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Warum Shortseller Börse und Gesellschaft Nutzen stiften

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Börsentrading - Shortseller tun nichts grundsätzlich Schlimmes

Am 23. Januar 2020 schrieb ein ehemaliger Moderator im TFF Forum (Tesla Fahrer & Freunde) einen längeren Beitrag, den er als den Beweis dafür ansah, dass Shortseller böse Marktmanipulatoren seien. Er suchte sich Muddy Waters als Ziel, ein bekanntes Unternehmen aus den USA, das öfter lange Reports über die Unternehmen schreibt, auf deren fallende Kurse Muddy Waters setzt. Ich recherchierte zum Thema und schrieb eine lange Antwort, mit der ich die Behauptungen widerlegte. Nach meinen Recherchen ist für mich klarer denn je, dass Shortseller die Ameisen der Börsenwelt sind. Sie kümmern sich um den Müll der Börse. Sie schauen dort, wo Aktionäre gern wegschauen und offenbaren damit die Schwächen und teils auch Betrügereien börsennotierte Unternehmen.

Short and distort ist verwerflich – und bewegt sich an der Grenze zum Wertpapierbetrug

Richtig ist, dass einige Shortseller (oder auch Leerverkäufer) sich Unternehmen mit schwacher Bilanz und baldigem Kapitalbedarf suchen, die Aktien leihen, verkaufen und anschließend Informationen verbreiten, die nicht der Wahrheit entsprechen, um den Aktienkurs unter Druck zu setzen. Klappt dieses „Short and distort“-Schema, können die Aktien mit Gewinn zurückgekauft werden. Bei solchen Unternehmen genügt es zuweilen, das Gerücht zu verbreiten, dass eine Insolvenzanmeldung vorbereitet oder dass eine geplante Kapitalerhöhung der Kreditaufnahme nicht klappen würde. Glauben genügend Marktteilnehmer dem Gerücht, wird es wahr. Das Unternehmen bekäme tatsächlich kein frisches Kapital. Fernsehmoderator Jim Cramer hat nach eigener Aussage dieses Schema in seinem Hedgefonds regelmäßig angewandt, um Gewinne mit fallenden Kursen zu machen.

Pump and dump der Aktienbesitzer ist nicht minder verwerflich

Umgekehrt gibt es eine vergleichbare Strategie natürlich auch von „Longbuyern“, also Käufern der Aktie, die gern mit Gewinn verkaufen würden. Cathie Woods von ARK Invest ist ein wunderbares Beispiel für das „Pump and dump“-Schema, bei dem der Aktienkurs erst mit allerhand erfundenen „Informationen“ gepusht wird, um in die steigenden Kurse hinein verkaufen zu können. Cathie Woods ist bekannt dafür, im US-Fernsehen aufzutreten und absurde Kursziele von etlichen tausend US-Dollar für Tesla auszugeben. Regelmäßig zählen Cathie Woods Fonds zu den Verkäufern (!) von Tesla-Aktien nach solchen Fernsehauftritten.

Die meisten Shortseller arbeiten redlich

Sowohl bei „Short and distort“ als auch „Pump and dump“ steht man jedoch mit einem Bein im Gefängnis, da einem Marktmanipulation vorgeworfen werden kann. Namhafte Shortseller werden sich also davor hüten, Unternehmen grundlos schlechtzureden. Es schadet der Reputation, unter Umständen der eigenen Freiheit und ist unnötig, da es auch genügend echten Betrug und echte Pleitekandidaten am Markt gibt, deren Aktien man verkaufen über die man berechtigte Reports verfassen kann. Zudem betreiben Shortseller das Shortselling in der Regel nur als Depotbeimischung und investieren den größten Teil des verwalteten Kapitals, indem sie Aktien kaufen. Warum also 100% des Geschäfts riskieren, um mit 5% des Geschäfts illegal Gewinne zu erzielen, die man auch legal machen könnte?

