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Aktuell: EZB und Bank of England versuchen Panik vorzubeugen bei hartem Brexit und vereinbaren Währungs-Swap

Die EZB und die Bank of England haben soeben bekannt gegeben, dass man einen Währungs-Swap beschlossen habe. Konkret heißt das, dass die EZB britischen Banken Euros zur Verfügung stellen wird bei Bedarf, während die Bank of England Banken aus der EU britische Pfund zur Verfügung stellen würde.

Hintergrund ist die Befürchtung, dass es doch zu einem harten Brexit kommt, der dann etwa britische Banken von der Versorgung mit Euros abschneiden könnte (und Banken vom europäischen Festland von der Versorgung mit Pound Sterling).

Da die Banken-Welt extrem vernetzt ist, macht ein solcher Schritt als Vorsichts-Maßnahme Sinn! Das zeigt die Vergangenheit etwa im Gefolge der Finanzkrise: damals hatte die Fed solche Währungs-Swaps mit anderen ausgewählten Zentralbanken wie der EZB verabredet – und damit vor allem europäische Banken gerettet, die enormen Bedraf an Dollars hatten (die EZB reichte die Dollars der Fed an die Banken der Eurozone damals weiter).

Hier die Erklärung der EZB im Wortlaut:

ECB and Bank of England activate currency swap arrangement for possible provision of euro to UK banks

Bank of England will offer to lend euro to UK banks on a weekly basis
Bank of England to obtain euro from the ECB in exchange for pound sterling
Eurosystem would stand ready to lend pound sterling to euro area banks, if a need arises

The European Central Bank (ECB) and the Bank of England have decided to activate a standing swap line through which the Bank of England will offer to lend euro to UK banks on a weekly basis. The ECB will receive pound sterling from the Bank of England in exchange for euro. The activation marks a prudent and precautionary step by the Bank of England to provide additional flexibility in its provision of liquidity insurance, supporting the functioning of markets that serve households and businesses.

The swap line between the ECB and the Bank of England is part of a network of standing arrangements with four other central banks, including the Bank of Canada, the Bank of Japan, the Federal Reserve, and the Swiss National Bank. These standing swap lines were agreed in October 2013 and replaced a set of temporary arrangements. Liquidity providing arrangements contribute to global financial stability.

As part of the same agreement, the Eurosystem would stand ready to lend pound sterling to euro area banks, if the need arises.

The ECB will continue to work closely with the Bank of England to monitor market conditions carefully and keep its operations under review.


EZB-Zentrale in Frankfurt. Foto: Kiefer CC BY-SA 2.0



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