Konjunkturdaten

US-Erstanträge und Philly Fed ganz schwach – Preise fallen, Rezession kommt!

US-Erstanträge und Philly Fed Rezession

 

Ganz schwache US-Konjunkturdaten, die eine Rezession immer wahrscheinlicher machen: Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 251.000 (offizielle Prognose war 240.000, Vorwoche war 244.000).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 1,384 Millionen schlechter als die Erwartung (Prognose war 1,340 Millionen; Vorwoche war 1,333 Millionen).

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Der Philadelphia Fed Index (Juli) ist mit -12,3 ebenfalls schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war -2,3; Vormonat war -3,3)

Die Komponenten:

Beschäftigung: 19,4 (Vormonat war 28,1)

Neue Aufträge: -24,8 (Vormonat war -12,4)

Preise: 52,2 (Vormonat war 64,5) – der Preisdruck also erneut schwächer geworden!



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2 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Schuldenblase verträgt keine höheren Zinsen, vor allem keine positiven Realzinsen. Deshalb freuen sich die Märkte wenn die US- Daten schwächer ausfallen.

    Das Verhältnis Marktkapitalisierung zum Bruttoinlandsprodukt der USA ist immer noch über dem Niveau- vom Hochpunkt der Dot Com Blase.
    Das muss man sich mal vergegenwärtigen. Der Grund ist ganz einfach: Damals konnte die Blase ,nicht diese heutigen Dimensionen annehmen, weil es positive Realzinsen ,von immerhin plus 3,5 Prozent gab!
    Heute dagegen liegen die wahren Zinsen ( Zinsen nach Abzug der Inflation) bei minus 6,5 Prozent im Schnitt.
    Also eine Differenz von sagenhaften 10 Prozent!
    Das ist auch der Grund, der einzig wahre und einzige Grund, warum die Märkte, trotz der höheren Bewertung als in 2000,nicht abstürzen, sondern sich immer wieder erholen können.
    Der Kursrückgänge, seit Ende Dezember 21, sind eher der Angst geschuldet, es könnte, wie in 00 und in 07 wieder mal positive Realzinsen geben.
    Es ist eher die Angst vor der Prophezeiung. Zudem mussten einige Investoren ihr Portfolio auflösen um die laufenden Kosten tragen zu können.
    Das alles wirkte kursdämpfend. Nichtsdestotrotz ist die Bewertung der US Aktienmärkte und auch der US Immobilienmärkte immer noch im Rahmen“ erweitertes All Time High“.
    Das es nach Anstiegen ,von fast 15 000 Prozent (Performance des Nasdaq 100 seit 03/09) zu Korrekturen kommt, liegt in der Natur der Sache.
    Aber solange die amerikanische Umlaufrendite unter 3,5 Prozent liegt, haben die Bullen Oberwasser.
    Erst wenn die FED die Zinsen auf heute unvorstellbare 3,5 Prozent anheben würde ( Niveauziel Bullard) hätten die Märkte ein echtes Problem.
    Aber ob es so kommt….?

  2. Aber Herr Doktor, TinA ist tot, US Bonds mit aktueller Rendite ,die höher ist als die Dividenden und bei Rezession noch Kursgewinne bringen sind kurz und mittelfristig besser als Aktien mit erheblichem Kursrisiko. Sie sagen doch selber ,dass Aktien noch zuwenig korrigiert haben.Die von Ihnen erwähnte Realrendite ist bei Aktien noch negativer als bei Bonds.
    Ihre flexiblen Ansichten sind sehr auffallend.

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