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Diese Marke gibt die Richtung vor! Wall Street: Erneuter Kurseinbruch oder Chance auf Bodenbildung?

Wall Street: Erneuter Kurseinbruch oder Chance auf Bodenbildung?

Die Stimmung an der Wall Street bleibt angesichts der Zins- und Rezessionssorgen sowie der Gaskrise angeschlagen. Vor dem verlängerten Wochenende haben US-Anleger deswegen die Reißleine gezogen. Nachdem die Arbeitsmarktdaten zunächst für Kursgewinne gesorgt hatten, drehten die US-Indizes S&P 500, Dow Jones und Nasdaq noch ins Minus.  Sowohl der Old-Economy Index Dow Jones als auch der marktbreite S&P 500 schlossen 1,1 Prozent tiefer. Der technologielastige Nasdaq bildet indessen mal wieder das Schlusslicht mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 12.098 Zähler.

Die Abwärtsdynamik an der Wall Street hatte zuletzt wieder deutlich zugenommen, dies ist besonders gut am Nasdaq zu erkennen. Um mehr als vier Prozent fiel der Nasdaq in der vergangenen Woche. Seit dem Zwischenhoch vom 16. August hat der Technologieindex schon wieder knapp 12 Prozent nachgegeben. Als einziger der großen Indizes befindet er sich laut Definition noch im Bärenmarkt – seit Jahresanfang summiert sich der Verlust auf 25,8 Prozent.

Wall Street: Wachstumsaktien fallen deutlicher als defensive Titel

Steigende Zinserwartungen seit der Rede von Jerome Powell in Jackson Hole sowie die Rezessionssorgen belasten die Wall Street. Laut dem FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren großen Zinsschritt von 75 Basispunkten bei aktuell bei 66 Prozent. Auch in Europa zieht die EZB inzwischen die Zinsschraube an, hier erwarten Ökonomen ebenfalls einen Jumbo-Zinsschritt von 0,75 Prozentpunkten. Die steigenden Zinsen bringen besonders kapitalintensive Wachstumsaktien unter Druck, die sich vermehrt im Nasdaq und S&P 500 tummeln. Ihre Gewinnaussichten verschlechtern sich bei steigenden Zinsen, weil die Finanzierungskosten steigen. Im Vergleich zum Dow Jones haben die technologielastigen Indizes seit den Allzeithochs deutlich mehr abgegeben. Den Highflyer Titeln der vergangenen Jahre geht es an den Kragen. Anleger setzen in unsicheren Zeiten indessen vermehrt auf defensivere Werte.

S&P 500: Auf der Suche nach einem Boden

Die Wall Street reagierte am Freitag mit kräftigen Kursverlusten auf den russischen Gas-Schock durch Gazprom. Nach dem langen Wochenende dürfte es also interessant werden, wie die US-Indizes aus den Startlöchern kommt. Vorbörslich sieht es für den S&P 500, Dow Jones und Nasdaq positiv aus, alle drei Indizes dürften mit Aufwärtskurslücken in den Handel starten.

Der S&P500 konnte am Freitag zunächst weiter ansteigen und hat dabei punktgenau die 50-Tage-Linie bei 4.018 erreicht. Dort hat er sich den Kopf gestoßen und fiel anschließend dynamisch zurück. Die Erholung hat sich folglich als Bullenfalle herausgestellt – der übergeordnete Abwärtstrend ist weiterhin aktiv. An der massiven Unterstützung bei 3.900 Punkten könnte jedoch ein Boden entstehen, wenn der S&P 500 die Tiefs von Donnerstag (3.904) und Freitag (3.907) verteidigt. Oberhalb der starken Unterstützung besteht weiterhin die Chance auf eine Gegenbewegung. Der Boden wäre aber erst bestätigt, wenn der Leitindex die lokalen Hochs bei 4.018 überwindet.

Noch ist der Abwärtstrend intakt. Sollte der S&P 500 unter die Tiefs bei 3.904/07 könnte sich die Abwärtsbewegung fortsetzen. Ein Bruch der Unterstützungszone zwischen 3.900 und 3.880 wäre das Signal für tiefere Kurse. Der nächste Zielbereich liegt bei rund 3.820. Mittelfristig könnte es sogar zu einem weiteren Rücklauf bis an die Marken bei 3.740 und 3.600 kommen. Die Wall Street könnte angesichts der überverkauften Indizes zuvor noch auf eine Erholung einleiten.

Wall Street: Nasdaq & S&P 500 an massiver Unterstützung - Bodenbildung?

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