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Devisen

Warum der Euro steigt – und wohl weiter steigen wird

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Markus Fugmann

Warum steigt der Euro? Dafür gibt es derzeit ziemlich überzeugende Gründe! Hier sind sie:

1. Charttechnik: der Euro ist durch die Abwärtstrendlinie nach oben ausgebrochen mit dem Anstieg über die 1,11:

eurusd120815

2. Die China-Story-Teil 1: mit der Abwertung des Yuan (die eine Aufwertung des Dollar zum Yuan impliziert) sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen zeitnah anheben wird. Die Fed ist damit die einzige beduetende Notenbank, die keine ultralaxe Geldpolitik mehr verfolgt – und damit eine weitere Aufwertung des Dollar im „Währungskrieg“ riskiert.

3. Die China-Story Teil 2: aus Insider-Kreisen hören wir, dass Chinas staatliche Banken den Dollar verkaufen, um den zu rapiden Fall des Yuan zum Dollar zu bremsen.

4. Die Auflösung von Carry-Trades: Investoren haben sich günstig unverzinste Euros geliehen und in besser rentierliche, aber auch riskantere Asstes gesteckt (andere Währungen, Aktien, höher verzinste Anleihen etc.). All das wird angesicht der Marktturbulenzen derzeit zurück gefahren.

Es ist unwahrscheinlich, dass diese Bewegung, die gerade erst angefangen hat, schnell wieder aufhören wird. Es ist durchaus denkbar, dass der Euro mittelfristig bis 1,25 steigen wird zum US-Dollar..

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    Demokrat

    12. August 2015 11:23 at 11:23

    @ Fugmann

    Euro mittelfristig bei 1,25 gegenüber Dollar – OK – jetzt nur noch mittelfristig definieren bitte 3, 6, 12 oder sogar 24 Monate Herr Fugmann?

    Ich halte dagegen und sage Euro bis Ende des Jahres (knapp 4 Monate) unter 1,05 – trotz China-Abwertung !!!

    Seit mehr als 3 Wochen steigt die Shortpositionierung der Big-Player, hier der Link dazu:

    http://de.investing.com/economic-calendar/cftc-eur-speculative-positions-1611

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      12. August 2015 11:38 at 11:38

      @Demokrat – wie Ihr link schon zeigt, ist der Markt short im Euro. Kommt nun Unsicherheit oder Panik in den Markt, müssen diejenigen, die den Euro geshortet haben, irgendwann eindecken (also kaufen) wenn der Euro steigt. Das spricht also eindeutig für mein Argument.
      Zeitraum: schwierig zu definieren, kommt darauf an, wie explosiv die China-Krise verläuft. Aber der Euro steht Ende des Jahres nach meiner Auffassung eher bei 1,15 als bei 1,05.
      Zuletzt hatten Sie ja gesagt, dass auf meine Prognose eines steigenden Euro spätestens bei 1,1050 Schluss sei – er steht derzeit nicht viel höher, könnte aber bald Dynamik entwickeln. Kann es sein, dass Sie selbst short sind im Euro und daher so vehement die Abwertung predigen, die sich jedoch zumindest charttechnisch nicht wirklich wahrscheinlich machen läßt?

  2. Avatar

    Kayser

    12. August 2015 12:31 at 12:31

    @Fugmann

    ok nun steht der Euro bei 1,1134 also knapp 80 Pips höher. Aber falls sie sich noch entsinnen hatten ja sie selber und ihr Kollege noch vor . ca. einen Monat eine Euro-Hausse bis 1,40 angekündigt und ausgerufen gehabt, damals Stand der Euro bei 1,14 !!! Seit dem haben wir ein kurzfristiges Tief bei 1,08 gebildet!!!
    Das sind fast 600 Pips im Gegensatz zu meinen 80 Pips versagen! :-)

    Top die Wette gilt:
    Sie sagen Euro am Jahres Ende bei 1,15 und ich sage bei 1,05 !!!

  3. Avatar

    Kayser

    12. August 2015 12:34 at 12:34

    Sorry habe mich vertan…wann war der Artikel von ihrem Kollegen mit Eurokursziel 1,40 veröffentlich worden ? Mehr als einen Monat her oder?

  4. Avatar

    Demokrat

    12. August 2015 12:41 at 12:41

    Ups…andere Emailadresse benutzt also Demokrat = Kayser :-)

  5. Avatar

    Marc

    12. August 2015 13:54 at 13:54

    Eurokurs bei 1.25 , daran glaube ich nicht. Solange die EZB QE betreibt und China sich auf eine harte Landung vorbereitet, werden wir mittelfristig ( Sicht auf 12 Monate ) von unter 1,00 Euro sehen. Wir werden gegen Ende des Jahres eine Flucht in sichere Hafen erleben und das wird den USD , JPY und SGD aufwerten. Halte hier entgegen Herr Fugmann und ich mag Ihre Analysen sehr. Wäre doch toll, wenn wir zu den Major Währungen Ihre Analysen auf Sicht von 3-6 Monaten sehen könnten. Ich denke, dass würde den Austausch hier untereinander sehr beleben. Am Ende sehen wir ja wer Recht behält. Freue mich auf einen konstruktiven Austausch mit Ihnen und den anderen Usern.

