Geld kommen) sorgt dafür, dass die Options-Dealer in der Nähe der 5000er-Marke verkaufen. Vermutlich ist daher der Index seit gestern unterhalb dieser Marke wie festgeklebt: nach oben kann er nicht, nach unten will er nicht. Kann sich das ändern? Sicher. Aber hier ist offenkundig eine starke Mechanik am Werk..

Hinweise aus Video:

1. Inflation USA: Morgen Revision – zentral für Fed und Aktienmärkte

2. Europa kauft still und leise Öl und Gas aus Russland



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17 Kommentare

  1. Ganz ehrlich, ich bewundere diesen Mann ja sehr.
    Er scheint sehr sehr fleissig zu sein.
    Davon brauchen wir mehr in Deutschland, solche fleissigen Arbeitsbienchen die jeden Tag morgens bis Abends schaffen schaffen schaffen….. und dann brauchen wir noch andere die solche Arbeitsbienchen managen um die richtigen Schlüsse aus der produktiven Datensammlung zu ziehen.
    Das schein nicht seine Stärke zu sein…

  2. Lieber Herr Fugmann, seit Monaten hinterlassen Sie Kommentare für eine eventuelle Korrektur, die aber nie eintritt. Ich verstehe das ganze System in den USA nicht mehr, woher kommt das ganze Geld für die andauernden Nachkäufe in der letzten Zeit? Das ist doch nicht mehr normal, was da in den USA passiert.
    Man verliert als Kleinanleger das Vertrauen in die Aktienmärkte.
    Gruß
    Helmut Kaufmann

    1. Ich kann Ihnen sagen woher das ganze Geld für die Nachkäufe kommt: Die Menschen arbeiten und verdienen damit Geld und am Ende des Monats trotz all der Schulden usw. haben viele offensichtlich auch noch ein paar Euro über und können die am Aktienmarkt einsetzen. Genau das gleiche passiert auch hier, nur dass die Deutschen das Geld lieber aufs Konto packen. Das durchschnittliche Nettovermögen ist z.B. in Deutschland zwischen 2017 und 2021 um 83.600 Euro auf 316.500 Euro gestiegen. Dieses andauernde Geschwafel vom Untergang der Weltwirtschaft ist halt genau das: Geschwafel! Die Menschen haben Jobs und dadurch haben die Menschen auch Geld um zu konsumieren oder zu investieren. Alles andere ist das Wunschdenken der Goldbarrenfetischisten!
      Ganz nebenbei: Wer bei steigenden Aktienmärkten darüber redet, dass man ja das Vertrauen in die Aktienmärkte verlieren würde, der hat das Vertrauen offensichtlich schon längst verloren und ist lediglich etwas bedröppelt, weil er wegen seiner negativen Einstellungen den Anstieg verpasst hat!

  3. Hallo Herr Fugmann, ich sehe mir täglich Ihre Videos an, da ich den von Ihnen gesprochenen Klartext sehr begrüße. Gestern erfuhr ich erstmalig von David Webb und seinem Buch “The Great Taking” (es gibt auch ein ca. einstündiges YouTube Video). Die darin beschriebene Bedrohung aus der Tatsache heraus, dass in der Realität aufgrund schleichender Gesetzesänderungen in den USA und der EU Aktien und Anleihen gar kein geschütztes Sondervermögen mehr darstellen, war mir so neu. Und Florian Homm – Ihnen bestimmt bekannt – bestätigt diese Bedrohung und sagt “die meisten werden in den nächsten 2 – 3 Jahren alles verlieren”. Es wäre schön, wenn auch Sie in einem Video mal auf die Bedrohung eingingen. Gruß, J. Plessow

    1. Hallo Herr Plessow,

      ich halte das für eine der weniger wahrscheinlichen Vts. Der wahre Kern ist, dass in einer Überschuldungskrise je nach Vertragsgestaltung fremdfinanzierte Vermögenswerte den Eigentümer wechseln und diese neuen Eigentümer es dann den Besitzern, die sich oft als Eigentümer wähnen, wegnehmen können. Das haben wir auch in der Großen Finanzkrise 2008 gesehen.
      Der Buchautor erscheint mir persönlich nicht vertrauenserweckend und ich kenne bisher niemanden in der internationalen Finanzszene, der ihn persönlich kennt und ihm ein Testat gibt.

      Ich würde allen raten, dies mal als Anlaß zu nehmen, die eigenen Verhältnisse zu überprüfen, ob man überall „safe“ ist, und es dabei zunächst belassen.

    2. @Plessow

      Sie sollten nicht auf die üblichen depressiven, autodestruktiven Sehnsüchte der allseits bekannten und nur mehr bemitleideten Untergangspsychopathen hören.
      Die Realität ist eine andere. Den eigenen gesunden Menschenverstand einsetzen hilft.

  4. wie hat der ein oder andere mal gesagt:

    “ je grösser dachsxhaden desto besser der blick auf die sterne “ :))

    passt gut zu den ami börsen oder ne, eher unserer regierung.

    vg md

  5. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Renditen der Staatsanleihen sinken ja. Die richtungsweisende Zehnjährige kommt von über 5 Prozent im kurzfristigen Zeitfenster und bewegt sich jetzt bei 4,15 Prozent.

