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Devisen

US-Dollar vs Yen: Nach der US-Zinssenkung vor einem Rebound

Agata Janik

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am

Symbolbild für US-Dollar, Euro, Yen, Pfund

Die unerwartete Zinssenkung der US-Notenbank gestern Nachmittag hat sowohl die Entwicklung des US-Dollar als auch den anderen Währungen kurzfristig geprägt. Offiziell hat die Fed die Zinsen kräftig um 0,5 % gesenkt, um die negativen Auswirkungen des Coronavirus für die Wirtschaft einzuschränken. Ob diese Aktion das erhoffte Ziel erreichen wird, kann momentan noch niemand so genau wissen. Die weltweiten Aktienmärkte befinden sich nach wie vor im Blindflug. Es ist noch gar nicht möglich abzuschätzen, welche Konsequenzen das Coronavirus für die weltweite Wirtschaft langfristig haben wird. Die Finanzmärkte haben auf die Zinssenkung negativ reagiert.

Viele Analysten und Investoren haben die Fed-Zinssenkung klar als eine Bestätigung für eine bevorstehende Krise interpretiert. Am Devisenmarkt konnte man, wie so oft bei solchen spontanen Entscheidungen, hohe Kursschwankungen und erhöhte Volatilität beobachten, die jedoch nur von kurzer Dauer war. Anschließend haben sich die Märkte wieder beruhigt und die Kurse kehrten in die normale Handelsrange zurück. Der US-Dollar wurde kurzfristig verkauft, aber vor einer Panik kann am Forex-Markt keine Rede sein. In Wirklichkeit wusste fast jeder, dass nicht nur die FED, sondern auch die anderen Notenbanken die Zinsen demnächst senken werden. US-Dollar gegen Yen konnte gestern Nachmittag seinen langfristigen Abwärtstrend weiter fortsetzen. Der Kurs ist in den Nachmittagsstunden weiter gefallen und erreichte am Abend die Unterstützung bei 107,06

Die mögliche Entwicklung bei US-Dollar vs Yen heute

In der asiatischen Handelssitzung hat sich die gestrige Abwärtsbewegung beim US-Dollar gegen Yen nur noch leicht fortgesetzt. Das Währungspaar ist kurzfristig unter die 107,00-Marke gefallen, doch dann haben die Anschlussorders auf der Unterseite gefehlt. Es war eine klare Bestätigung, dass der Markt überverkauft ist, und dass es demnächst zu einem Rebound kommen wird. Die fernöstlichen Aktienmärkte haben heute Nacht gemischt performt. Der Nikkei 225 hat mit +0,07% geschlossen. Der US-Dollar vs Yen konnte insgesamt über 40 Pips zulegen.

Aktuell (Mittwochmorgen) befindet sich USD/JPY bei ca. 107,50. Die Indikatoren im kurzfristigen Bereich generieren frische Long-Signale, was zu einem weiteren Kursanstieg führen kann. In der europäischen Session wird es sich endgültig entscheiden, ob der US-Dollar seine Talfahrt stoppen kann. So wie es aktuell aussieht, stehen die Chancen für eine Gegenreaktion auf der Oberseite gut. Die ersten Kauforders werden schon von den Bullen am Markt platziert und es ist jetzt schon spürbar, dass sich heute eventuell gute Einstiege beim USD/JPY bieten werden.

Sollte der Major seine Erholung fortsetzen und den wichtigen Widerstand bei 107,75 brechen, kann es für den US-Dollar wirklich interessant werden. Die nächste wichtige Marke wartet dann erst bei 108,10 (23,6 Fibonacci-Retracement). Bis dahin hat USD/JPY heute Potenzial. In diesem Bereich sollte man jedoch langsam an die Gewinnmitnahme denken. Die Daytrader werden hier sehr wahrscheinlich ihre Long-Positionen schon schließen, was den Kurs erneut unter Druck bringen kann. Wer noch weiter Long bleiben möchte, sollte mit einem Trailing-Stop arbeiten.

Sollte der US-Dollar wider erwartend doch schwächer werden, kann der Kurs zuerst bis 107,00 fallen. Unter der „big figure“ wartet bei 106,91 die nächste Unterstützung, die den Kurs auffangen wird. Auf diesem Niveau sollte man jedoch die Lage neu analysieren, da man jetzt noch nicht sagen, wie sich dann die Indikatoren verhalten werden. Am heutigen Handelstag werden zahlreiche Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die ebenfalls die Kursentwicklung beim US-Dollar gegen den Yen beeinflussen können. Bleiben Sie heute besonders diszipliniert, denn es kann allgemein zu erhöhten Schwankungen kommen.

US-Dollar vs Yen Chartbild

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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