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Aktuell: Trump attackiert Deutschland auf NATO-Gipfel frontal (+Update)

Deutschland sei „Ein Gefangener“ Russlands, so Trump..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Laut einem Bericht von „CNBC“ hat Donald auf dem heutigen NATO-Gipfel Deutschland schwer attackiert. Deutschland sei „Ein Gefangener“ Russlands („Germany is a captive of Russia“), so der Kurz-Bericht des US-Finanzsenders CNBC.

Damit dürfte Trump auf die in Relation zum deutschen BIP geringen Verteidigungsausgaben anspielen (1,24% des BIP; die USA liegen bei 3,5% des BIP) – Deutschland sei daher ohne die USA, so Trump, praktisch schutzlos. Und indirekt droht Trump genau diesen Schutz aufzuheben mit dieser Aussage!

Update zum Wortlaut Trumps:

“Germany is totally controlled by Russia … They will be getting between 60 and 70 percent of their energy from Russia and a new pipeline, and you tell me if that is appropriate because I think its not.”

“I think it is a very bad thing for NATO and I don’t think it should have happened and I think we have to talk to Germany about it. On top of that, Germany is just paying a little bit over 1 percent (on defense) … And I think that is inappropriate also.”

Hier Trumps Ansage im Original:

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Gestern hatte Trump eine Salve an Tweets losgelassen, wonach die NATO-Partner nicht nur zu wenig für die Verteidigung bezahlen würden – inidrekt fordere Trump, dass diejeneigen Länder, die zu wenig ausgeben würden, dies anchzahlen müssten:

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Das sei eine Art „Schutzgeldsystem“, das Trump wohl anstrebe, so heute der britische „Guardian“. Oder wie der EX-FBI-Chef Comey formulierte: es sind Mafia-Methoden ins Weiße Haus eingezogen..

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25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    asyoulike

    11. Juli 2018 09:55 at 09:55

    Moin, moin,

    so ganz von der Hand weisen lassen sich m.E. die Aussagen Trumps nicht.
    Stellen wir uns zwei kleine Orte vor, irgendwo. Ort A hält eine Feuerwehr vor, gibt dort viel Geld für Fortbildung, Unterhalt der Fahrzeuge etc. aus. Ort B gibt sein Geld eher für Sozialprojekte aus. Solange es nicht brennt, ist der Ort A benachteiligt. Der Ort A muss bei Sozialprojekten sparen, da er auch noch seine Feuerwehr unterhält. Ort B preisst seine Sozialausgaben. Es ist Nacht, in Ort B brennt es. Niemand ist da zum Löschen, weder Personal noch Ausrüstung. Wieso sollte Ort A nun zur Hilfe kommen?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      11. Juli 2018 10:01 at 10:01

      @asyoulike, nur ist es doch so: mittels des Militärs und des Dollars haben die USA die Welt kontrolliert und sich damit sehr sehr viele (auch materielle) Vorteile verschafft jahrzentelang; also so einfach ist die Rechnung eben nicht!

  2. Avatar

    tm

    11. Juli 2018 10:13 at 10:13

    Ich bin bei Trump ja nach wie vor teils unsicher, was Dummheit und was Provokation ist. Wenn man seine Aussagen ernst nimmt, stellt er sich offenbar vor, dass es eine Art NATO-Haushalt gibt, in den alle Mitglieder einzahlen und aus dem dann alle Militärausgaben finanziert werden. Aber das ist ja schon komplett Unsinn.

    Ich halte die deutschen Militärausgaben zwar auch für zu niedrig, aber glaubt irgendwer, die USA würden ihre Ausgaben senken, wenn die Europäer ihre erhöhen? Wenn Trump meint, die USA zahlen zu viel fürs Militär, soll er halt die Ausgaben kürzen (was Obama gemacht hat) und nicht massiv erhöhen.

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      leftutti

      11. Juli 2018 10:59 at 10:59

      @tm, da bin ich ganz Ihrer Meinung: Es ist einfach unglaublich, dass jemand den Militärhaushalt um etwa 15% aufstockt auf eine Summe, die höher ist, als die von Russland und China zusammen. Gleichzeitig werden die Budgets „unwichtiger“ Ressorts wie Gesundheitssystem, Sozialsystem oder Umwelt massiv gekürzt. Und genau so jemand stellt sich dann hin und verlangt das Gleiche von anderen Staaten?!