Eines der Unternehmen, die sich auf 100% Shortselling spezialisierte, ist Muddy Waters Research. Das Unternehmen ist nach eigener Angabe aktiv auf der Suche nach Betrug, Bilanzbetrug und fundamentalen Problemen eines Unternehmens, wie z.B. einem chronisch defizitären Geschäftsmodell, wie es manche kalifornischen Autohersteller zu betreiben pflegen. Findet Muddy Waters Anzeichen für Betrug oder Probleme, werden darüber nicht einfach Gerüchte verbreitet, sondern teils sehr umfangreiche Reports verfasst, in denen die eigenen Annahmen detailliert dargelegt werden.

Muddy Waters offenbarte Patientengefährdung durch St. Jude Medical

Kommen wir zurück zum TFF Forum. Behauptet wurde dort, dass Sicherheitsforscher Sicherheitslücken in Herzschrittmachern des Herstellers St. Jude Medical fanden und diese Informationen nicht dem Hersteller meldeten, sondern an Muddy Waters verkauften. Muddy Waters shortete die Aktien, veröffentlichte den Report, gefährdete damit angeblich das Leben der Patienten und verdiente Geld. Ein wahrhaft verwerfliches Verhalten, oder? So sah es auch St. Jude und klagte gegen Muddy Waters wegen Falschaussagen, unlauterer Werbung, illegaler Absprachen und der damit verbundenen Irreführung der Öffentlichkeit.

Blöderweise bestätigte die US-amerikanische Foods and Drugs Administration (FDA) wenige Monate später Muddy Waters Erkenntnisse und fand bei Untersuchungen sogar noch weitere Verfehlungen. Dem Bericht der FDA ist zu entnehmen, dass St. Jude von den Problemen nicht nur lange vor der Muddy Waters Veröffentlichung wusste, sondern auch aktiv entschieden hat, die Probleme nicht zu beseitigen. Bereits im April 2014 kannte St. Jude die Sicherheitslücken, die es Angreifern ermöglichten, Zugriff auf die in Patienten stecktenden Herzschrittmacher zu nehmen und Parameter zu verändern. Im August 2016 informierte Muddy Waters die Öffentlichkeit über ihre Erkenntnisse.

St. Jude ließ Patienten Herzschrittmachern mit potenziell defekten Batterien einbauen

Doch es kommt noch dicker. Die FDA fand gleich auch noch heraus, dass St. Juds bereits seit 2011 wusste, dass aufgrund fehlerhafter Batterien den Herzschrittmachern deutlich eher als prognostiziert der Saft ausgehen könnte. Über die Ursache dieses frühen Batterieversagens wurde St. Judesvon ihrem eigenen Batterie-Lieferanten informiert. Dass St. Jude Abhilfe schuf, konnte die FDA jedoch nicht feststellen. Was auch daran lag, dass das Management und medizinische Beratungskomitee gar nicht erst über die Probleme informiert wurden, was jedoch nach St. Judes eigenen Richtlinien hätte passieren müssen. Beiden Gremien wurden von Mitarbeitern unzureichende Daten vorgelegt, die das Problem „signifikant untertrieben“. Das Management wurde falsch darüber informiert, dass es keine Todesfälle im Zusammenhang mit den Batterieausfällen gegeben hätte, obwohl es mindestens einen Todesfall bereits im Jahr 2014 gab. Bis 2016 unternahm St. Jude nichts!

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen

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8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Lossless

    19. Mai 2020 11:01 at 11:01

    Früher waren Leerverkäufer die bösen Buben, heute sind sie die wahren Realisten.

    • Avatar

      Segler

      19. Mai 2020 14:27 at 14:27

      Genau ! – Jetzt fehlt noch die Ehrenrettung für mich als bösen Rohstoffhändler, der sich am Zocken von Lebensmitteln bereichert ;-)

      • Avatar

        Lossless

        19. Mai 2020 16:38 at 16:38

        Lieber @Segler, Du kennst meine Meinung.

