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Analyse von Bloomberg Intelligence Volkswagen wird der E-Auto-Konkurrenz jahrelang hinterher rennen

Bloomberg Intelligence schreibt, dass sich die Lage von Volkswagen im Herstellerkampf um Elektroautos klar verschlechtert hat.

Elektroauto von Volkswagen
Elektroauto von Volkswagen. Foto: Krisztian Bocsi/Bloomberg

Die Börse handelt immer die Zukunft. Daher ist es auch mit Blick auf die politischen Vorgaben (Abkehr vom Verbrenner) gut verständlich, dass die Aktien der beiden Elektroauto-Giganten BYD und Tesla so gut laufen, und „alte“ Hersteller wie Volkswagen so schlecht? Der TradingView Chart zeigt die Entwicklung seit Herbst 2019: Die Volkswagen-Aktie verlor seitdem 38 %, während BYD 446 % gewann, und Tesla sogar 911 %. Offenbar ist man sich bewusst, dass die beiden einen Vorsprung vor den großen alten Konzernen haben, die jahrzehntelang das Feld bei Verbrenner-Autos abgesteckt hatten. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Volkswagen als der ganz große „alte“ Player wohl noch jahrelang hinter der Konkurrenz her rennen wird im Kampf um den Markt für Elektroautos.

Grafik vergleich die prozentuale Entwicklung der Aktien von Volkswagen mit BYD und Tesla seit dem Jahr 2019

Im globalen Rennen um Elektroautos wird Volkswagen noch jahrelang hinter den Marktführern liegen

Der Kampf um die Marktführerschaft bei Elektrofahrzeugen wird — zumindest in den nächsten Jahren — zwischen zwei Unternehmen ausgetragen. Tesla und BYD liegen dabei laut einer Analyse von Bloomberg Intelligence (BI) deutlich vor Volkswagen. Zwar musste sich Tesla BYD im vierten Quartal beim Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen geschlagen geben, bis zum Ende des Jahrzehnts erwartet BI jedoch, dass das US-Unternehmen auf Jahresbasis vorne bleiben wird. Volkswagen sei “kein Anwärter mehr” auf die E-Krone, so die Analysten um Michael Dean. Und das, obwohl sie damit rechnen, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor branchenweit weiterhin die höchsten Gewinne liefern werden.

Grafik zeigt wie Volkswagen nach jahrelang hinter BYD und Tesla liegen wird beim Absatz von Elektroautos

“Die zunehmende Konkurrenz bei E-Fahrzeugen wird wahrscheinlich zu einem intensiven Preiswettbewerb führen, der die Margen unter Druck setzt und die Märkte könnten fragmentiert bleiben, wobei Tesla der einzige wirkliche globale Akteur sein wird, bis die etablierten Automobilhersteller 2026-27 skalierbare Plattformen der nächsten Generation auf den Markt bringen”, schreibt Dean in einem heute veröffentlichten Bericht. “Vorerst könnten die Wachstumserwartungen für E-Autos angesichts der Zurückhaltung der Verbraucher wegen fehlender öffentlicher Schnell-Ladestationen und hoher Preise gedämpft sein, wobei China eine Ausnahme darstellt.”

Die Einschätzung von BI zur Positionierung von Volkswagen im Bereich der Elektrofahrzeuge hat sich in den letzten anderthalb Jahren erheblich verschlechtert. Noch im Juni 2022 prognostizierte Dean, dass der deutsche Hersteller im Jahr 2024 vor Tesla liegen würde.

FMW/Bloomberg



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7 Kommentare

  1. Ich glaube mal eher, dass die gesamte deutsche Wirtschaft ihrer Konkurrenz im Ausland hinterher rennen wird.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. E-Autos sind nur ein vorübergehendes Phänomen, das wieder verschwinden wird.

    Erleben erstmal jetzt die „Early-Adoptors“ wie es ist, wenn nach 10 Jahren die Akku-Kapazität rapide sinkt, und die E-Karre Schrott ist, weil die Reichweite im Winter so klein ist, daß man kaum man mehr wohin kommt,
    und spricht sich das rum —> kaufen noch weniger E-Autos.

    Gewinner werden die Firmen sein, die kleine haltbare gut zu reparierende VERBRENNER bauen.
    Das Verbot von 2035 wird garantiert vorher gekippt werden, jede WETTE!

    1. dieser Spruch @Horst wird sich einst einreihen in die Reihe vom Vorhersagen, die alle eingetreten sind, wie:
      “Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd.” – Kaiser Wilhelm II., 19051
      “Es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.” – Thomas J. Watson, Präsident von IBM, 19432
      “Wer zum Teufel will schon Schauspieler sprechen hören?” – Harry M. Warner, Mitbegründer von Warner Brothers, 1927

    2. völliger Quatsch, da merkt man das hier jemand schreibt, der absolut nicht mit der Materie vertraut ist und wieder nur hörensagen und Unwahrheiten verbreitet. Auch wenn sie, sowie ich, keine E-Auto Fan sind, dann sollte man aber nicht solch einen unwahren Quatsch verbreiten.

  3. Vielleicht sollte man entschieden weniger Wert auf Analysen und Weissagungen von Bloomberg (Un)Intelligence, Börsen- und anderer Wahrsager legen.

    1.) „Die Börse handelt immer die Zukunft.“
    2.) „Noch im Juni 2022 prognostizierte Dean, dass der deutsche Hersteller im Jahr 2024 vor Tesla liegen würde.“
    3.) „Die Volkswagen-Aktie verlor seitdem 38 %, während BYD 446 % gewann, und Tesla sogar 911 %.“

    Eigentlich unfassbar, dass man solchen Quatschköpfen auch noch Geld für ihr Prognose-Gesülze bezahlt.
    Deren Trefferwahrscheinlichkeit und Analysequalität ist so unterirdisch, dass man mit Tarotkarten und etwas Phantasie wesentlich besser abschneiden dürfte.

  4. Vom Inhalt dieses Kommentars bin ich doch sehr überrascht. So wird darin behauptet, dass die Aktie von BYD seit 2019 446 % bzw. Tesla 911 % zugelegt haben. Das mag stimmen, ist aber unstreitig Vergangenheit. Lesen wir nicht in Finanzmarkt Welt immer wieder, dass die Margen bei Tesla immer stärker unter Druck geraten? Lesen wir bei Finanzmarkt Welt nicht immer wieder, dass Analysten die Wachstumschancen von BYD stark in Frage stellen?
    Aktuell hat das dazu geführt, dass beide Aktien unter Druck geraten sind. BYD hat von seinem Allzeithoch fast 50 % verloren, Tesla gut 30 %. Gleichzeitig lesen wir auch, dass VW mit einer Feststoffzellen Batterie in Kooperation mit einem amerikanischen Partner evtl. der Durchbruch bei der künftigen Generation von Batterien für Elektroautos gelungen ist? Und wir wissen doch alle, dass an der Börse nur die Zukunft gehandelt wird!
    Fazit: Ich frage mich, wie man eine Statistik/Chart – bis zum Jahre 2030 – zum Gegenstand dieses Beitrags macht, der diese Fakten und Entwicklungen offensichtlich überhaupt nicht berücksichtigt. Eigentlich habe ich von Ihnen – sehr geehrter Herr Kummerfeld – bislang aufgrund der Lektüre ihrer Kommentare einen guten Eindruck gehabt und deshalb Besseres erwartet.

    1. genau, dem ist nichts hinzuzufügen

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