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Zentrale europäische Plattform für Schrottkredite wird geschaffen

Die Ankündigung gab es schon, und nun wird sie umgesetzt. Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA baut eine zentrale Plattform für Schrottkredite in Europa. Hier können kaufwillige…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Ankündigung gab es schon, und nun wird sie umgesetzt. Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA baut eine zentrale Plattform für Schrottkredite in Europa. Hier können kaufwillige Investoren nach einheitlichen Standards sehen, worum es sich handelt. Was sind sie noch wert, und wie sieht es mit Konkurrenzangeboten aus? So könnten Investoren in Deutschland auf Schrottkredite in Portugal aufmerksam werden, oder Investoren aus Irland auf Schrottkredite in Italien. Die Transparenz könnte für mehr Nachfrage sorgen. Damit könnten Banken es eventuell schaffen mehr von ihrem Schrott loszuschlagen, und das vielleicht sogar zu höheren Preisen! Möglich ist das durchaus.

Denn bislang gibt es eine intransparente Angebotsseite. Durch die Transparenz könnte die Nachfrageseite deutlich vom Volumen her zunehmen, und damit eben auch die Chance auf höhere Verkaufspreise des Schrotts – soweit zumindest die Theorie. Hier haben die europäischen Institutionen mal eine Idee umgesetzt, die tatsächlich einen kleinen Schritt nach vorne bringen könnte für die Neuaufstellung von Banken beispielsweise in Italien. Wie gesagt, ein kleiner Schritt, mehr noch nicht! Hier die BaFin dazu im Wortlaut:

Die BaFin begrüßt die heutige Veröffentlichung von Datentemplates für notleidende Kredite (Non-Performing Loans – NPLs) durch die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA. Die Templates schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Transaktionen mit notleidenden Krediten in der gesamten EU getätigt werden können. Damit gibt es nun ein einheitliches EU-Datenformat für die indikative Beurteilung, finanzielle Sorgfaltspflichten (Due Diligence) sowie Bewertungen im Verlauf von NPL-Transaktionen. Ein breiter Einsatz der Templates soll zu einer Ausweitung der Investorenbasis beitragen, die Einstiegsbarrieren für potenzielle Anleger senken, die Datenqualität und -verfügbarkeit verbessern, die Preisfindung vereinfachen und die Entwicklung von NPL-Sekundärmärkten stärken.

Die EBA stellt diese Templates zur Verfügung, damit Banken Investoren und anderen Interessenten vergleichbare und standardisierte Daten zu notleidenden Krediten zur Verfügung stellen können. Die NPL-Templates der EBA sind nicht Teil der aufsichtlichen Meldepflicht; ihre Nutzung ist freiwillig. Sie sollen als Marktstandard für NPL-Transaktionen dienen und eine Grundlage für Sekundärmarktinitiativen in diesem Bereich schaffen.

In den NPL-Templates der EBA sollen Daten auf Einzelkreditebene erfasst werden, unter anderem mit Informationen zu den Gegenparteien des Kredits sowie zu den zugrundeliegenden Sicherheiten. Dies gewährleistet Informationen in größtmöglicher Granularität. Die Templates bauen auf dem bereits bestehenden Meldewesen auf, um die Implementierungskosten für die Banken zu reduzieren. Sie etablieren ein gemeinsames EU-Datenformat; in bestimmten Teilen werden aber auch nationale Besonderheiten erfasst. Für die indikative Beurteilung von Portfolien steht zudem ein Übersichtstemplate zur Verfügung.

Bei der Finalisierung der Templates wurde das Feedback von Marktteilnehmern sowie den zuständigen Behörden und EU-Institutionen berücksichtigt. So nahm die EBA zum Beispiel eine Priorisierung verschiedener Datenfelder vor, je nach Bedeutung der Informationen für die Bewertung und die Prüfungen im Rahmen finanzieller Due Diligence.


© European Union, 2016 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Etienne Ansotte

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    leser

    15. Dezember 2017 18:16 at 18:16

    Ob da auch die Anleihen der EZB rein kommen?