    Herzliche Grüße
    Marc Frommhold

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      12. August 2015 13:58 at 13:58

      @Marc, sehr gute Idee mit dem Austausch über Währungen. Man könnte überlegen, dazu ein Diskussionsforum einzurichten, in dem es nur um die Entwicklung der wichtigsten Währungspaare geht. Fände das Unterstützung?

  6. Avatar

    Marc

    12. August 2015 14:00 at 14:00

    @Markus: Spitze. Bin ich dabei! Das gefällt mir gut. Das belebt den Austausch und wir alle bekommen neue Ideen. Manchmal ist man verbohrt und sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht.

  7. Avatar

    bigben

    12. August 2015 15:25 at 15:25

    gute idee, daumen hoch

  8. Avatar

    Brightcross

    12. August 2015 18:18 at 18:18

    Auf jedenfall ist das eine gute Idee sich darüber auszutauschen…;-))

    Die 1,25 sieht gar nicht mal so schlecht aus, erstaml mit momentum durch die 1,1380 und dann Bahn frei aus technischer Sicht.

    • Avatar

      Brightcross

      12. August 2015 18:24 at 18:24

      ach ja , alles unter 1,0820 siht es düster aus

  9. Avatar

    Brightcross

    12. August 2015 18:22 at 18:22

    @ Marc…Glauben ist nicht sehr förderlich im Börsenleben…Und die Fundamentalanalysen sind für den “ einfachen privaten Trader “ kaum zu durchblicken, also CDharttechnik, die sagt mehr als tausend Worte ;-))

  10. Avatar

    Marc

    12. August 2015 18:38 at 18:38

    Hallo Brightcross, stimme ich Dir zu. Glauben und Hoffen ist keine Position im Trading. Manchmal lässt die deutsche Sprache hier aber nicht mehr Worte zu. Ich bin mir sehr sicher, dass wir nach Süden auf Sicht von 12 Monaten gehen werden. Das sollte verstanden werden :-) By the way, wärst Du bei einem Diskussionsforum dabei? Ich freue mich mehr von Dir zu hören!

  11. Avatar

    Brightcross

    12. August 2015 19:46 at 19:46

    @Marc
    wie schon geschrieben, interesse ist da.

    Finanzmarktwelt ist eine sehr tolle und interessante Seite ;-)
    Die Hintergründe und Zusammenfassungen sind des öfteren sehr hilfreich. (Fundamental gesehen)

    Bin mal gespannt was der Markus F. da zusammen schustert, danke nochmal an Ihn.

  12. Avatar

    Demokrat

    13. August 2015 11:09 at 11:09

    @ Fugmann

    falls sie ein Diskussionforum für Devisen eröffnen, erkläre ich mich bereit meine Chartanalysen reinzustellen.
    Je nach Bedarf Elliot-Wave bishin zur klassischen Chartanalyse. Das ich kein Noname in der Charttechnik bin, werden sie nach kurzer Zeit feststellen. :-) Zur gegebener Zeit werde ich mich auch outen :-)

    Sinn und Zweck der Angelegenheit: Den Austausch unter den Tradern fördern. Und das OHNE ENTGELD :-)

    Die privaten Trader kämpfen alleine gegen die Big-Player, die die Kursrichtung festlegen. Man kann nur mit der Chartechnik dagegen halten! Bei den frisierten fundamental Daten haben die Big-Player enormen Vorsprung durch Insiderinfos und das ist eine TATSACHE !!!

    Warum soll ich das überhaupt machen und das kostenlos? Um mich hier zu profilieren? Absolut NEIN!

    Obwohl Herr Fugmann ein bekennender ANTI-ERDOGAN-FAN ist, finde ich seine Videos mit dem Tagesausblick und der Tageszusammenstellung ohne den chartechnischen Part interessant. Erspart mir Infosuche, warum weshalb der Tag so verlaufen wird oder ist :-)
    Außerdem bring er es irgendwie sympatisch rüber ;)

    Also Herr Fugmann, mein Angebort steht! Finanzmarktwelt.de kann nur davon profitieren!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      13. August 2015 11:15 at 11:15

      @Demokrat, das Angebot nehme ich (als Busen-Freund von Erdogan:)sehr gerne an – ich bin ab morgen jedoch einige Tage unterwegs, erst am 24.08. dann wieder konstant am Desk. Dann könnten wir das Forum sehr gerne starten!

  13. Avatar

    Demokrat

    13. August 2015 11:20 at 11:20

    @ Fugmann

    Ok freut mich.
    Die Cahrtanalysen über EUR/USD lasse ich dann per Email zukommen und Sie stellen es dann rein.
    Also dann bis zum 24.08 :-)

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      13. August 2015 11:22 at 11:22

      @Demokrat, perfekt!

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Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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