      Ort B besitzt gute Schulen, Freizeiteinrichtungen und ein Krankenhaus, die auch von den Kindern, Einwohnern und verletzten Feuerwehrleuten aus Ort A frequentiert werden. Außerdem gibt es in Ort B eine prosperierende Landwirtschaft, die auch die Einwohner von Ort A mit ernährt, weil die ja kaum Geld für so etwas haben. Es erschien ihnen wichtiger, noch weitere drei Löschfahrzeuge zu kaufen, obwohl der vorherige Bestand locker für beide Orte ausreichend war.
      Warum also sollte Ort A nicht zu Hilfe eilen, wenn es in B mal brennt?

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        tm

        11. Juli 2018 11:13 at 11:13

        “ auf eine Summe, die höher ist, als die von Russland und China zusammen. “

        Ja, wobei ich vorsichtig bei der Argumentation mit Absolutbeträgen wäre. Mit seinem scheinbar so kleine Etat finanziert Russland eine Armee, die mehr Soldaten umfasst als die von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen zusammen und mehr Panzer als die gesamte Nato. Sie können das ja mal hochrechnen, wie groß die russische Armee dann sein könnte, wenn Russland so viel ausgeben würde wie die USA. Die Kosten sind halt andere, daher macht es wenig Sinn, Absolutbeträge zu vergleichen.

        • Avatar

          leftutti

          11. Juli 2018 11:29 at 11:29

          Da haben Sie jetzt auch wieder recht. Und durch die selbstverschuldete Verteuerung von Stahl wird der Bau von Kriegsgeräten auch nicht billiger für den armen Donald.

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    Trigo

    11. Juli 2018 10:39 at 10:39

    Trump ist wie die Mafia…. wenn du nicht zahlst, dann „könnte“ was passieren. Wir sind die Versicherung! Erst schön die Gegend unsicher machen und dir dann Schutz anbieten bzw. aufzwingen.

  4. Avatar

    Lausi

    11. Juli 2018 10:41 at 10:41

    Was erlauben Trump?! Mein Gott ist der widerlich! Diesem Typen sollte mal gezeigt werden wo der Hammer hängt! Früher oder später wird er diesen schon zu spüren bekommen.

  5. Avatar

    Lutze

    11. Juli 2018 11:46 at 11:46

    Wozu benötigen wir überhaupt die NATO in dieser Dimension?
    Wer greift Europa oder die USA an? Ich kenne da keinen !!!
    Nachtigal ich hör dich trapsen: der militärische- u. Bankenkomplex greift der USA u. der EU in die finanziellen Taschen. Nur bringt es der Bevölkerung keinen Wohlstand.
    Wo könnten wir wirtschaftlich stehen, wenn das Geld für Rüstung in Infrastruktur, Innovation usw. fließen würde.

    • Avatar

      tm

      11. Juli 2018 12:03 at 12:03

      Naja die Nato gibt im Schnitt vermutlich rund 2% des BIPs für das Militär aus – Russland über 5%. Wieso benötigt Russland mit 140 Mio. Einwohnern eine Armee, die größer ist als die Armeen von Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Polen zusammen? Und wieso benötigt Russland so viele Panzer wie die gesamte Nato?

      • Avatar

        leftutti

        11. Juli 2018 13:15 at 13:15

        Einen gewissen Einfluss haben da sicherlich neben vielen anderen Faktoren auch die geografischen Gegebenheiten: Die Dimension des Riesenlandes, die Länge der Grenzen, die Anzahl an auch nicht gerade pazifistisch angehauchten Nachbarn.
        Ich habe jetzt keine Ahnung, wie die Truppen- und Panzerverteilung genau aussieht, aber ein nicht unerheblicher Teil wird sicherlich an den Süd-, Ost- und sogar Nordgrenzen bzw. -bezirken stationiert sein.

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          tm

          11. Juli 2018 13:25 at 13:25

          Sie meinen, weil Russland von der Mongolei oder Kasachstan oder Weissrussland bedroht wird? Oder glauben Sie ernsthaft, China oder die Nato würden Russland angreifen?

