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WSJ: Saudi-Arabien und Russland erwägen Verknappung beim Öl-Angebot

Öl-Bohrplattform

Gestern verkündeten die USA eine global koordinierte Aktion mehrer großer Verbrauchsländer. Man zapft wie erwartet nationale Öl-Reserven an, um mit der zusätzlichen Angebotsmenge den Ölpreis zu drücken. Damit will man nicht nur die Menschen an den Tankstellen glücklich machen, sondern insgesamt gesehen auch die Inflation dämpfen. Und wie es ebenfalls diese Woche bereits angedeutet wurde, so verdichten sich nun die Zeichen dafür, dass die OPEC als entscheidender Machtfaktor am Ölmarkt da nicht mitspielt.

Wie das Wall Street Journal laut Angaben von Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind, vermeldet, erwägen Saudi-Arabien und Russland geplante Produktionssteigerungen zu unterbrechen, nachdem die USA und andere Länder ihre Reserven anzapfen. Andere Mitglieder des Kartells, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, seien nicht davon überzeugt, dass eine Förderpause notwendig sein soll.

Nächste Woche Donnerstag findet das nächste Treffen der OPEC und ihrer Partner (OPEC+) statt. Dann dürfte verkündet werden, ob man weniger Öl fördert, um der Zunahme der Angebotsmenge durch die Industrieländer entgegenzuwirken. Bislang baut die OPEC+ ihre Mengen kontinuierlich aus um jeweils 400.000 Barrels pro Tag je Monat. Man kann durchaus annehmen, dass diese Menge nächste Woche reduziert oder gestrichen wird. Denn Russland und Saudi-Arabien sind die Schwergewichte schlechthin in diesem erweiterten Kartell. Der Ölpreis reagiert aktuell gar nicht auf diese WSJ-Meldung. Denn dass so eine OPEC-Reaktion möglich ist, schwebt als Szenario schon die ganze Woche durch den Ölmarkt.



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