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WallStreetBets gegen Hedegfonds: gut gegen böse – was ist fair?

Es war ein echter Kampf zwischen dem im Forum WallStreetBets organisierten Schwarm von jungen Tradern gegen Hedgefonds: letztere haben „geblutet“ (vor allem Melvin Capital), aber sind wohl letztlich als „Siger“ aus diesem Kampf hervorgegangen, denn der Kurs von GameStop ist zuletzt in sich zusammengesackt.

WallStreetBets: Kleinanleger gegen Hedegfonds?

Ist das, was hier passiert ist, wirklich fair? Warum konnte etwa der Broker Robinhood keine Aktien zum Kauf von GameStop mehr anbieten? War das eine Aktion zur Rettung der Hedgefonds – oder vielleicht doch einfach nur der Börsen-Mechanik geschuldet, weil die Clearinghäuser von den Brokern deutlich höhere Sicherheitsleistungen verlangten aufgrund der gestiegenen Risiken?

Dazu kommt, dass die Darstellung, es handele sich hier um einen Kampf zwischen David und Goliath, vielleicht nicht ganz richtig ist: denn es waren andere Hedgefonds, die die Not jener short stehenden Hedgefonds erkannten und sich ebenfalls long in der GameStop-Aktie positionierten:

“There always could be the hedge fund that was totally uninvolved, wasn’t short, but saw what was going and said this might be a way that I can profit just by going long.”

Inzwischen gibt es Berichte über Hedgfonds, die viel Geld mit dem Short-Queeze bei GameStop verdient haben. Sie standen also faktisch auf derselben Seite des Trades mit den Mitgliedern von WallStreetBets. Insofern ist die Unterscheidung zwischen „Gut“ und Böse“ wohl doch nicht so einfach! Auch wenn für viele Forums-Mitglieder von WallStreetBets hier persönliche Trauma-Erfahrungen aus der Finanzkrise eine Rolle gespielt haben.

Christian Rieck versucht in folgendem Video die Dimensionen zu berschreiben, was da abgelaufen ist – und welche rechtlichen Konsequenzen daraus angemessen wären:

Gut gegen Böse - WallStreetBets gegen Hedgefonds?



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