          Also dass ein Staat mehr für das MIlitär ausgibt als Deutschland, finde ich nachvollziehbar. Aber Russland gibt so viel aus, wie kaum ein anderes Land, über 5% der Wirtschaftsleistung, und unterhält eine riesige Armee.

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            leftutti

            11. Juli 2018 14:50 at 14:50

            @tm, ich meine gar nichts! Ich schreibe nur, dass es ein riesiges Land mit einer utopischen Grenzlänge ist. Und Grenzen wollen nun einmal bewacht und geschützt werden. Während die USA gar keine potenziellen militärischen Gegner an seinen Festlandsgrenzen hat (wieso also gibt man hier 3,5% der Wirtschaftsleistung aus?), ist es doch irgendwie nachvollziehbar, dass man zumindest ein wachsames Auge auf die Kaukasus-Grenzen und auf China hat. Auch Alaska ist nur einen Steinwurf weit entfernt…

            Auch macht es keinen Sinn, absolute Zahlen (so viele Panzer wie die gesamte NATO) zu vergleichen, wie Sie weiter oben ganz richtig bemerkt haben. Denn in Punkto Modernität, Qualität und Einsatzfähigkeit sind russische Panzer zu einem sehr großen Prozentsatz weit und deutlich unterlegen. Die letzte wirkliche Innovation im russischen Panzerbau war im Jahr 1967. Erst etwa 50 Jahre später, also vor wenigen Jahren, wurde der supermoderne T-14 Armata entwickelt und produziert. Der Anteil an der Gesamtanzahl ist jedoch noch verschwindend gering.

          • Avatar

            tm

            11. Juli 2018 15:02 at 15:02

            Ne, es macht keinen Sinn, absolute Geldbeträge zu vergleichen, weil die Kostenstrukturen ganz andere sind – es macht hingegen sehr viel Sinn – neben dem Ausgaben im Verhältnis zum BIP -, die Armeegrößen zu vergleichen.

            Und wenn Sie nun argumentieren, das russsiche Militär sei im Grunde total veraltet, steht das in krassem Widersprich zu russischen Meldungen, aber auch zur Ansicht innerhalb der Nato. Lesen Sie mal Sputnik, da wird das russische Militär jeden Tag gefeiert und auch die Nato schätzt Russlands Armee als überlegen ein. Gerade weil Russland im Verhältnis zum BIP viel ausgibt, kann es ja eine große und vermutlich auch in Teilen moderne Armee finanzieren.

            Die lange Grenze lasse ich als Argument ja durchaus gelten. Aber die Grenze zum Kaukasus ist ca. 900km lang und das sind Staaten mit winzigen Armeen. Und ist China militärisch eine Bedrohung für Russland? Zudem scheint es für viele Kommentatoren völlig nachvollziehbar zu sein, dass sich das riesige Russland mit einer der größten Armeen der Welt berechtigt bedroht fühlen darf, die kleinen baltischen Staaten hingegen dürfen sich offenbar nicht vom ungleich größeren Nachbarn bedroht fühlen.

          • Avatar

            leftutti

            11. Juli 2018 15:58 at 15:58

            Ich schreibe aber nicht vom russischen Militär an sich, sondern von den Panzern. Und die sind, in absoluten und relativen Zahlen, zumeist veraltet und weit unterlegen (noch).
            Was China angeht, sind die aktuell sicher keine militärische Bedrohung, was aber nicht immer so war und auch nicht so bleiben muss. Ehrlich gesagt, als unmittelbarer Nachbar hätte auch ich immer ein wachsames Auge auf die Burschen.
            Und last but not least: Ich finde hier keinen einzigen Kommentator mit Ausnahme von Ihnen, der irgendetwas über Bedrohung von Russland oder von baltischen Staaten durch Russland schreibt. Oder wer von beiden sich bedroht fühlen darf oder eben nicht. Somit kann ich Ihre Ansicht nicht teilen, dass dies für viele Kommentatoren völlig nachvollziehbar sei.

  6. Avatar

    Lutze

    11. Juli 2018 12:53 at 12:53

    tm – in Deinem Kopf geht irgend was vor was ich nicht begreife. Wer führt denn vermehrt Kriege auf dieser Welt: NATO incl. USA oder Russland? Wer wird bedroht NATO oder Russland? Wer benötigt also mehr Rüstungsausgaben NATO oder Russland?
    Aber wie ich Deine Kommentare hier einschätze hast Du auch wieder die bescheuerste Statistik zur Hand, Herr Allwissend.

