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Aktuell: Steinhoff-Aktie schmiert kräftig ab mit aktuell -30%, Kreditberg wackelt, kein Überblick über eigenen Cash Flow

In den letzten Tagen hatten wir mehrfach über die Steinhoff-Aktie berichtet. Fast jeden Tag gibt es neue Infos oder Gerüchte. Über allem schwebt der große Bilanzskandal, von dem niemand weiß, wie...

FMW-Redaktion

In den letzten Tagen hatten wir mehrfach über die Steinhoff-Aktie berichtet. Fast jeden Tag gibt es neue Infos oder Gerüchte. Über allem schwebt der große Bilanzskandal, von dem niemand weiß, wie groß er tatsächlich ist. Das Unternehmen veranstaltet aktuell gerade eine Konferenz in London mit seinen Gläubigern. In diesem Zusammenhang hat Steinhoff eine Präsentation veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass man den Umfang der Unregelmäßigkeiten in Bilanz und Jahresabschluss noch nicht abschätzen könne. Immer noch nicht? Da muss ja einiges im Dunkeln liegen!

Auch verweist man heute darauf, dass Banken immer öfter Kreditlinien für Steinhoff streichen oder aussetzen würden. Auch würden Kreditversicherungen Deckungszusagen streichen. Das sieht nicht danach aus, dass die Gläubiger fest zu Steinhoff stehen, und hoffen ein riesiges wackliges Gebäude zusammenhalten zu können. Denn solange die Gläubiger den Hahn nicht zudrehen, kann ja jede Party immer weiter laufen!

Es geht um mehr als 10 Milliarden Euro Schulden, die der Möbelriese (in Deutschland „Poco“, in Frankreich „Conforama“, in UK „Poundland“, in den USA „Mattress“) angehäuft hat. Auch sagt Steinhoff heute, dass man sich selbst nicht über den eigenen Cash Flow im Klaren sei. Ohhhhh, das hört sich nicht gut an! Auch könne man jetzt nicht sagen, wann man in der Lage sei neue Jahresabschlüsse einzureichen.

Wie schlecht muss es um einen Milliardenkonzern stehen, der von sich selbst offiziell sagt, dass man keinen genauen Überblick über den Cash Flow der einzelnen operativen Einheiten hat? Unglaublich, aber wahr! Man darf das Schlimmste befürchten. Noch ist alles völlig unklar, wie es mit dem Unternehmen weitergeht. Wirtschaftsprüfer seien aktuell dabei die Zahlen aufzuarbeiten.

Die Aktie, die am 5. Dezember von 3 auf 1,40 Euro einbrach, ist seitdem quasi als Pennystock unterwegs. Heute Mittag noch bei 0,62 Euro, crasht sie aktuell runter auf 0,43 Euro, ein Verlust von 30% in nicht mal zwei Stunden. Die aktuelle Panik ist nachvollziehbar. Was, wenn die Gläubiger einfach so den Stecker ziehen, nach dem Motto: „Aus der Resteverwertung ist mehr rauszuholen, als wenn man die Augen schließt, und auf bessere Zeiten hofft“.


Die Steinhoff-Aktie seit letztem Freitag.



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1 Kommentar

  1. Da hab ich wieder a „Naser“l“ gehabt..bin am Freitag bei 0,592 raus!

    Jetzt steht sie bei 0,39!!!

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