    Hierzulande hat man (leider?) keine Rating-Agenturen, die da noch ein Tripple-A drauf pappen. Dann verkauft’s sich einfach besser.

  2. Avatar

    baeuerin

    15. Dezember 2017 18:43 at 18:43

    Aha,kann man dann mit (Kredit),auf Kredite spekulieren?
    Die Welt ist doch krank und verschuldet bis Unterkante Oberlippe!
    Genauso koennte man sagen:
    Zentrale europäische Plattform für Scheixxe wird geschaffen
    Hatte meine Oma doch recht,als sie sagte:
    Mit Scheixxe kannste Geld verdienen,musst sie aber nur aufheben…
    Erklaere das mal einen Lemming,indem du ihm erklaerst:
    Willst du meine Schulden kaufen,lol ha ha
    Euch kann man doch alles Verkaufen!!!
    Kein Wunder,das des dt.Sparer einen Bankberater braucht,lol ha ha und da is er dann noch stolz drauf,wenn ihm Schrottpapiere angedreht werden!
    Siehe 16 Mio.Riestervertraege der Michels..
    Wer verdient denn da???

    • Avatar

      leftutti

      15. Dezember 2017 21:36 at 21:36

      @Bauer, diese Woche wurde in Ihren Kommentaren „lol ha ha“ vergleichbar inflationär auf ständigen steigenden ATH’s verwendet, wie DOW und BTC an den Märkten. Wir haben doch Nikolaus- und Weihnachtszeit, wie wäre es mal mit lall ho hooo? Nicht böse sein, aber ich kann diese drei Inflektive bzw. Interjektionen echt nicht mehr sehen bzw. lesen. Alleine gestern waren es gefühlt mindestens 100.

      • Avatar

        baeuerin

        15. Dezember 2017 21:59 at 21:59

        lol ha ha ,sorry,lol… ich habe keine Smili-Funktion!
        Deshalb musst du weiterhin lol ha ha lesen!
        Aber so isser halt..der Germane im Belehren!

        Sag einmal,geht dir/euch die Belehrerei anderer,nicht tierisch auf den Seier??
        Ohne Belehren anderer,ist der Deutsche unzufrieden od. wie??
        Klaer mich bitte auf,warum ihr so seid… lumpige 80 Mio.Belehrer…das ist uebel und nicht lol ha ha !!!
        Aber ich kann euch verstehen,dass man bei einer dt.Maulsperre nur ungluecklich durch die Gegend rennt…

        • Avatar

          leftutti

          15. Dezember 2017 22:55 at 22:55

          @Bauer, ich glaube, Sie sind einfach nur zu unbedarft für die „Smiley-Funktion“ lol ha ha, sorry, lol
          Sind Sie nicht auch der Meinung, dass eher Sie es sind, der ständig am Belehren ist? „So ist er, der Germane, wann wird es der Michel endlich verstehen, der deutsche Sparer braucht einen Bankberater, blind wie ein Lemming wird er in der Abgrund stürzen, blah blah blah, lol ha ha“?

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            lucki

            16. Dezember 2017 12:28 at 12:28

            Getretene Hunde bellen.
            Ich wollte keinen Hund beleidigen, sorry, liebe Vierbeiner.

  3. Avatar

    barthez72

    16. Dezember 2017 11:49 at 11:49

    achtung an der bahnsteigkante,jetzt wird es wieder lustig.kreditkrise 2008 lässt grüssen.nur diesesmal in €. wenn jetzt die falschen hände diese npl´s kaufen und in neue schachteln mit bbb´s mischen und nicht
    mehr die italienische oder französche bank (unterliegen ja der bankenaufsicht) anleihenhalter sind, gibt es ja event. andere rechtsrahmen bzw . meldeplichten ,um sie dann an mum and pap weiterzuverscherbeln.es ist unglaublich. mit ecb -siegel.in einem anderen post schrieb ich ja von den 2 geldsystemschwachstellen,hier trifft man wie 2008 wieder beide.
    iasas o.