    • Avatar

      tm

      11. Juli 2018 12:59 at 12:59

      Welche Kriege hat die NATO denn illegitim geführt? Und wer bedroht Russland? Russland stellt eine Bedrohung für alle ehemaligen Sowjetrepubliken dar, umgekehrt wird Russland offenkundig von niemandem bedroht.

      :-) Tja, schon blöd, wenn Statistiken Ihrem Weltbild widersprechen, oder?

      Also Sie finden es völlig normal und in Ordnung, dass Russland mit 140 Mio. Einwohnern eine Armee unterhält, die mehr Panzer hat als die gesamte NATO und so viele Soldaten wie Frankreich, Deutschland, Italien, UK und Polen zusammen? Und Sie begründen das noch ernsthaft mti der Bedrohung durch die NATO?

        • Avatar

          tm

          11. Juli 2018 14:00 at 14:00

          Ja was wollen Sie nun mit diesen Absolutwerten zeigen? Wie gesagt, mit dem scheinbar so kleinen Etat finanziert Russland mehr Panzer als die gesamte Nato und so viele Soldaten wie Frankreich, Deutschland, Italien, UK und Polen zusammen. Erschreckend, oder?

      • Avatar

        Gixxer

        11. Juli 2018 19:47 at 19:47

        tm schreibt: „Welche Kriege hat die NATO denn illegitim geführt?“
        Wie wäre es mit dem Jugoslawienkrieg oder dem ersten und zweiten Irakkrieg. Man kann aber auch Libyen anführen.
        Die zahlreichen kleineren Scharmützel lasse ich jetzt mal weg (Schweinebuchtinvasion, etc.).

        Ihre Abneigung was absolute Beträge angeht, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Die USA geben fast 10mal so viel für Rüstung wie Russland aus. Und sie wollen uns hier weis machen, dass eigentlich Russland mehr ausgibt, da es prozentual zum BIP mehr ausgibt. Kostete eine Rakete der Amis gleicher Wirkungsweise wie eine der Russen etwa das 20fache? Dann könnte ich es nachvollziehen.

        Des Weiteren fehlt immer noch eine Quellenangabe zu Ihren Behauptungen: „Russland würde so viele Soldaten wie Frankreich, Deutschland, Italien, UK und Polen zusammen unterhalten“.
        Wobei wir wissen, dass zB die Amis durchaus Kriege auch ohne Soldaten führen (Stichwort Drohnen).

        • Avatar

          Michael

          11. Juli 2018 21:17 at 21:17

          @Gixxer, tm geht offensichtlich tatsächlich davon aus, dass all die ihm und der ganzen Welt vorliegenden Statistiken die Realität widerspiegeln. Dass er, und nur er, genau weiß, wie hoch genau das russische BIP und die exakten Militärausgaben zu beziffern sind. Weiterhin geht er davon aus, dass Russland jedes Einzelteil an Rüstungstechnologie auch im eigenen Land fertigen lässt (weil die Kostenstrukturen ganz andere sind) und keinerlei Technologie (für Einzelteile, Ideen, Patente, Geheimnisse) aus dem teuren Ausland zukauft.

          Wie auch immer, was soll’s? Tatsache ist doch am Ende, dass sowohl die USA, wie auch Russland immer dann militärisch „intervenieren“, wenn deren wirtschaftliche oder sog. geopolitische Interessen betroffen sind. Beide schlagen zu, wann immer sie es als gegeben erachten und beide versuchen, Überschneidungen zu verhindern. Erst durfte sich der Eine an Afghanistan versuchen, etwas später der Andere. Sehr erfolgreich waren am Ende beide nicht, trotz 5% des BIP oder hoch überlegener Technologie.
          Wann immer die Öl- und Gaswirtschaft betroffen ist, kommt man sich ab und an ins Gehege, doch zum größten Teil sind die Reviere klar abgesteckt.
          Europa wird derzeit bestenfalls von Draghi, ein paar Rechtpopulisten und einer seltsam anmutenden EU-Politik bedroht, alles Gegner, gegen die kein Panzer viel ausrichten kann ;)

          Das eigentliche Thema, dass Master-Präsi Trump eine mafiose Erpressungsstrategie twittert, geht dabei völlig unter. Und da ist @tm ja jederzeit bei uns, dass Trump doch einfach die Ausgaben kürzen soll, wenn sie ihm zu hoch erscheinen.

