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Aktuell: Die Absetzbewegung beginnt – Frankreich sagt „no“ zu Junckers Deal mit Trump!

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Es verwundert fast, dass es so lange gedauert hat! Aber soeben ist es dann doch passiert: Frankreich sagt „no“ zu den gestrigen Absichtserklärungen in dem Gespräch zwischen Trump und Juncker! Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire zu den Absichtserklärungen:

– Frankreich will nicht in umfassende Handelsverhandlungen einsteigen

– Landwirtschaft muss von allen Verhandlungen ausgeschlossen werden (FMW: Frankreichs von der EU hoch subventionierte Landwirtschaft ist die heilige Kuh schlechthin!)

 

– Hürden und Vorschriften jenseits von Zöllen sind nicht verhandelbar

– wir erwarten von den USA eine Geste des guten Willens, besonders bei Aluminium und Stahl (Subtext: erst wenn die US-Zölle auf Stahl und Aluminmium fallen, sind wir überhaupt bereit, in Verhandlungen einzutreten!)

Das klingt doch ein bißchen anders als etwa die hymnischen Aussagen der Bundesregierung, die in jeder Hinsicht die EU-Kommission bei den Verhandlungen unterstützen will, wie die Vize-Regierungssprecherin heute vormittag kundtat. Ähnlich begeistert natürlich auch die deutsche Autoindustrie, deren Verband VDA so formulierte:

„Wir freuen uns auf Fortschritte hin zu einer zu Stahl- und Aluminiumzöllen und zu einer Deeskalation der wechselseitigen Handlungen, die Unternehmen und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks schaden könnten“.

All das ist logisch: Deutschland wäre der große Gewinner eines solchen Deals (keine Zölle auf Autos), Frankreich der Verlierer, vor allem wenn die Landwirtschaftszölle der EU fallen würden! Damit stehe sich also Paris und Berlin mit ihren Interessen diametral gegenüber!


Von sébastien amiet;l – Marche Hommage Charlie hebdo et aux victimes des attentats de janvier 2015, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37820477

5 Kommentare

5 Comments

  1. Achim

    26. Juli 2018 12:33 at 12:33

    Die EU Spalten ist der erste Strategische Zug
    Frankreich gegen Deutschland ausspielen, sich hinsetzen und zuschauen was passiert!!
    Dann noch ein paar Tweets zum aufheizen

  2. Maitdjai

    26. Juli 2018 12:56 at 12:56

    Nicht der erste Zug! So „bloed“ wie man „Trumpel“ gerne haette, ist wahrscheinlich, nun doch nicht.
    Was will der (nicht gewaehlte) „Kommissionsvorsitzende“ eigentlich mit einem „Praesidenten“ verhandeln, oder gar vereinbaren? Lol
    Zum Glueck gibt es die „Vereinigten Staaten von Europa“ noch nicht.
    Jetzt geht das „gegackere“ im EU „Huehnerstall“ wieder los!
    Man muss und sollte schon fuer sich selbst verhandeln,
    wenn man die „Rosinen“ einheimsen will!
    Eben auch „das Aussitz-Murksel“, das sich schon wieder die „Raute-Griffel“ gerieben hat.

  3. Gast

    26. Juli 2018 15:08 at 15:08

    Wenn man sich überlegt, dass der auf diesen Bildern, die im Zusammenhang mit dem Besuch in USA entstanden sind, gezeigte Juncker mehr als „hart“ (in unserer Gegend ein Synonym für besoffen) zu sein scheint, für die Europäische Union spricht, ist das mehr als beschämend für diese EU.

  4. fishman

    26. Juli 2018 18:09 at 18:09

    Da hätte ein Jumbojet hochkarätiger EU-Unterhändler, ausgestattet mit Vollmachten, aus den verschiedenen Ländern mit anreisen müssen, um Entscheidungen dieser Tragweite erreichen zu können. Es ist ein Witz, da fürchten sich respektable Länder vor dem was da aus den USA auf uns zukommen wird. Und Juncker torkelt da mal eben hin und macht die Sache klar? Alles Banane oder was? Da werden jetzt die TTIP Verhandlungen, die heimlichen Wünsche der Amerikaner, beinhart ins Gefecht geführt und wir verhandeln unter dem Damoklesschwert der Autozölle und dann vielleicht noch unter Zeitdruck. Nee, Altmeier, Du hast Dir beim Hochreißen der Arme vor lauter Begeisterungsrufe das Hemd umsonst kaputt gerissen. Herr Juncker hat die Europäer blamiert insofern, als er total auf der ganzen Linie Donald Trump gefolgt ist und dabei zugegeben hat wie unfair die Europäer bislang die USA behandelt hätten. Zumindest hätte er die Aussetzung der Zölle für Stahl und Alu zur Bedingung für neue Verhandlungen machen müssen. Trump wird einmal mehr erkennen müssen, daß es nicht wirklich einen mit allen´, seinem Amt entspechenden, Verhandler mit Generalvollmacht aus der EU gibt. Und das ist, in dem Zustand in dem sich die EU zur Zeit befindet, auch gut so. Toll verhandelt ist erst einmal noch gar nichts Herr Altmeier. Mal sehen, was davon am Ende noch übrig bleibt.

