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Aktuell: EZB-Direktor Coeure: Haben Änderung der Geldpolitik „nicht diskutiert“ – aber wir könnten..

Erheiternde Dementi der EZB nach dem Motto: wir haben nicht, aber wir könnten, wenn wir wollten..Euro unter Druck, Dax steigt, aber dann kuckte man genauer hin..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Wenn eines wahrscheinlich war und ist, dann der Versuch der EZB, die Aussagen Draghis auf der Konferenz in Sintra zur Inflation wieder einzufangen. Selbst Jens Weidmann, sicher kein Freund der ultralaxen Geldpolitik, war mit Dementis schon aktiv – er will schließlich Nachfolger von Draghi werden, und da empfiehlt es sich, mit den mächtigen Wölfen zu heulen, bis man selbst der mächtigste Wolf ist.

Heute war EZB-Direktor Benoit Coeure an der Reihe – vor Medienvertretern in Frankfurt sagte der Franzose:

„Der EZB-Rat hat Veränderungen der Geldpolitik nicht diskutiert. Das könnte künftig geschehen, aber es ist noch nicht passiert“.

Aha.

Es könnte ja auch geschehen, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt, wie einst schon die Gallier fürchteten – aber es ist bekanntlich noch nicht passiert. Also viel könnte, hätte, würde. Verbale Anstrengungen, die Märkte im Griff zu behalten und den Euro nicht zu weit steigen zu lassen.

A propos Euro: der reagierte zunächst empfindlich darauf, dass noch nicht diskutiert wurde. Aber dann zog er wieder an, weil ja in Zukunft diskutiert werden könnte, Sie verstehen..

ECB Board Members – Benoît Cœuré


EZB-Direktor Benoit Coeure. Foto: EZB

Coeure fand dann noch beruhigende Worte zur Marktentwicklung: im großen Zusammenhang seien die Marktentwicklungen der letzten Tage nicht sehr bedeutsam. Man habe in der Vergangenheit eine Entkopplung zwischen Anleihemärkten und Aktienmärkten gesehen – womit der Franzose darauf anspielt, dass die Aktienmärkte die positiven Konjunkturdaten aus der Eurozone widerspiegeln würden, während die Anleihemärkte genau das nicht taten. Nun könne es, so Coeure, eben zu „Anpassungen“ („alignments“) kommen. Das kann man wohl vor allem als eine Warnung an die Anleihemärkte verstehen..

Und so fällt der Bund-Future nach anfänglicher Freude wieder:

Der Dax auch eher nur kurz euphorisch – irgendwie wollen die Märkte den Dementis nicht wirklich glauben..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Arsene 293

    5. Juli 2017 15:19 at 15:19

    Immer wieder erheiternd Eure Kommentare liebe FMW Redaktion. Vielen Dank dafür.

  2. Avatar

    Arsene293

    5. Juli 2017 15:20 at 15:20

    Immer wieder erheiternd Eure Kommentare liebe FMW Redaktion. Vielen Dank dafür.

  3. Avatar

    Arsene293

    5. Juli 2017 15:21 at 15:21

    Immer wieder erheiternd Eure Kommentare liebe FMW-Redaktion. Vielen Dank dafür.

  4. Avatar

    Arsene293

    5. Juli 2017 15:24 at 15:24

    Sorry, schreibe das erste Mal einen Kommentar ;-)

    • Avatar

      berti

      5. Juli 2017 15:26 at 15:26

      macht nix, ist auch erheiternd :-)

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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