  4. Avatar

    lucki

    16. Dezember 2017 12:25 at 12:25

    Ich übersetz das mal in verständliche, Nichtbehördenspeech:

    Es wird versucht, bankrotte Banken und Staaten von ihrem unwiderbringlich versiebten Müll zu entlasten.
    Motto: jeden Morgen steht ein Blöder auf. Man muss ihn allerdings finden.
    Wir helfen Ihnen in eine konzertierten Aktion jetzt dabei Dumme zu finden.
    MFG xxxxxxx

  5. Avatar

    joah

    16. Dezember 2017 23:32 at 23:32

    eBay als größte Müllhalde wird soeben abgelöst.

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Battery Day und Tesla: Live-Kommentar zum Event

Markus Fugmann

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Elon Musk hatte den „Battery Day“ im Vorfeld als „einer der aufregendsten Tage der Tesla-Geschichte“ bezeichnet, gestern jedoch die Erwartungen in einem Tweet deutlich gedämpft – die Tesla-Aktie daher heute mit 5% im Minus.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, kommentiert den Battery Day live ab 22.15Uhr

:

Live-Kommentar zum lange erwarteten Battery Day von Tesla

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Gabor Steingart: „Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt“

Claudio Kummerfeld

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Gabor Steingart redet Klartext im folgenden aktuellen Video-Interview mit Mission Money. Er spricht von der Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt, von einer Zinsknechtschaft von noch Ungeborenen. Die heutige Politik erkaufe sich mit der Druckerpresse Ruhe in der Bevölkerung, so lautet eine der Hauptthesen von Gabor Steingart (hier geht es zu Steingarts Morning Briefing).

Gemeint ist damit, dass (so wollen wir es formulieren) Notenbanken und Regierungen derzeit ohne Ende neues Geld drucken und die Staatsverschuldung hochschrauben. Damit werden Rettungspakete bezahlt, die zukünftige Generationen als Schuldenlast erben, und dann abbezahlen müssen. Mit diesem jetzt frisch erschaffenen Geld würden alte Industrien gerettet. Und das nun zwei Jahre laufende Kurzarbeitergeld sei de facto ein Bedingungsloses Grundeinkommen, so drückt es Gabor Steingart aus.

Gabor Steingart plädiert für Abkehr von alten Industrien, und für Aufbruch in die Zukunft

Im geht es im Interview hauptsächlich darum, dass es einen Art Aufbruch in Politik und Gesellschaft geben müsse. Denn derzeit rette Deutschland seine Industrie aus dem letzten Jahrhundert. Man müsse aber in Zukunftstechnologien investieren. So plädiert Gabor Steingart unter anderem dafür die Bildungsausgaben zu verfielfachen. Anfangen könne man zum Beispiel bei deutlich mehr Ausgaben für die Digitalisierung der Schulden. In diesem Zusammenhang erwähnt er, dass die Lufthansa vom Staat gerade 2 1/2 Mal so viel Rettungsgeld bekommen habe als die Schulen in Deutschland für die Digitalisierung.

Die Aussagen von Gabor Steingart sind hochinteressant! Sie sollten sich die 30 Minuten Zeit nehmen. Auch werden im späteren Verlauf des Interviews andere interessante Themen angesprochen, und auch der „Wandel von Journalisten hin zu Aktivisten“. Aber hauptsächlich widmet man sich der bislang verspielten Chance, jetzt massiv in die Zukunft zu investieren. Dabei gibt er sich betont optimistisch, dass Deutschland diese Herausforderung bewältigen könne – man müsse nur endlich mal losgehen, jemand müsse den Startschuss geben.

Gabor Steingart
Gabor Steingart, Ausschnitt aus Originalfoto. Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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Coronakrise: Die Deutschen entdecken plötzlich Aktien!

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Ziemlich genau ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem die Coronakrise die Aktien auf ihren tiefsten Stand drückten. Anschließend folgte mit einem Lockdown ein einmaliger Stillstand im Berufs- und Alltagsleben der Menschen in Deutschland. Die Konsumenten gaben zwangsläufig weniger aus als vor der Coronakrise, auch unter Berücksichtigung des geringeren Einkommens seit dieser Zeit. Was sie mit ihrem Geld anstellten, ergab eine Umfrage im Auftrag der Postbank – mit teilweise überraschenden Erkenntnissen.