    • Avatar

      tm

      11. Juli 2018 13:00 at 13:00

      P.S.: Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich nicht mehr duzen würden.

  7. Avatar

    Maitdjai

    11. Juli 2018 13:08 at 13:08

    Gemessen an dem Zustand der deutschen „Brunnenbohrer-Schrott“ Armee (BW), ist der Verteidigungshaushalt schon „komisch“ hoch! „Flinten Uschi“ will zwar staendig mehr Etat, aber was passiert dann eigentlich damit? Bei aller berechtigter Kritik an Trump, ist es vielleicht gar nicht schlecht, wenn die dilettantischen Traumtaenzer und „Steuer-Geldverbrenner“, in der Berliner Kaeseglocke, mal die Leviten gelesen bekommen!Vielleicht sollte man die duetschen „Qualitaets“ Ruestungsgueter auch mal an die Bundeswehr weitergeben, anstatt sie in alle moeglichen Krisengebiete und diverse „zweifelhafte“ Verbuendete zu verscherbeln. Aber das wuede ja Aufruhr in dem scheinheiligen Berliner „Lobbyisten-Kuschel“ Kukon nach sich ziehen. D. h., viele post-politische, gut dotierte, „Vorstands-Pups-Posten“ waeren einfach gestrichen.

  8. Avatar

    Lutze

    11. Juli 2018 16:31 at 16:31

    tm-ich wäre Ihnen dankbar wenn SIE Ihren Aussagen auch Quellen hinzufügen würden, damit SIE auch glaubwürdig sind in Ihrer Besserwisserei

  9. Avatar

    Denker

    11. Juli 2018 16:47 at 16:47

    Is doch geil,… ich liebe Trump,… ein richtiger Querkopf der mal ordentlich für Stimmung sorgt in dem von Bürokraten verseuchten Staatssimulation BRD.
    Wunderbar, soll er sie doch abziehn seine Armee. Spart erhebliche Kosten und Terror und ihre Drohnenkriege können sie von woanders ausführn.
    das paßt natürlich den neocons nicht,… würden sie doch gerne die EU in einen Krieg gegen Russland hineinlügen. Flintenuschi oder Frau Feuchteleiden wird schon ganz wuschich in den Krieg zu ziehen. Natürlich ohne ihre eigenen Sprößlinge, das sollen die anderen Dummen machen.
    Und Russland, ochgottchen,… vor denen hab ich Angst, stand doch der Russe schon 70 Jahre vor der Tür…durchgegangen ist er aber irgendwie nie,den Imperialisten sei dank.
    Stattdessen gabs als Dankeschön für die Freigabe der ostlichen Teilgebiete auch prompt die Nato Osterweiterung.
    Herzlandtheorie hin oder her,… denn wir sind die Guten

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Autoindustrie: Das Problem ist der Standort Deutschland

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Autoindustrie in Deutschland im Wandel

Steht die deutsche Autoindustrie vor einem Niedergang wie der Standort Detroit, die ehemalige Hochburg der Autoproduktion in den USA? Die Deutsche Bank (DB) hat ein hochinteressantes Research-Dokument dazu veröffentlicht. Darin wird die Branche nicht wirklich schlecht geredet. Aber schaut man genauer hin, geht es vor allem um den Standort Deutschland, der problematisch sein soll. Die deutsche Autoindustrie selbst sei relativ gut aufgestellt, aber eben nicht der Standort Deutschland. Vorab wollen wir aus der Analyse einige Aussagen erwähnen, was denn positiv am Standort Deutschland zu bewerten ist.

