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Meinung

USA: Risiko für Staatspleite fast so gering wie bei Deutschland

Markus Fugmann

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Man freut sich in den USA: die Wirtschaft läuft bombig – na gut, die Konjunkturdaten der letzten Wochen waren miserabel, aber das lag, natürlich, am Wetter. Zwar sind aus Texas und Regionen im Westen, die nicht winterverdächtig sind, die Konjunkturdaten sogar noch schlechter als im wirklich vom Winter erfassten Nordosten des Landes, aber sei´s drum. Wer in New York sitzt, hält das Wetter in New York für das Wetter der ganzen Welt – because New York is the capital of the world. Nur so lässt sich die erstaunliche Ignoranz gegenüber den ökonomischen Fakten erklären..

Jetzt aber kommen wieder supergute, bärenstarke Nachrichten aus den USA. Das Risiko für eine Staatspleite der USA hat sich seit Oktober 2013 fast halbiert – nimmt man die Preise für Credit Default Swaps (Kredit-Ausfallversicherungen) für die USA als Maßstab. So kostete eine Absicherung gegen eine Pleite der USA noch im Oktober letzten Jahres 46 Basispunkte (0,46% der versicherten Summe), jetzt sind es nur noch 26,5 Basispunkte. Damit liegen die Preise für Credit Default Swaps der USA noch nur knapp über denen für eine Absicherung gegen eine Staatspleite Deutschlands (25 Basispunkte).

Nun könnte man ketzerisch fragen, welche Versicherung im Falle einer echten Staatspleite der USA überhaupt noch zahlungsfähig wäre? Aber viel wichtiger ist, dass die deutlich geringeren Prämien vorwiegend in der Anhebung der US-Schuldengrenze ihre Ursache haben. Prima! Von Amerika lernen heißt immer noch siegen lernen! Wir empfehlen deshalb der Ukraine dringend, eine Schuldengrenze einzuführen und diese bei Bedarf anzuheben – und schon könnte sich das Pleiterisiko der Ukraine fast halbieren. Genial, diese Finanzmärkte..

 

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktienmärkte: Buy the rumor, sell the fact? Videoausblick

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem der neue US-Präsident Biden seinen Stimulus-Plan vorgestellt hat. Ist die Reaktion auf Bidens Plan das klassische „buy the rumor, sell the fact“-Schema? Man kauft also die Hoffnung, und verkauft dann, wenn die Hoffnung eintritt? Heute dürfte für die Aktienmärkte auch der kleine Verfall eine Rolle spielen, denn der Bestand an Call-Optionen ist gigantisch. Die Fed hat in Gestalt von Jerome Powell klar gestellt, dass die Zinsen nur dann angehoben würden, wenn die Inflation deutlich über 2% schießen würde. Und in Deutschland drohen Verschärfungen des Lockdowns, was den Dax aber bisher nicht wirklich interessiert – obwohl damit die optimistischen Wirtschafts-Prognosen obsolet wären..

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Aktienmärkte: Euphorie – aber das ist die größte Gefahr! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte weiter in Euphorie: viele Indizes mit neuen Allzeithochs. Aber da ist eine Gefahr, die die Märkte vielleicht nicht auf dem Zettel haben..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind weiter in Euphorie: der Dax, aber auch die viele Indizes der Wall Street heute mit neuen Allzeithochs. Was soll schon schief gehen: die Fed und andere Notenbanken bleiben auf dem Gaspedal, dazu nun noch das erwartete große Stimulus-Paket der neuen US-Regierung unter Biden. Wo also ist das Risiko für die Aktienmärkte, speziell für die über-bullische Wall Street? Das größte Risiko dürfte der neue US-Präsident sein, der zwar viel Stimulus verspricht, aber der eben auch (anders als Trump) einem viel härteren Lockdown auch in den USA den Weg bereiten könnte. Noch härtere Lockdowns nämlich sind der aktuelle Trend schlechthin: Frankreich verhängt eine Ausgangssperre ab 18Uhr, in Deutschland überlegt man gar, den Nah-und Fernverkehr einzustellen aus Sorge um die aggressive Corona-Mutation..

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