  5. Beobachterr

    26. Juli 2018 20:43 at 20:43

    Die Zeitgewinnler machen Freudensprünge obwohl jeder Kindskopf weiss , dass innerhalb weniger Stunden Alles anders aussieht.
    Ähnlich wie die Situation, als am Wochenende vom 20.5. anscheinend China u.die USA vereinbarten, dass das Bilanzdefizit ausgeglichen werden sollte.Die Börsen nahmen das sehr positiv auf u. sprachen schon vom Ende des Handelskrieges
    Als natürlich der bärische Fugmann ?? das als lächerlich u.als Nichts Konkretes bezeichnete hat er die ganze Stimmung wieder verdorben, wie vielleicht auch heute?
    Immerhin haben mit dem Facebook– Verlust Einige einen Hinweis bekommen, dass es an der Börse doch 2 Richtungen gibt.

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Immobilienpreise klettern weiter ungebremst nach oben!

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Die Immobilienpreise in Deutschland kennen kein Halten! Es geht wie am Strich gezogen nach oben. Das zeigt eine vor wenigen Minuten veröffentlichte Erhebung anhand real durchgeführter Immobilientransaktionen. Laut Europace steigt der selbst herausgegebene Hauspreisindex „kontinuierlich weiter“. Er umfasst die Preise für Neubauhäuser, Bestandshäuser und Eigentumswohnungen. Der folgende Chart reicht bis 2011 zurück, und ist wohl mehr als eindeutig. Die Preise klettern immer weiter. Die aktuellen Zahlen beweisen laut Europace, dass die Niedrigzinsphase die Immobilienpreise steigen lasse. Der Rückgang der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr tue ein Übriges, dass sich der Anfrageüberhang nicht relevant abbaue. Im Wortlaut aus der aktuellen Mitteilung:

Im Juli verzeichnete der EUROPACE Hauspreis-Index EPX ein beständiges Wachstum. Eigentumswohnungen legten im Vergleich zum Vormonat um 1,50 Prozent, Bestandshäuser um 1,25 Prozent zu. Bei Neubauhäusern stiegen die Preise nur leicht um 0,23 Prozent. Der Gesamtindex kletterte damit um 0,98 Prozent auf 163,3 Punkte. Grundlage des EPX sind bundesweit tatsächlich abgeschlossene Transaktionen für selbstgenutzte Häuser und Eigentumswohnungen im Wert von mehr als 5 Mrd. Euro pro Monat.

Immobilienpreise Grafik Europace

Immobilienpreise Index im Detail

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US-Staatsverschuldung macht Riesensprünge! Budget-Defizit wird Billionen-Grenze überschreiten

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Die US-Staatsverschuldung macht gerade einen großen Sprung nach dem anderen. Wir hatten in den letzten Tagen schon berichtet über die monatelang eingefrorene offizielle Verschuldungssumme der US-Bundesregierung. Denn nach Erreichen einer Obergrenze fürs Schuldenmachen musste man die neuen Schulden optisch verstecken oder in die Zukunft schieben. Vor Kurzem dann wurde die Grenze aufgehoben, und laut Vereinbarung im Kongress kann die Regierung bis 2021 weiter kräftig Schulden machen.

Gawooni Anleihe

US-Staatsverschuldung mit weiteren Schüben

Vom 1. auf den 2. August machte die offizielle US-Staatsverschuldung einen Sprung nach oben in Höhe von 292 Milliarden Dollar auf 22,314 Billionen Dollar. Seitdem sind bis vorgestern (Daten werden immer mit zwei Tagen Verzögerung veröffentlicht) weitere 114 Milliarden Dollar hinzugekommen. Also ist die US-Staatsschuld seit dem 1. August um insgesamt 406 Milliarden Dollar angestiegen. Das ist ein Plus von 1,84% bezogen auf die Gesamtsumme. Keine schlechte Leistung, wenn man die offizielle Statistik mal als absolute Wahrheit hinnimmt.