Der Automobilstandort Deutschland verfüge über außergewöhnliche Vorteile. Zu nennen sei vor allem die enge technologische und räumliche Verzahnung von Herstellern, industriellen Zulieferern, Ausrüstern (z.B. Maschinenbau), Entwicklungsdienstleistern, Logistikunternehmen sowie von universitären und sonstigen Forschungseinrichtungen. Von dieser vertikal integrierten Wertschöpfungskette sowie dem über Jahrzehnte gewachsenen Know-how der Beschäftigten könne der Standort zehren. Auch der intensive brancheninterne Wettbewerb war und ist ein Motor für stetige Innovationskraft und Produktivitätsfortschritte. Fasst man aber alle in der Analyse der DB skizzierten Faktoren zusammen, dann falle es jedoch schwer, die Zukunftsaussichten für den Automobilstandort optimistisch zu sehen.

Negative Standortfaktoren für die Autoindustrie in Deutschland

Negativ zu erwähnen hat die DB-Studie so einiges. Und dabei geht es überhaupt nicht um den Absturz während der Coronakrise, sondern um strukturelle Faktoren. Zum Beispiel würden strenge CO2-Grenzwerte für neue Pkw in der EU dazu führen, dass die Hersteller mehr Elektroautos auf den Markt bringen müssten. Der resultierende Kostenanstieg verschärfe den Strukturwandel in der Branche. Kaum jemand erwarte, dass die Netto-Bilanz dieses Strukturwandels für die Wertschöpfung und Beschäftigung der Automoindustrie in Deutschland positiv ausfallen wird.

Auch die Unsicherheiten hinsichtlich der Klima- und Energiepolitik hätten dazu beigetragen, dass der Kapitalstock in energieintensiven Branchen wie der Metallerzeugung oder der Chemieindustrie in Deutschland seit vielen Jahren sinke. Diese Sektoren zählen auch zur automobilen Wertschöpfungskette. Durch die Investitionszurückhaltung würden laut der Studie Teile dieser Kette geschwächt. Höhere Kosten kämen auf die Autoindustrie auch durch die geplante Verschärfung der europäischen Abgasnormen zu (Euro 7). Im Volumensegment dürfte der Kostenaufschlag pro Fahrzeug besonders ins Gewicht fallen. Dies setze die Produktion von „Autos für den Durchschnittsbürger“ in Hochlohnländern wie Deutschland, aber auch in Frankreich oder Italien unter Druck.

Bei klassischen Standortfaktoren wie der Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften, Lohnhöhe oder der Flexibilität bei Arbeitszeiten habe sich Deutschlands Position laut der Studie der DB im internationalen Vergleich zuletzt eher verschlechtert. Auch die anhaltenden Handelskonflikte würden die Investitionsbereitschaft hemmen. Zudem ist die Pkw-Nachfrage im wichtigen westeuropäischen Absatzmarkt gesättigt. Schließlich bedeute die demografische Entwicklung eine Herausforderung, da sie zu einem sinkenden Erwerbspersonenpotenzial führe und die Nachfrage dämpft.

Angesichts der strukturellen Herausforderungen sei es fraglich, ob die früheren Produktionshöchststände am Standort Deutschland jemals wieder erreicht werden. Die DB befürchtet, dass es immer schwerer wird, eine konkurrenzfähige Produktion von Pkw im Volumensegment in Deutschland aufrechtzuerhalten. Der Anteil Deutschlands an der globalen, aber auch an der europäischen Autoproduktion könnte in den kommenden Jahren sinken. Ähnlich sei es der Autoindustrie im US-Bundesstaat Michigan (Detroit) ergangen, wo heute deutlich weniger Fahrzeuge gefertigt werden als zu Beginn des Jahrhunderts. Die deutsche Autoindustrie sei besser für die elektromobile Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet als der Automobilstandort Deutschland.

Autoindustrie wird sich anpassen – Standort mit Problem?