    Aber auch übergeordnet,waren um die Jahrtausendwende noch 6,5 Prozent zu erzielen, so stehen wir jetzt deutlich tiefer.

    Natürlich kein Vergleich zu den achtziger- und neunziger Jahren,wo deren Renditen noch deutlich, deutlich drüber lagen.
    Bei einer Inflation, die nicht halb so gefährlich war, wie heute.

    Das die Inflation heuer sinkt, ist eher der kreativen Buchführung der Notenbanken zu verdanken, bzw der Statistiker in den jeweiligen Ämtern.

    So bewegt sich denn der Nasdaq 100 in Richtung der 20 000 und der Dow Richtung der 42 000.

    Wer denkt das wäre viel, sollte sich mal mit der Prozentrechnung beschäftigen. Sind nämlich nur noch gute 10 Prozent.

    Sind wir in einer Blase, Herr Fugmann…? Ja, sind wir, aber wir können auch diesmal nicht sagen, wann diese platzt.

    Sie kann bei den 20 – oder gar erst bei den 30 000 im Nasdaq 100 platzen.

    Ist diese Blase mit früheren Überbewertungen vergleichbar…? Nein, ist sie nicht.

    Es wird ja oft von den Kommentatoren von der Dot Com Blase ( 2000) und der Blase am Immobilienmarkt gesprochen ( 2007).

    Nur diese Leute haben ihre Einsätze schon lange wieder raus und überboten.

    Insofern lag langfristig keine Blase vor. Diejenigen, die aber den Nasdaq später zu 20 000 kaufen werden, müssen lange warten bis er die 120 000 erreicht, um eine vergleichbare Rendite zu erzielen.

    Das ist simple Prozentrechnung. Dabei habe ich die gleitenden Durchschnitte der entsprechenden Blasenjahre addiert und dann durch die Anzahl der entsprechenden Jahre wieder geteilt.

    Oder machen wir es anders rum und nehmen ein ganz einfaches Beispiel, für die Unbedarften hier im Forum..?

    Wissen Sie denn wann der DAX seinen stärksten Anstieg hatte…? Das war in den Neunzigern. Von Mitte 95 bis Mitte 98 hatte sich der deutsche Leitindex verdreifacht.

    Von um die 2 000 auf über 6000 Punkte. Auf 6221 um genau zu sein. Nie wieder konnte er in so kurzer Zeit eine vergleichbare Rendite erzielen.

    Dann kam die LTCM Hedgefondskriese, verbunden mit der Asien- und Russlandkrise und der DAX ging erst mal kräftig runter.

    Aber selbst jetzt, über 25 Jahre später, konnte er diese Verdreifachung vom Top nicht wiederholen. Sonst müssten wir ja schon längst auf über 18 000 Punkte stehen.

    Das heißt, diejenigen ,die den Nasdaq 100 später zu den 20 000 Punkten erwerben, werden lange auf vergleichbare Renditen,wie ihre Vorgänger, warten müssen.

    Das ist ein Grundgesetz an der Börse. Umso höher ich reingehe, umso länger muss ich dann auf meinen Einsatz, der Einsatz- Verdoppelung,Vereinfachung usw warten.

    Und lassen Sie mich noch etwas anderes sagen, ich persönlich glaube nicht, das die Inflation besiegt ist. Das ist an der Lohn- Preis- Spirale abzulesen.

    Lohnsteigerungen von 12 bis 15 Prozent liegen über dem langfristigen, historischen Durchschnitt. Selbst die Kluncker- Runde war ein Waisenknabe dagegen.

    Das die Inflation offiziell sinkt, ist wie gesagt der kreativen Berechnung des Warenkorbes zu verdanken, aber nicht den realen Daten.
    Wir bräuchten Zinsen wie unter Pöhl und Schlesinger um dem zu begegnen, aber dazu ist kein Notenbanker mehr bereit.

    Und so wird diese Blase weiter und weiter gedeihen, weil jeder Notenbanker diese Blase nicht anstechen will, um keine zweite Finanzkrise zu riskieren…

    Weder bei uns, noch in Amerika oder sonstwo..

  6. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Für mich ist der S& P 500 ist kein Leitindex. Der Leitindex für die Blue Chips ist der Dow und der für die Werte des Neuen Marktes der Nasdaq 100.

    Im sogenannten S& P 500 sind viel zu viele Underperformer, die denn Wert des Indexes nach unten ziehen.

    Früher gab es mal einen Fonds, ich weiß nicht mehr von welcher Fondsgesellschaft, der hieß US Top 50.

    Da waren dann die 50 besten US Aktien drin, das hat auch gelangt.

    500 beste Werte das schafft kein Land. So breit aufgestellt ist keine Volkswirtschaft. 50 Werte ist schon ein realistisches Ziel oder besser gesagt, eine realistische Größe.

    1. @Sebastian, wieder die alte Schallplatte? Mehrfach widerlegt Ihre Aussage..

