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Aktuell: Trump kündigt 20% Zoll auf alle europäischen Autoimporte an – Dax und Autotitel verlieren

Donald Trump macht weiter im Handelskrieg. Ganz frisch droht er via Twitter: Die EU habe die großartigen Firmen und Arbeiter in den USA schon zu lange belastet mit Zöllen und Handelsschranken. Wenn diese nicht beseitigt würden, werden die USA 20% Importzoll einführen auf alle Autoimporte aus der EU. Und am Ende noch seine Aufforderung an die Europäer: Baut eure Autos hier bei uns in den USA! So einfach ist also die Lösung. Machen wir doch unsere Fabriken dicht, und produzieren alles in den USA, was die Amerikaner benötigen. Das Leben kann so einfach sein!

https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1010166772912320513

Der Dax (Auto-lastiger Index) fällt aktuell um 67 Punkte auf 12.500. Der Euro fällt um 20 Pips. Die Aktie von Volkswagen rutscht auf einen Schlag um 2 Euro auf 148 Euro. Daimler verliert 70 Cents auf 57,06 Euro. BMW verliert 1 Euro auf 79,50 Euro.

Donald Trump
Donald Trump. Foto: whitehouse.gov



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10 Kommentare

  1. …dann müsste eignetlich die EU 20% Zoll auf alle aus den USA importierten Flugzeuge nehmen. Mal gucken wie das den Flugzeugbauern dort schmecken würde. Denn die Schrottkarren aus den USA, die mit Zoll zu versehen, das bringt nix, weil die niemand haben will in Europa.

    1. Die „Schrottkarren“, die aus den USA importiert werden, heißen unter anderem Mercedes GLx, früher ML, BMW X5, X6, X3, demnächst X7 etc. Kaum ein Premium SUV wird in der EU hergestellt.

      1. Zeigt auch wie kurios das ganze ist. Die Zölle auf Autos in die EU liegt doch jetzt schon bei 10%. Bei einem Mercedes GLE Coupe, 100% made in USA fallen bei der Einfuhr ins „Heimatland“ 10% an. Die meistgekauften Modelle werden doch eh schon bei den Amis zusammengeschraubt, da frage ich mich was der Zirkus soll und warum die Auotaktien überhaupt nachgeben…

        Weiters Beispiel: VW würde gerne den VW T6 California in den USA verkaufen, Nachfrage wäre da, aber die Steuer bei Einfuhr auf leichte Nutzfahrzeuge ist in den USA schon jetzt viel höhere das der Kaufpreis zu teuer wäre.

        Bleibt weiter spannend wie das weiter geht, im Grund keine Überraschungen wie alles kommt, aber da kann man nur sagen, „denn sie wissen nicht was sie tun!“

        1. Ich schätze, die Autoaktien sinken eher wegen der Chinasorgen. Wenn die Chinesen „als Antwort auf Trump“ höhere Zölle auf „amerikanische“ Autos einführen, ist es auch schlecht um die renditestarken Modelle der deutschen Hersteller bestellt. Die Chinesen würden gleichzeitig Amis und Europäer bestrafen. Und dann auch noch als „Verteidigung“ verkaufen und sich als Opfer darstellen. Welch günstige Ausgangsposition für die…

      2. Diese elenden SUV’s! Kein Wunder, dass diese in den USA hergestellt werden.

        1. Mit Verlaub Lausi, das hat sich ein bisschen nach „die Trauben hängen hoch“ angehört ;-) SUVs sind natürlich traumhaft, vor allem für Vielreisende. Für Stadtmenschen sind sie logischerweise weniger gut geeignet. Ganz sinnvoll sind SUVs in ärmeren Ländern: infrastrukturbedingt. Leider können sich nur wenige Einheimische da ein SUV leisten. Zumindest nicht neu. Aber umso wichtiger ist es, dass der Nachschub an günstigen Gebrauchten aus dem Westen funktioniert. Ich versuche eher Nachschuberzeuger als Nachschubkonsument zu sein :-) Und wenn mich jemand als „elend“ bezeichnen sollte, muss ich es halt ertragen. Osteuropäer sind leidensfähig ?

          1. Lieber Petkov, nach dieser Lehrstunde über deutsche Tugenden (womit ich mich natürlich auf das WM-Spiel beziehe :-), zum Thema SUV nur soviel: Nach meiner Wahrnehmung werden die meisten SUV’s höchst selten mal über nicht asphaltierte Straßen bewegt bzw. in ländlichen Gegenden eingesetzt. Für die meisten ist es doch nur ein Statussymbol! Das dabei fehlende Bewusstsein bzw. diese „Egal-Haltung“ über den menschengemachten Klimawandel finde ich sehr traurig. O.k. es mag bis zu einem bestimmten Grad auch eine Glaubensfrage sein, aber ich bin zutiefst davon überzeugt. Am besten wäre eine weltweite CO2-Steuer, aber dazu wird es wohl leider nie kommen. Ist Ihnen vielleicht wichtig was ihr Nachbar über sie denkt, oder definieren Sie sich nur über Statussymbole? Was für eine traurige und arme Welt… Bitte nicht persönlich nehmen, ich musste nur einmal allgemein darüber „schwadronieren“ Aber Sie wissen ja: Deutsche lieben es dramatisch zu sein – vor allem in der 95.-sten Minute :-)