Wir wollen nur kurze und interessante Auszüge der DB-Studie zitieren. Zum Beispiel gehen wir nochmal auf den Detroit-Vergleich ein. Die DB sagt, dass dieser Vergleich vielleicht zunächst schockieren möge. Aber noch immer würden in Michigan viele Light Vehicles (LV) produziert. Allerdings waren es in den letzten Jahren etwa ein Drittel weniger Fahrzeuge als zu Beginn dieses Jahrhunderts. In der Folge ist der Anteil des Bundestaates an der gesamten LV-Produktion der USA von knapp 25 Prozent im Jahr 2000 auf deutlich weniger als 20 Prozent in den letzten Jahren gesunken. Profitiert hätten dagegen einige Südstaaten der USA, in denen auch deutsche Hersteller in neue Autofabriken investiert haben. Hohe Standortkosten in Michigan (z.B. Lohn- und Pensionskosten der angestammten Belegschaft) seien ein wesentlicher Grund für diese Verschiebung innerhalb der USA gewesen. Eine ähnliche Entwicklung sei für den Automobilstandort Deutschland nicht unwahrscheinlich. Auch in Deutschland könnten die Produktionszahlen der Branche dauerhaft unterhalb der früheren Niveaus verharren. Der Anteil Deutschlands nicht nur an der globalen, sondern auch an der europäischen Automobilproduktion drohe zu sinken.

Die DB-Studie geht an das gesamte Thema durchaus differenziert heran. Man schreibt die Branche nicht einfach pauschal ab. Unter dem Strich sei man davon überzeugt, dass die deutsche Autoindustrie besser für die „elektromobile“ Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet sei als der Automobilstandort Deutschland. Die Unternehmen könnten Standortentscheidungen frei treffen und sich im Laufe der Zeit anpassen, wenn sich die Rahmenbedingungen an einem Standort verschlechtern. Bei der Beurteilung der Zukunftsperspektiven des Standorts Deutschland würden aus heutiger Sicht jedoch die negativen Faktoren überwiegen. Bedauerlich dabei sei, dass ein Teil dieser Faktoren durch eine klimapolitische Regulierung begünstigt werde, die deutlich weniger effektiv als möglich und teurer als nötig sei.

Der Vorwurf an die deutsche Autoindustrie, technologische Trends zu verschlafen, werde auch beim Übergang zu E-Mobilität stetig wiederholt. Doch auch in diesem Fall sei er laut DB nicht pauschal zutreffend. Richtig sei, dass der Anteil deutscher Hersteller an den verkauften Elektroautos in vielen Märkten unter ihrem Marktanteil bei traditionellen Fahrzeugen liegt. Gleichwohl gleicht der Übergang vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität einem Langstreckenlauf und nicht einem Sprint. Kein Anbieter liege uneinholbar vorne. Zudem sei die Produktpipeline der deutschen Hersteller gut gefüllt. Die Deutschen seien eben lediglich später dran als manche Konkurrenten, aus Sicht der Autoren der Studie jedoch nicht zu spät.

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Biden sei dank: Märkte glauben an die große Rettung – Risiko war gestern

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Joe Biden tritt heute sein Amt als US-Präsident an. In Windeseile wird er sich offenkundig daran machen sein 1,9 Billionen US-Dollar schweres Stimulus-Paket durch den US-Kongress zu bekommen. Die dortige Mehrheit ist zwar hauchdünn. Aber die Märkte sind frohen Mutes. Woran man das sieht? Schauen wir auf den folgenden Chart im Tweet. Er zeigt die Rendite für US-Schrottanleihen (Junk Bonds). Dies sind Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko besonders hoch ist. Da Anleger für ein hohes Risiko entschädigt werden wollen und müssen, erhalten sie höhere Renditen als Inhaber von (vermeintlich sicheren) Staatsanleihen. Die Rendite fungiert hier also als Risikoprämie.

Die Höhe der Risikoprämie zeigt an, für wie ausfallgefährdet der Markt diese Anleihen hält. Je höher die Rendite, desto höher ist in den Augen des Kapitalmarkts das Risiko, dass die begebende Firma dahinter pleite geht, und somit die Anleihe nicht zurückzahlen kann. Im Chart sehen wir seit dem Jahr 2010 den Verlauf der Rendite bei US-Schrottanleihen. Zum Start der Coronakrise im März 2020 schoss die Rendite von 5 Prozent auf über 11 Prozent in die Höhe. Und danach beruhigte sich die Lage wieder, aktuell auf nur noch 4,13 Prozent – ein Rekordtief! In den letzten Monaten kamen die Impfstoff-Hoffnungen auf. Und jetzt seit einigen Tagen wird der große Stimulus in den USA immer konkreter. Wie gesagt, Joe Biden wird heute vereidigt. Und wie seine neue Finanzministerin Janet Yellen gestern klar machte, wird man die US-Volkswirtschaft kräftig mit Geld fluten.

