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Vergessen Sie Warren Buffett – Jeff Gundlach ist der Magier der Märkte!

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Während alle Welt den Old-School-Investor Warren Buffet bewundert, ist für mich der wirkliche Magier der Märkte der in Deutschland weitgehend unbekannte Jeff Gundlach. Gundlach ist Gründer von „The DoubleLine Capital“ und verwaltet mit diesem Anleihefond derzeit 52 Milliarden Dollar, er gilt als das brillanteste Gehirn der Wall Street. Seit Jahren zeigt Gundlach eine exrem gute Performance, 2015 hat er, wie praktisch jedes Jahr, weit über 90% ähnlicher Fonds in der Performance hinter sich gelassen. Seine Prognosen haben Kult-Status in den USA, wo Gundlach, anders als hierzulande, eine extrem bekannte Figur ist. Heute ist es wieder so weit: Gundlach wird seinen Ausblick auf das Jahr 2016 geben. Daher gilt, wie es an der Wall Street heißt: wer Gundlach nicht zuhört, muß verrückt sein! Und wer auf der Gegenseite zu Gundlach im Trading steht, braucht verdammt gute Argumente!

Blickt man auf den letzten Jahresausblick Gundlachs, so sind seine Prognosen – bis auf eine – alle eingetroffen. So sagte Gundlach über den Ölpreis:

“Oil just doesn’t go up. Countries won’t cut production. They need revenue, putting prices lower.”

Und genau so kam es.

Während Ende 2014 das Thema Junk-Bonds in aller Munde war und das heißeste Investment an der Wall Street war, prognostizierte Gundlach, dass Junk-Bonds in 2015 in schweres Fahrwasser geraten werden, wegen fallender Energiepreise und den Emerging Markets, die er damals schon extrem kritisch sah. Daher sein Rat zu Junk-Bonds damals:

„Laufen Sie nicht pfeifend durch den Friedhof“ (“Don’t go whistling through the graveyard”).

Und wieder kam es so: seit dem August crashten Junk-Bonds im Umfeld des China-Crashes, im Dezember verstärkte sich die Panik weiter, als der Junk-Bond-Fond-Anbieter Third Avenue Management bekannt gab, einen fast eine Milliarde schweren Junk-Bond-Fond komplett zu liquidieren, um weitere große Verluste zu vermeiden.

Ebenso richtig lag Gundlach mit seiner Prognose, dass in den USA praktisch keine Inflation passieren werde: “Inflation is going to be nonexistent.” Daher sei es eine Sache für „Loser“, Inflations-geschützte Anleihen (TIPS) zu kaufen.

Und genau so kam es. Ebenso wie die Erwartung Gundlachs, dass die Fed die Zinsen anheben werde, aber nur in homöopathischen Dosen.

Geirrt hat sich Gundlach nur bei seiner Prognose zum Goldpreis. Gundlach empfahl damals:

“For those of you that want to own gold, this is as good a time as you’ve ever had in the last few years.”

Bekantlich ist das nicht eingetroffen. Vielleicht war Gundlach seiner Zeit hier aber nur ein Jahr voraus..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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