          2. Wie gesagt, Lausi: in den Ländern, wo ich oft unterwegs bin, ist ein SUV vor allem eine Notwendigkeit und erst dann ein Statussymbol. Zu den deutschen Tugenden gehört übrigens auch eine oft gespielte, aufgesetzte politische und ökologische Korrektheit: für den Besitz eines SUVs muss man sich fast schon rechtfertigen und sich mit der Frage nach angeblich unnötigen Statussymbolen beschäftigen. Statussymbole haben was mit Geltungsbedürfnisen zu tun, die bei Fußballfans wie Ihnen ebenfalls besonders stark ausgeprägt sind. Sie erleben höchste Glücksgefühle, weil eine „deutsche“ Mannschaft, vollgespickt mit Ausländern wie mir, einen viel schwächeren und bescheideneren Gegner glücklich in letzter Sekunde besiegt hat. Das ist ein subjektives Geltungsbedürfnis. Genauso wie bei den Menschen, die trotz guter Straßen gerne SUVs fahren. Aber bei denen ist die größere Fahrfreude, weitaus höhere Sicherheit und der unvergleichliche Komfort durchaus auch objektiv. Fußballemotionen sind dagegen immer nur subjektiv: Tugenden haben auch die tapferen Schweden gegen einen übermächtigen Gegner gezeigt, wurden aber nicht dafür belohnt.

            Aber natürlich habe ich mich ebenfalls über den deutschen Sieg gefreut und hoffe, dass es so weiter geht.

          3. Lieber Petkov: In Ihrem Post sagen Sie durchaus wahre Dinge – insbesondere über das Geltungsbedürfnis. Für mich hat dieses Geltungsbedürfnis viel mit Selbstbewusstsein / Selbstwertgefühl und Minderwertigkeitskomplexen zu tun, und kaum einer – auch ich nicht – ist davor gefeit. Aber heutzutage scheint mir das irgendwie übertrieben zu sein, und jeder scheint sich nur noch darüber zu definieren, wie viel er auf dem Bankkonto hat. Ich gebe Ihnen noch ein anderes Beispiel: Wie wichtig ist es heute geworden von welcher Marke die getragenen Klamotten sind – insbesondere unter Jugendlichen. Ich bin froh darüber, dass das zu meiner Schulzeit (Jahrgang 59) noch kein Thema war!

            Was meine Bemerkungen zur Fußball-WM betrifft: Ganz ernst waren sie nicht gemeint, und ich bin weder ein Nationalist noch ein ausgeprägter Fußball-Fan. Ich lebe – so wie Sie – schon seit Jahrzehnten im Ausland (Südamerika), was ja durchaus den Horizont erweitern kann. Solange ich in Deutschland gelebt habe, hat mir meine deutsche Nationalität eigentlich nie etwas besonderes bedeutet, die ich im Übrigen genetisch auch nur zur Hälfte in mir trage. Aber hier im Ausland bin ich schon ein Stück weit stolz auf meine deutsche Nationalität, und sehe durchaus auch die positiven Eigenschaften dieses Völkchens. Überlegen fühle ich mich deswegen aber nicht, und es mindert auch nicht meine Liebe und Hochachtung zu anderen Ethnien, Kulturen und Ländern. Und was mein WM-Interesse betrifft, so habe ich mich ein Stück weit von meiner 20-jährigen Tochter anstecken lassen, die zu einer Expertin dieser WM geworden ist, und dem deutschen Sieg entgegen gefiebert hat. Übrigens ist meine Tochter nur zur Hälfte Deutsche, und dürfte sich mehr als Peruanerin – da hier aufgewachsen – statt als Deutsche fühlen :-)

  2. Heey Lausi!

    Sie leben in Peru? Wie schön! Ein atemberaubendes Land, steht ziemlich weit oben auf meiner Reiseliste. Meine herzlichen Glückwünsche!

    Zu Ihrem „Nationalismus“: alles Quatsch, nicht mal mit einer Hirnzelle hätte ich Ihnen jemals sowas „vorgeworfen“. Selbstverständlich sind Sie kein Nationalist, der Begriff wird vor allem in Deutschland so oft missbraucht, da mache ich ganz sicher nicht mit.

    Ich wollte nur sagen, dass manche Menschen gerne „fette Karren“ fahren, andere geben viel Geld für Sportveranstaltungen aus und oft werden beide Gruppen von ähnlichen Bedürfnissen angetrieben. Das mit Ihrer Tochter finde ich süß und ist für mich ein Grund mehr, der DFB-Elf die Daumen zu drücken.

    Zum Thema SUV: so ein KFZ wäre in Peru ebenfalls nicht verkehrt oder? :-) Bin übrigens ebenfalls jemand, der fest von der beschleunigenden Wirkung der Industrie auf den Klimawandel überzeugt ist. In meinem Land gelte ich als ein unmöglicher und nerviger „Öko“. Aber leider weiß ich auch, dass eine „SUV-Hetze“ nicht mal marginal das eigentliche Problem lösen kann. Da sind ganz andere Ansätze vonnöten, aber das Thema ist breit wie der Ozean, das können wir jetzt nicht ausdiskutieren.

    Jedenfalls wünsche ich Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund, halten Sie die deutsche Fahne in Peru hoch und fiebern Sie mit Ihrer Tochter mit.

    Beste Grüße

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