Und wie sie sagte, sei das kräftige Schuldenmachen im Augenblick wichtiger als der Blick auf eine zu hohe Staatsverschuldung. Die müsse man zwar später mit höheren Unternehmenssteuern wieder abbauen, aber kurzfristig müsse man sich stark neu verschulden und die Konjunktur anfeuern. Und ja, der Kapitalmarkt scheint fest daran zu glauben, dass somit die Schrottunternehmen weiterhin im Spiel bleiben, und ihre Schulden weiterhin bedienen können. Wenn nur genug frisches Geld vom Staat kommt, geht die Party also weiter? Dieser Chart zeigt es jedenfalls an. Die Risikoprämie sinkt immer weiter, auf wie gesagt ein Rekordtief von nur noch 4,13 Prozent.

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Blick nach Deutschland

Aber schauen wir auch mal nach Deutschland. Hier sehen wir im folgenden Langfristvergleich seit dem Jahr 2010, wie die Rendite für deutsche Staatsanleihen immer weiter fällt, und der Dax (orange) immer weiter steigt. Das immer weiter sinkende Zinsniveau (in Deutschland dank hoher Bonität deutliche Negativrendite) treibt die Anleger in Aktien, Immobilien etc. Aktuell notieren die Aktienmärkte an ihren Allzeithochs. Heute hat auch der deutsche Staat mal wieder für 30 Jahre laufende Anleihen verkauft, mit einem Bruttovolumen von 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage lag bei einem Volumen von 1,79 Milliarden Euro.

Und (wie gesagt 30 Jahre Laufzeit) die Emissionsrendite lag bei minus 0,13 Prozent, nach minus 0,06 Prozent im November. Immer weiter sinkende Zinsniveaus, immer mehr Stimulus – da wird die Lücke doch gut aufgefangen oder besser gesagt aufgefüllt, die Corona gerissen hat? Und diese Rettungsorgie wird vor allem in den USA kräftig weiter gehen, davon darf man ausgehen. Und so könnte man glatt sagen, dass „Risiko“ bei Anleihen irgendwas war, dass man mal kannte – aber heute gibt es das nicht mehr?

Chart zeigt Vergleich von Dax gegen Anleiherenditen

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Achtung: Korrektur voraus – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Stimmung auf dem digitalen Börsenparkett ist prächtig. Wir haben überhaupt nicht genug Geld, um alle die großartigen Titel des internationalen Kurszettels kaufen zu können, so eine verbreitete Empfindung.

Das sind einige der Zutaten dieser Euphoriewelle, die bereits seit einigen Monaten über die Aktienmärkte hinwegrollt.

Fokussierung auf wenige Trendbranchen: Die Hausse verkürzt sich zunehmend auf einige wenige Titel aus einigen Trendbranchen wie Wasserstoff oder E-Mobilität. Das waren zuletzt etwa die Favoriten auf der Privatanleger-Plattform Tradegate: NEL ASA, Plug Power, Xiaomi, Tesla und Ballard Power.

Es ist ein Warnsignal, wenn eine Hausse nur noch auf den Schultern weniger Aktien liegt. Gesund ist eine Hausse immer dann, wenn sie von möglichst vielen Aktien aus unterschiedlichen Branchen getragen wird.

Kauf zu jedem Preis: Typisch ist dabei, dass die Anleger derzeit bereit sind, für eine „geile“ Aktie jeden Preis zu bezahlen. Die Bewertung interessiert nicht mehr, solange der Titel einer Trendbranche zuzurechnen ist. Typisch ist auch, dass man diese Aktien nicht erst in einer Woche haben will, sondern jetzt sofort. Folglich verzichten immer mehr Anleger auf die Bestimmung eines Kauflimits und fassen stattdessen billigst zu.

In der Folge erleben wir immer öfter prozentual zweistellige Kursanstiege auf Tagesbasis, ohne dass eine Nachricht aus dem Unternehmen vorliegt. Zu Deutsch: Die Kursanstiege sind in der Regel nicht mehr fundamental begründet.

Am Ende entsteht ein gewaltiger Sog, dem wir uns kaum noch entziehen können. Selbst Profis fallen dann um, werfen ihre bewährten Strategien über…..

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