  7. Weil hier ja immer gesagt wird, dass mit KI ja kein Geld verdient wird. OpenAI macht inzwischen 2 Mrd. Umsatz und erwartet die Umsatzzahl bis 2025 mehr als zu verdoppeln. So gar kein Geld ist das jetzt auch wieder nicht!

    1. @Goldi, aber im derzeitigen Bewertungs-Kontext, in dem Aktien von Billionen-Firmen sich bewegen wie Pennystocks (z.B. Meta), ist das geradezu lächerlich wenig!

      1. Wir reden hier ja auch nur von OpenAI und KI ist ja noch lange nicht da wo es in den nächsten Jahren hinkommen wird. Es geht bei meiner Aussage mehr darum, dass von Ihrer Seite ja öfters gesagt wurde, dass Sie sich nicht vorstellen können wie man mit der KI selbst Geld verdient bzw. wie man das monetarisieren kann. Offensichtlich kann man das und nach meiner Vorstellung wird das wie bei allen Softwareprodukten laufen: Über Lizenzen und Service. Unternehmen wie OpenAI werden an Unternehmen Lizenzen vergeben wenn sie ihre Technologie für die Entwicklung eigener AI-Produkte nutzen wollen und werden von Unternehmen Servicegebühren für die Implementierung von AI im jeweiligen Unternehmen bekommen.
        Die Software von OpenAI könnte man mit einem Betriebssystem wie Windows vergleichen und stellt die Basis für die Nutzung aller daraus entstehenden KI-Produkte dar. Wenn man also mal 40 Jahre zurückgeht und schaut was Windows für Microsoft bewirkt hat, dann ist das Potenzial (und natürlich ist das erstmal Spekulation) schon gewaltig. Bei den „Schaufeln“ würde ich hingegen nicht ausschließen, dass der Hype auf Dauer nicht in dem Maß anhalten wird und man sehen muss wie sich das entwickelt und wer mit seinen „Schaufeln“ auf Dauer die Nase vorn hat. Da gab es im Hardwarebereich in den letzten 20 Jahren ja desöfteren starke Veränderungen bei den Platzhirschen. Bei den Goldsuchern werden aber manche auch wirklich reich werden (oder manchen reich machen), man muss halt nur auf das richtige Pferd setzen.
        Und nochmal kurz zu Meta: Wie ich ja schon mal gesagt habe, ist Meta in meinen Augen inzwischen nicht mehr günstig, aber bei einem so großen Unternehmen, dass derzeit mit mehr als 10% wächst und durch AI noch deutlich höheres Potenzial haben könnte, ist ein P/E von 40 jetzt auch nicht extrem hoch. Da sind so Ausschläge wie bei Arm schon weniger nachvollziehbar

    2. Wer muss denn heutzutage noch Geld verdienen? Geld drucken ist doch viel einfacher, wenn man dafür bspw. Omas Goldzahn oder Nachbars Briefkasten verpfänden kann.

  8. @Sebastian. Man kann es nicht anders formulieren. Der Kommentar strotzt vor Dummheit.
    „Das ist ein Grundgesetz an der Börse. Umso höher ich reingehe, umso länger muss ich dann auf meinen Einsatz, der Einsatz- Verdoppelung,Vereinfachung usw warten. (Was ist eine Vereinfachung?)
    Und lassen Sie mich noch etwas anderes sagen, ich persönlich glaube nicht, das die Inflation besiegt ist. Das ist an der Lohn- Preis- Spirale abzulesen.
    Lohnsteigerungen von 12 bis 15 Prozent liegen über dem langfristigen, historischen Durchschnitt. Selbst die Kluncker- Runde war ein Waisenknabe dagegen.“
    Mehr Unsinn geht nicht. Der S&P 500 hat sich seit seiner Aufstellung im Jahr 1957 verhundertfacht.
    Was schreibst du als 53-jähriger Ostdeutscher eigentlich über die Kluncker-Runde im Jahr 1974? Damals gab es 11 Prozent Lohnzuwachs. Wo gibt es flächendeckend pro Jahr 12 bis 15 Prozent? Das sind Mehrjahresabschlüsse.
    Einfach ein Rätsel warum Markus Fugmann so einen Blender Hunderte Seiten mit wiederholten Falschbehauptungen veröffentlicht? Er entwertet damit sein eigenes Forum.

    1. @Thinkaboutit. Ich versuche das von Ihne herausgenommene Zitat von Dr. Basti mal zu verstehen.

      Er meint wenn man hoch reingeht, dann geht es länger (Bastis Grundgesetz)….Ich meine, wenn man hoch in einen laufenden Aufwärtstrend reingeht, dann kann es sehr schnell gehen, dass man seinen Einsatz wieder zurückhat. Grundgesetz Fehlanzeige!

      Mit der „Vereinfachung“ kann er nur den Einstandskurs meinen.
      -> Verdopplung = 2-facher Einstandskurs
      -> Vereinfachung = 1-facher Einstandskurs
      Auf so eine Formulierung muss man erstmal kommen!

      So kann auch aus Dummheit irgendwann Kult werden. Ziemlich genial :-)

      1. „Vereinfachung“ ist doch nur eine Vereinfachung für die Einfachen ;-)

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