Haushaltsdefizit gigantisch

Das Budgetbüro des US-Kongresses (CBO) hat gestern seine neueste Prognose für den US-Haushalt veröffentlicht (hier im Detail nachzulesen). Demnach soll das Haushaltsdefizit der USA im Fiskaljahr 2020 die Billionengrenze überschreiten. Damit würde man diese magische Grenze zwei Jahre früher als bislang geplant überschreiten. Die Regierung würde also 1 Billion Dollar mehr ausgeben, also sie einnimmt. In 2019 sollen es „noch“ 960 Milliarden Dollar Defizit sein. Es ist mehr als offensichtlich. Die Wirtschaft in den USA kann noch so stark wachsen. Die Steuersenkungen von Donald Trump aus dem Jahr 2017 entziehen dem Staat so viele Einnahmen, dass die Spanne zu den Ausgaben weiter ansteigt.

US-Staatsverschuldung debt to the penny
Quelle: US Treasury

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Negativzinsen: Kleinsparer-Schutz? Nullsummenspiel für Banken, Kunden verlieren so oder so

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Der Kapitalmarkt ist sich einig. Nach den letzten offiziellen Aussagen von Mario Draghi wird die EZB am 12. September die Zinsen weiter senken. Der Leitzins könnte ins Negative rutschen, und der Banken-Einlagenzins noch weiter ins Negative, denn er ist ja bereits bei -0,40%. Schon heute reichen viele Banken in Deutschland diese Negativzinsen weiter an Firmenkunden und Privatkunden mit großen Guthaben.

Schutz der Kleinsparer vor Negativzinsen?

Volksbanken und Sparkassen hatten jüngst schon angekündigt, dass man die Negativzinsen wohl an die breite Masse der Kunden weiterreichen müsse, wenn das Zinsumfeld so bleibt oder sich sogar noch verschlechtert. Dann wäre auch der Kleinsparer betroffen, und müsste aufs Sparbuch wohl sogar noch Zinsen zahlen? Bayerns CSU-Mann Söder hatte Finanzminister Olaf Scholz einen Wink gegeben. Und laut Berichten prüft er als verwantwortlicher Finanzminister jetzt, ob man deutsche Kleinsparer gesetzlich davor schützen kann, dass Banken sie mit Negativzinsen belasten.

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Ausweichen

Das klingt natürlich gut. Die Politik versucht was für den deutschen Michel zu tun, ihn/sie davor zu schützen, was die EZB anrichtet. Aber, so möchten wir anmerken: Was wird denn passieren, wenn die Banken durch die EZB mit immer weiteren Negativzinsen belastet werden, diese aber dank gesetzlichem Verbot nicht an ihre Kunden weiterreichen können? Wie immer bei staatlich erzeugten Verzerrungen kommt es dann zu Ausweichhandlungen. Die Banken würden (was ja jetzt schon geschieht) statt Negativzinsen die Gebühren für den normalen Girokonto-Kunden noch weiter raufsetzen. Noch höhere Gebühren für die jährliche Bankkarten-Nutzung, noch mehr Gebühren fürs Geldabheben, für Kontoauszüge drucken, für das Eingeben von Überweisungen etc. Sozusagen „kalte“ Negativzinsen“, die als Gebühren im normalen Giroverkehr dargestellt werden. Dagegen kann dann ja niemand etwas sagen.

Gawooni Anleihe

Laut Olaf Scholz sei die Prüfung des Schutzes der Kleinanleger vor Negativzinsen kompliziert, und es werde etwas dauern. Aber man habe jetzt eine Prüfung veranlasst. Man kann es (so meinen wir) drehen und wenden, wie man will. Verbietet der Staat etwas, weicht der Betroffene aus, und belastet den Endkunden über Umwege. Am Ende zahlt der Kunde immer die Zeche. Das Grundübel liegt bei der EZB. Sie predigt seit Jahren die großen Vorteile der Nullzinspolitik, welche sie seit Jahren betreibt. Kreditkunden würden viel günstiger an Geld kommen usw. Und der Sparer, der solle mal nicht so rumjammern (sinngemäß von uns ausgedrückt). Aber man wird es ja zunehmend sehen. Pensionskassen, Versicherungen etc werden bei weiter fallenden Zinsen noch mehr in Nöte geraten. Und auf lange Sicht werden die Bürger, die Monat für Monat Jahr für Jahr fleißig Geld fürs Alter zurücklegen, die großen Verlierer sein.

Werden aus Zinsen bald Negativzinsen für den Kleinsparer
Foto: pixabay / nattanan23

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