Coronakrise: Die Zurückhaltung der Konsumenten

Wie veränderte die Coronakrise das Konsumverhalten der Deutschen? Dieser Frage ging das Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag der Postbank nach. Die Ergebnisse:

Drei Viertel der Bundesbürger gaben weniger aus als zuvor, am meisten – 82,4 Prozent die 20 bis 29-Jährigen, die geringste Zurückhaltung bei den über 60-Jährigen mit 64,2 Prozent.
Da aber insgesamt die Einkommenseinbußen im Lande aufgrund von Zuschüssen, Kurzarbeitergeld u.a. moderat ausfielen, muss Geld gespart worden sein. Und zwar bei diesen Ausgaben:

  • Urlaub 46,2 Prozent
  • Gaststättenbesuche 39,6 Prozent
  • Hobby 31,7 Prozent
  • Mode 28,1 Prozent …..

Am geringsten waren die Sparmaßnahmen bei:

  • Genussmitteln (Alkohol, Zigaretten) 14,1 Prozent
  • Lebensmitteln 7,2 Prozent
  • Altersvorsorge 6,5 Prozent

Damit verbleibt ein Viertel der Bevölkerung, welches keine Ausgabenänderungen durchgeführt haben.

Wohin floss das Eingesparte?

Bei der Betrachtung der Sparziele treten doch einige Tugenden der Deutschen zu Tage – auch und gerade während der Coronakrise. Bei den Sparzielen nannten die Befragten:

  • Rücklagen für unerwartete Ausgaben 39,5 Prozent
  • Altersvorsorge 36,6 Prozent
  • Persönliche Muße 31,6 Prozent
  • Rücklagen für Krisenzeiten 28,9 Prozent
  • Erwerb von Wohneigentum 12,5 Prozent
  • Renovierungen 12,0 Prozent
  • Autokauf 11,6 Prozent
  • Rücklagen für Kinder 10 Prozent
  • Fast 13 Prozent konnten oder wollten überhaupt nichts zurücklegen.

Die Überraschung: Engagement in Aktien

Um diese Ziele wie Altersvorsorge und Weiteres zu erreichen, haben viele Sparer ausgerechnet in der Coronakrise mit all den Katastrophe-Nachrichten ihr Engagement in Aktien verstärkt. 3,2 Prozent tätigten zum ersten Mal eine Anlage in Aktien, 7,2 Prozent verstärkten ihre Wertpapierkäufe. Wie bereits schon öfters berichtet, macht 2020 das Sparplanprinzip in Deutschland die Runde. Mit 62 Prozent war die Anlage in Aktien seit dem Ausbruch der Coronakrise das bevorzugte Investment, gefolgt von ETFs (39,8 Prozent), Investmentfonds (22,2 Prozent), Zertifikate (13,9 Prozent), ganz am Ende Anleihen und Optionsscheine. Sollten deutsche Anleger tatsächlich einmal antizyklisch ins Geschäft mit Aktien eingestiegen sein?

Fazit

Auch wenn das gesamte Finanzsystem in einer sehr angespannten Lage ist und man jederzeit mit heftigen Korrekturen rechnen muss (vor allem in den kommenden Jahren) ist die Fokussierung auf Aktien von neuen Anlegern vermutliche keine schlechte Entscheidung. Die finanzielle Repression läuft – und die Zinsen haben nach vier Jahrzehnten ihren Nullpunkt erreicht. Eine (Leit-)Zinsanhebung ist aus faktischen Gründen auf lange Zeit obsolet und Zinsanlagen ergeben (gewollt) keine Rendite.

Aber die Wirtschaft muss weiter laufen, wie nach jeder Krise – und viele Aktien werden ihren Wert behalten, viele Anleihen dagegen nicht. Keiner hat eine Glaskugel. Aber ohne Wirtschaft, keine Einkommen, keine Steuereinnahmen, kein funktionierender Staat und ……kein Aktienmarkt. Banal aber wahr.

In der Coronakrise entdecken die Deutschen plötzlich Aktien

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