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Absturz des Tages: Credit Suisse – und ein Wort zur Schweiz..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Die Credit Suisse hat heute ihren größten Verlust seit der Finanzkrise gemeldet: im 4.Quartal verbuchte die Schweizer Bank einen Verlust von 5,8 Milliarden Franken. Die erschreckenden Zahlen resultieren vorwiegend aus (goodwill-)Abschreibungen (3,8 Milliarden Franken) und der Aufstockung von Rückstellungen.

Nach Aussagen des CEO Tidjane Thiam wird die Credit Suisse ihr Programm zum Kostenabbau beschleunigen und weitere 4000 Mitarbeiter entlassen. Das sei, so Thiam, aufgrund eines “particularly challenging environment” leider notwendig.

Analysten reagierten mit Bestürzung auf die Zahlen: die Abkehr vom Investmentbanking komme zu spät, zudem sei die von Thiam eingeleitete Fokussierung auf den asiatischen Markt zwar mittel- bis langfristig richtig, erfolge aber zu einem ziemlich ungünstigen Zeitpunkt.

Die Aktien der Credit Suisse verloren heute 13% – das ist der größte Absturz seit dem Jahr 1991. Seit Jahresbeginn stürzten die Aktien der Credit Suisse damit um 33% ab – der etwas größere schweizer Konkurrent UBS verlor dagagen „nur“ 23%.

Die meisten Verluste entstanden im Bereich global markets division, die unter geringerern Kundenaktivitäten gelitten habe sowie „signifikante Verluste“ bestehender Handelspositionen verbuchen mußte. CEO Thiam zeigte sich in Interviews heute dennoch optimistisch (er sei „very confident“), doch überwiegen seitens der Analysten die Stimmen, die die verkündeten Ziele der Bank bis zum Jahr 2018 als „nicht erreichbar“ bezeichnen.

Der Markt sieht das ähnlich – die Aktie im im Sinkflug:

Credit Suisse

Kommen die beiden überdimensionierten (in Relation zum BIP der Schweiz) Banken des Landes in schweres Fahrwasser, wird der vermutlich größte Hedgefond der Welt, die Schweiz, Schwierigkeiten bekommen. Die schweizer Notenbank SNB hat – ebenfalls in Relation zum BIP – eine gigantisch große Bilanzsumme und hält unter anderem in großem Volumen Apple-Aktien (die nun bekanntlich deutlich tiefer notieren).

Wir hatten daher schon vor Jahren immer wieder gewarnt, dass die Schweiz faktisch alles andere als ein sicherer Hort ist – entgegen dem gängigen Klischee sind die Risiken für einen Staat wie die Schweiz aufgrund des völlig überdimensionierten Finnazsektors des Landes wohl deutlich größer als etwa für ein Land der Europeripherie wie Spanien..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Jöeg

    4. Februar 2016 12:58 at 12:58

    Sehr informativer Artikel!
    Danke!

  2. Avatar

    Franz Wegmüller

    4. Februar 2016 14:11 at 14:11

    Na, wollen wir mal nicht übertreiben. Der Finanzsektor macht am CH-BIP keine 10% aus. Sicherlich ein gutes Stück, aber bei weitem nicht dramatisch. Und die Probleme der SNB waren und sind die Probleme der EU und des Euros. Sie sollte es endlich so machen wie aktuell China, und in Europa aufkaufen, was noch was Wert ist (Siemens, BMW, Mercedes, Bayer usw.). Und wenn die Apple-Aktien etwas tauchen, who cares? Glücklicherweise denken ja nicht alle in Derivaten und in HFT.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      4. Februar 2016 22:21 at 22:21

      @Franz, es ist geht weniger ums das BIP, als vielmehr um die Bilanzsummen der Banken und vor allem der SNB, die das BIP der Schweiz um ein Mehrfaches übersteigen. Kippen die Banken, sieht es schlecht es für die Eidgenossen..

  3. Avatar

    Marko

    4. Februar 2016 14:39 at 14:39

    Die Währung wurde über Jahre gestützt, durch die SNB.
    Die einzige Lösung für die Schweiz wäre, dem Euro beizutreten,man wäre neben Deutschland wohl der größte Profiteur. Damals wollten ja unbedingt die Franzosen, dass wir den Euro bekommen, damit die Bundesbank nicht machen kann was sie will. Der Euro sollte Franken heissen, die EZB sollte selbstverständlich in Paris ihren Sitz haben usw… Und was haben sie jetzt davon : Für Deutschland war bzw ist der Euro klasse, für manch andere nicht gerade…

    Aber in Sachen Eurobeitritt der Schweiz könnte der Umrechnungskurs für die Schweizer jetzt ein Problem sein, man stelle sich mal vor : Die Schweiz (der Franken) gegen den Euro tradet derzeit auf 1,10 , also nahe der Parität.
    Was für ein Witz, alleine von der Wirtschaftskraft her gesehen. Einige Schweizer Unternehmen machen ja schon den Laden dicht und wandern aus nach Deutschland/Frankreich usw, andere werden folgen…

  4. Avatar

    Sabine

    4. Februar 2016 22:19 at 22:19

    Was ist denn das für ein Schwachsinn? Die Schweiz soll lieber draußen bleiben! Die Gefahr jetzt (s.Artikel) ist doch gerade die Verbandelung mit den Mächten dieser Welt. Und wenn sie die Schweiz, deren Bürgern es derzeit finanziell super geht (ich kenne die Löhne im Vergleich zu Deutschen, da ich für Baustellen und Löhne dort zuständig war!!!!), auch noch in den wertlosen Euro treiben, dann wird die Schweiz superschnell arm. So schnell können wir gar nicht schauen. Und natürlich müssen sie dann den ganzen Schwachsinn, den wir bereits durchmachen (Lügenbirne…), mitmachen und -finanzieren! Alternativlos.

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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