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Über Fahnenstangencharts Warum Strompreis und Gaspreis fallen werden! Marktgeflüster (Video)

Der Strompreis für Deutschland stieg heute auf ein neues Allzeithoch über 1000 Euro – während der Gaspreis heute seit Handelsbeginn deutlich gefallen ist (nach Aussagen von Habeck am Sonntag, wonach die deutschen Gasspeicher viel früher gut gefüllt sind als geplant. Der Strompreis fiel dann heute ebenfalls 20% von seinem Hoch, nachdem die EU bekannt gegeben hatte, eine Konferenz zur Eindämmung der Strompreise einzuberufen und mit Maßnahmen dagagen zu steuern. Blickt man auf die Charts, dann sieht man sowohl beim Strom als auch bei Gas Fahnenstangen-Charts, die – das zeigt die Vergangenheit – immer in sich zusammen fallen (von der Tulpenblase bis Bitcoin). Dafür gibt es auch fundamentale Gründe..

Hinweise aus Video:

1. Strompreise: EU plant jetzt Krisen-Treffen am 09.September

2. Markus Krall und Marc Friedrich über den „Abgesang des Euros“



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5 Kommentare

  1. Fahnenstangen, die Flagge einholen, ist ein bewährtes Prinzip.
    Die vom Sturm, in Mitleid genommene Flagge, wird Ausgesetzt.
    Durch Durchschnittbezogene Daten, Kosten, wird Ruhe einkehren.
    Die Gesetztesänderung, tritt demnächst in Kraft.

  2. Danke @Markus, dass du das marktpreispervertierende Merit-Modell nun endlich ebenfalls öffentlich zur Debatte stellst.
    Wer das in vorausschauender Erkenntnis die letzten 10 Jahre im Rahmen der Energiewende tat, wurde lange als ideologischer Träumer und Spinner, als Grün-Radikaler und sozialistischer Marktzersetzer abgestempelt. Doch ganz ehrlich, eine wirklich neue Erkenntnis ist das nicht. Nur eine mathematische Frage unter der psychologischen Prämisse, wem man Glauben schenken will 😉

    Es freut mich daher umso mehr, dass du heute im Marktgeflüster auch dieselben Quellen und Charts zum monatlichen Gasbezug nutzt, wie ich die letzten Tage im trüben Kommentarsumpf. In Krisensituationen nähern wir uns alle an. Ich hoffe, das wird auch dann noch so sein, wenn Putins aggressive Cyber-Trollsoldaten die FMW im „alten“ Internet ebenso wie in den Social-Verblöd-Medias völlig überschwemmt haben werden.

    Am Ende wollen wir doch alle dasselbe. In Frieden leben und Probleme möglichst unaufgeregt durch Erkenntnisgewinn lösen, statt ideologisch oder politisch aufgeheizter Trolldebatten. In der derzeitigen Situation auf dem Boden bleiben, statt mehrfach überhitzte Propagandaerfolge an der Spitze völlig irrer emotionaler Fahnenstangen zu verankern.
    Ich hoffe, unsere konformen Überschneidungen gefährden nicht deine Reputation im überlauten Protest-Wut-Universum und verleibe in wissenschaftlich-nerviger Gelassenheit

    leftutti aus dem hohen, viel zu heißen Norden

    1. Was soll so schlimm am merit order Modell sein?
      Es ist darauf abgestellt mit den günstigen Quellen den Strom zu erzeugen und lediglich die Nachfragespitzen durch die teuren Gaskraftwerke auszugleichen

      Ich sehe lediglich das große Problem, dass die Preise eben nicht flexibel weitergegeben werden an insbesondere Privatkunden, die so einige große Stromverbräuche sehr leicht auf andere Zeiten umstellen könnten. Als Endverbraucher gefällt mir das auch nicht, aber als VWLer wird es große Ineffizienzen und Verschwendung verhältnismäßig kostengünstig beseitigen. Dazu läuft schließlich seit Jahren der Stromzähleraustausch

  3. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Strom und Gas werden nicht mehr das Vorkrisenniveau erreichen. Die Inflation ist gekommen um zu bleiben und die Märkte werden entsprechend reagieren.

    „Das Geld drucken im ungedecktem Papiergeldsystem führt immer zu Inflation. “ Roland Leuschel im Dezember 08 als die FED ihr Erstes von zahlreichen QEs verkündet.

    Zuerst erfasste die Inflation nur die Aktienmärkte, dann die Immobilienmärkte und zum Schluss die Realwirtschaft.
    Der Ukraine Krieg und die Energiewende in Deutschland begünstigen den Anstieg, sind aber nicht mehr als eine der Ursachen.
    Die Hauptursache liegt im ungedecktem Papiergeldsystem, das Geld per Konpfdruck aus dem Nichts erschaffen kann.
    Die Notenbanken hatten schon einen Grund, warum sie dieses System vorher nicht angerührt haben. Dazu muss man sich nur die Bilanzsummen der weltweit führenden Notenbanken anschauen, deren Entwicklung seit der Finanzkrise.
    Theoretisch müsste jetzt zweierlei erfolgen: Erstens die Zinsen auf oberhalb der Inflation ansetzen und Zweitens die Bilanzsummen der weltweit führenden Notenbanken wieder auf das Ausgangsniveau zurückführen.
    Beides wird nicht passieren.

    1. Zitat: „Die Hauptursache liegt im ungedecktem Papiergeldsystem, das Geld per Konpfdruck aus dem Nichts erschaffen kann.“

      Das stimmt mMn so nicht. Für das ausgegebene Geld wird immer ein Gegenwert erschaffen, seien es Wertpapiere oder auch nur ein Kreditvertrag. Das Problem ist nur, dass diese Gegenwerte (Wertpapiere) nicht wertstabil sind und mit der Zeit immer weniger etwas werthaltiges repräsentieren, und entsprechend deutlich an Wert verlieren oder verlieren werden. Dieses ist durchaus mit den Silbermünzen aus dem Mittelalter zu vergleichen, wo mit der Zeit immer mehr Blei beigemischt wurde, bis diese vollkommen wertlos wurden.

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