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Aktien aktuell im Fokus: Airbus, Lufthansa, Deutsche Bank

Nachdem Emirates Airbus gestern unter Druck setzte wegen Bestellungen zum A380, kommt die heutige Nachricht wie ein Segen für die Airbus-Aktie. Man sackt die größte Flugzeug-Bestellung seiner…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nachdem Emirates Airbus gestern unter Druck setzte wegen Bestellungen zum A380, kommt die heutige Nachricht wie ein Segen für die Airbus-Aktie. Man sackt die größte Flugzeug-Bestellung seiner Geschichte ein. Indigo Partners aus den USA will 430 Mittelstrecken-Modelle vom Typ A320neo kaufen. Nach offizieller Liste wären das 49,5 Milliarden Dollar, aber mit kräftigen Rabatten dürfte diese Summe kleiner ausfallen.

Indigo hält Anteile an den Fluggesellschaften JetSmart (Chile), Volaris (Mexiko), Frontier Airlines (USA) und Wizz Air (Ungarn). Dort sollen die Maschinen zum Einsatz kommen. Das dürfte Airbus gegenüber Boeing wieder gut nach vorne pushen in diesem entscheidenden Marktsegment! Die Airbus-Aktie notiert aktuell mit +1,9%, war aber heute schon stärker im Plus. Sie eröffnete bei 86,84 Euro, und fiel seitdem bis jetzt auf 84,94 Euro. Aber wie gesagt, immer noch ein Plus!

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank-Aktie ist im Aufwind. Erst Anfang der Woche wurde vermeldet, dass Morgan Stanley sich knapp 7% der Aktien gesichert hatte. Heute nun folgt die Nachricht, dass der US-Investor „Cerberus“ 3% der Aktien gekauft hat. Erst im Juli hatte Cerberus 5% an der Commerzbank gekauft. Und die Deutsche Bank? Bei der wird es immer „lustiger und spannender“, möchte man da sagen. Renditehungrige Private Equity-Fonds aus den USA und ein leicht undurchsichtiger Großinvestor aus China (HNA mit 10%).

Die Zukunft der Bank wird spannend (so richtig kräftiger Renditedruck?). Möglicherweise glauben diese Investoren daran, dass der weiter fortgesetzte brutale Sparkurs von John Cryan die Bank in Sachen Rendite so richtig gut nach vorne bringt. Denkbar wäre das! Schließlich sagte Cryan erst letzte Woche, dass andere Banken vergleichbarer Größe mit nur der Hälfte des Personals wie man selbst auskommen würden. Also stehen weitere enorme Entlassungen an bei der Deutschen. Die Aktie lag heute schon gut im Minus, und drehte nach der Cerberus-Nachricht in ein Tages-Plus (Chart seit gestern früh).


Die Deutsche Bank-Aktie seit gestern früh.

Lufthansa

Aktuell ist der Aufschrei bei Verbraucherschutz und Politik groß. Was? Lufthansa nutzt sein de facto Monopol am Markt für innerdeutsche Strecken aus, und erhöht die Preise? Darauf wäre ja niemand gekommen… wie glücklich war die Politik doch, dass die Lufthansa (sicher aus reiner Nächstenliebe) einen großen Teil der Air Berlin-Flotte und die Landerechte übernahm. Aber dennoch klafft erstmal eine Lücke in der Angebotsmenge gegenüber der Lage vor der Air Berlin-Pleite. Ebenso dürfte es auch nach der Flugaufnahme von „neuen“ Eurowings-Maschinen ein ähnliches Szenario geben.

Denn laut dem Portal „Mydealz“ sind die innerdeutschen Flugpreise nach Stichproben gegenüber September schon um 16% gestiegen! Von Berlin nach Frankfurt stiegen Preise sogar um 60%, von Düsseldorf nach München sogar um 300%. Natürlich könnte man das mit der Buchungssoftware begründen, die die Preise steigen lässt, wenn bei dem begrenzten Angebot die Nachfrage deutlich höher ausfällt. Man könnte aber auch argumentieren, dass die Lufthansa ihre Marktmacht jetzt voll ausspielt. Danke an die hohe Politik, die dieses Monopol mit Applaus herbeiführte? („wir brauchen einen nationalen Airline-Champion…)

Die Gewinner dieser Situation dürften die Lufthansa-Aktionäre sein. Gerade in diesem Augenblick dürfte jeder Inlandsflug mit deutlich höheren Ticketpreisen die Konten der Lufthansa voll machen. Das könnte auf deutlich bessere Zahlen für das laufende Quartal hindeuten. Genauer wissen wir es Anfang 2018, wenn die Quartalszahlen bekanntgegeben werden.


Die Lufthansa-Aktie zieht seit Monaten kräftig an, (Chart seit Anfang 2015), weil man verdammt gut weiß, wie schön diese Situation für die Lufthansa ist. 28,37 Euro war vor wenigen Tagen der Höchstkurs, aber man liegt momentan nur minimal darunter bei 27,26 Euro.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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