        Die Notenbanken dieser Welt kaufen mittlerweile alles – außer Aktien. Aber auch das, wird nur noch eine Frage der Zeit sein und man wird, früher oder später, auch durch solche Maßnahmen versuchen systemrelevante Unternehmen zu stützen. (Siehe auch hierzu die italienischen Banken 2018/19) Im Grunde sind die Notenbanken zum größten Marktteilnehmer in den letzten 10 Jahren mutiert. Niemand hinterfragt diese Dominanz. Wo wären die Märkte ohne das Zutun der Notenbanken? Ich nehme an, die Märkte wären in der Realität. Die momentane Situation zeigt das hervorragend. Da bekommen die USA, innerhalb von vier Wochen, 20 Millionen Arbeitslose und der Markt, der steigt innerhalb eines Tages um 1000 Punkte aufgrund solcher erschreckenden Nachrichten – was völlig absurd ist. Und die Bullen haben selbstverständlich nichts anderes zu tun und kaufen freudig alles auf, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sie wetten weiter auf diese krankhafte Liquidität und somit auf eine Markterholung. Hiervor zu mahnen, ist wahrscheinlich völlig unpopulär.

        Ich kann den Bullen nur ein Zitat von André Kostolany zurufen „Wenn alle Spieler auf eine todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief.“

        In diesem Sinne …

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    Lausi

    19. Mai 2020 22:31 at 22:31

    Ich werde euch alle in Grund & Boden shorten und zu den Suppenküchen treiben! Wenn @Hesterbär erstmal seinen Riesen-Grill anwirft, ist sowieso kein Halten mehr! So hat es mir jedenfalls das Corona-Virus zugeflüstert… ;-)

    • Avatar

      Columbo

      21. Mai 2020 16:59 at 16:59

      @Lausi

      Wenn das Corona-Virus zuflüstert, ist es dem Gehirn schon bedenklich nahe. Ruf die Rettung!

      • Avatar

        Lausi

        21. Mai 2020 20:31 at 20:31

        @Columbo – ich habe in letzter Zeit irgendwie so wirre Corona-Träume, aber ansonsten fühle ich mich top-fit. ;-)

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    Lossless

    21. Mai 2020 15:23 at 15:23

    Ich muss mich berichtigen, seit März haben sich 39 Millionen US-Bürger arbeitslos gemeldet.

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    Lothar

    21. Mai 2020 20:21 at 20:21

    Aber immer scheint es auch nicht zu klappen.
    Als Muddy Waters im April 2016 die deutsche Ströer aufs Korn genommen hatte, ging es anfangs auch recht schnell runter. Doch dann erholte sich der Kurs auch schnell wieder.
    Ob an den Vorwürfen letztendlich was dran war, darüber war nie wieder was zu lesen.
    Ströer drohte zwar mit Klagen, aber was daraus geworden ist,wurde auch nicht mehr publiziert.

    Es kann natürlich sein dass in Deutschland nicht so streng kontrolliert wird und so die Firmen mehr Spielraum haben.

    Nach Ströer hat sich Muddy Waters auch erstmal keine deutschen Aktiengesellschaften mehr vorgenommen.
    Zumindest weiß ich nichts darüber.

    Auf den Muddy Waters Zug aufzusteigen kann aber sehr lukrativ sein.

    Ich bin seiner Zeit bei Ströer bei 40€ long gegangen nachdem der Kurs von über 50 € bis ca. 36 € in den Keller gegangen ist und dann erst bei 62 € wieder ausgestiegen.

    Im April diesen Jahres ist Muddy Waters bei eHealth short gegangen.

    Nach einem Kursrückgang von ca 117 $ auf 93 $ steht die Aktie aktuell wieder bei über 120 $.

    Auch hier hätte man schnell Geld mitnehmen können wenn man die Gegenbewegung getradet hätte.

    Ich habe für Muddy Waters einen Google Alert gesetzt, damit ich nicht verpasse wenn Carson Block mal wieder short geht.
    Meiner Meinung nach, ist dann immer noch genügend Zeit zu überlegen ob eine Gegenbewegung kommen wird, die man traden sollte.
    Denn in der Zeit in der sich die Medien um die short-attacke kümmern ist die Aktie sehr volatil und so ergeben sich auch nach reichlicher Überlegung noch passende Zeitpunkte zum Einstieg.

    Danke für den interessanten Artikel den ich ohne den Muddy Waters Google Alert nicht gesehen hätte.

    Grüße Lothar

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Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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