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Aktien 2022: Der „Markt wird sauberer“- Inflation, Zinsen, Gamestop

Die Kunst 2022 wird sein, die richtigen Aktien auszuwählen!

Aktien im Jahr 2022 - was läuft, was nicht?

Haben wir nun die Zinswende durch die US-Notenbank Fed gesehen im Jahr 2021 – und wie reagieren die Aktien darauf? Ist also die ganz große Party für die Aktienmärke vorbei, wenn die Zinsen 2022 beginnen zu steigen (zumindest in den USA)?

Aktien 2022: „Der Markt wird sauberer“

„Die heißer Luft wird aus den Ballons gehen, der Markt wird sauberer“, sagt der Vermögensverwalter Bert Flossbach. Er meint damit Aktien mit viel heißer Luft wie etwa Gamestop, die durch massive Liquidität der Notenbanken nach oben gespült worden sind und nun mit Einsetzen der Zinsangst dann eben vieles dieser Gewinne wieder auspreisen werden müssen. Das gilt auch für Pandemie-Gewinner wie Docusign oder Zoom, die inzwischen schon heftig korrigiert haben – also vor allem jene Titel, die Cathie Wood mit ihrem ARKK im Depot hat. Die Mehrheit der Investoren ist bei ARKK im Minus, weil die Mehrheit erst gekauft hat, nachdem die Kurse weit oben waren – wie Bert Flossbach zeigt. Und angesichts der beginnenden Zinsangst dürfte es im Jahr 2022 für Cathie Wood und ihre Aktien nicht viel leichter werden.

Notenbanken und Inflation: Deglobalisierung, Dekarbonisierung, Demografie

Die Inflation als Mittel der Entschuldung, so von Flossbach, sei gar nicht so unerwünscht, so Flossbach – allerdings sei die Teuerung angesichts der Pandemie zu hoch gestiegen.

Notenbanken wie die EZB behaupten jedoch, dass die Inflation wieder unter die Marke von 2% fallen werde – das aber sei reines Wunschdenken, so Flossbach. Die Inflation werde sich auf deutlich höherem Niveau einpendeln als vor der Coronakrise – mit der Folge einer weiteren Enteignung der Sparer. Daher, so Flossbach, gehe auch im Jahr 2022 kein Weg an Aktien vorbei.

Nun kommen noch „die drei D“ hinzu:

Deglobalisierung: die Notwendigkeit, weniger abhängig zu sein von der Produktio vor allem in Fernost – mit der Folge steigender Kosten

Dekarbonisierung: die politisch gewollte grüne Energiewende, die die Kosten nach oben treiben wird

– die Demografie: Geburtenstarke Jahrgänge scheiden Stück für Stück aus dem Berufsleben aus, mit der Folge steigender Löhne vor allem bei qualifizierten Jobs

Die Kunst aber wird sein, die richtigen Aktien auszuwählen! Sehen Sie dazu die starken und weitsichtigen Aussagen von Bert Flossbach in einem Interview mit „Mission Money“:



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3 Kommentare

    1. Kein Freund von ETF's

      @ Columbo

      Immer schön streuen, heißt die Devise;-)

      ETF’s sind aber in meinen Augen kein Allheilmittel und für unbedarfte Anleger auch zum Teil gefährlich, da vermeintlich absolut sicher.

      Viele wissen Garnicht, was sie sich im Einzelfall für ein Finanzkonstrukt zulegen.
      So gibt es z.B. ETF’s die über Derivate z.B einen Aktienindex „abbilden“ (die in einer echten Krise nicht mehr viel Wert sein dürften).
      Außerdem was passiert, wenn aus irgendeinem Grund viele Gleichzeitig ihr Kapital von den Fondsgesellschaften verlangen. Wie solvent ist dann der Emittent, vor allem wenn er die vermeintlich hinterlegten Aktien nicht greifbar hat und diese im Notfall somit nicht verkaufen kann?

      Und selbst wenn die ETF’s die darin abgebildeten Aktien erwerben, sichern sie sich meistens Vertraglich das Recht zu, diese Aktien zum größten Teil zum Eigennutz verleihen zu dürfen. Die Frage ist dann, an wen diese Aktien verliehen werden und ob man im Notfall diese Aktien zurückbekommt (und nicht erst nach gerichtlicher Auseinandersetzung…..)

      Ich denke (aus Erfahrungen in meinem Bekanntenkreis) die Wenigsten interessieren sich für die vertraglichen Feinheiten von ETF’s. Es ist ja so schön sicher und bequem sowie „günstig“ und man muss sich nicht mit Firmenbilanzen und Geschäftsmodellen herumschlagen und Arbeit rein stecken…

      Meiner Meinung nach ist es besser einfach viele Aktien bzw. echte Unternehmensbeteiligungen zu kaufen, also ausreichend zu streuen. Aktien sind die echten Sachwerte!
      Ein Portfolio sollte meines Erachtens einen größeren Teil mit einer hohen Sicherheit (gute Firmenbilanzen, starkes EPS, niedriges KGV, etc.) und einen kleineren spekulativen Anteil (vielversprechende Produkte) aufweisen.

  1. Eines der besten Interviews der letzten Jahre!!

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