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Aktuelle Statistik: Sterbefälle im Vergleich zu den Vorjahren – Ansichtssache?

Coronavirus Symbolbild

Diese Frage bewegt abseits der alltäglichen Meldungen zur Coronakrise viele Menschen, und sie wird uns wohl mit einem gewissen zeitlichen Abstand noch viel mehr beschäftigen. Gab es in durch die Coronakrise eigentlich mehr Sterbefälle als zum selben Zeitpunkt der Vorjahre? Hat die „normale“ Grippe in den Vorjahren vielleicht mehr Menschen dahin gerafft als jüngst das Coronavirus? Denn man will ja in der Nachbetrachtung wissen, ob der ganze Aufwand mit dem Tragen von Masken und Geschäftsschließungen überhaupt etwas gebracht hat. Das Statistische Bundesamt hat vor wenigen Minuten eine Statistik über die Sterbefälle in Deutschland in den letzten Wochen veröffentlicht, und sie in Relation zu den Vorjahren gesetzt.

Interessant ist, dass die Statistiker in ihrer Tabelle die Kalenderwochen 13 bis 17 (23. März bis 26. April) besprechen. Hier liegen die Sterbefälle in jeder einzelnen Kalenderwoche höher als in den selben Kalenderwochen eines Vergleichszeitraums von 2016-2019. Aber: Wer den mitgelieferten Chart der Statistiker anschaut, der merkt: Die 2020er-Zahlen (rote Linie) waren zwar während dieser fünf Wochen höher als im Schnitt der Vorjahre. Aber man sieht davor den Aufwärtsbuckel in grau, und auch die gestrichelte Linie. In den Wochen vor der KW 13 gab es in Deutschland in den Jahren davor deutlich mehr Sterbefälle als in 2020. Weil die „normale“ Grippe in den Vorjahren mehr Todesfälle brachte?

Aber jetzt kommen wir mal zu den aktuellen Aussagen der Statistker. Nach ihren vorläufigen Ergebnissen sind in der 17. Kalenderwoche (20. bis 26. April 2020) in Deutschland mindestens 17.974 Menschen gestorben. Damit seien die Sterbefälle im Vergleich zur Vorwoche um 882 Fälle gesunken. Sie würden jedoch noch immer etwa 3 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 liegen. Im Vergleich zu den einzelnen Jahren liegen die Sterbefallzahlen dieser Woche in einer Spannweite von 5 % über den Zahlen von 2016 und 1 % über denen von 2019. Die erhöhten Sterbefallzahlen zeigen sich seit der 13. Kalenderwoche (23. bis 29. März). In der 15. Kalenderwoche war die Abweichung mit 2.251 Fällen beziehungsweise 13 % über dem vierjährigen Durchschnitt am größten, so die Statistiker.

Wie gesagt, was man im Chart vorher sieht, wird von den Statistikern mit Worten nicht erwähnt. Also, die Daten der Sterbefälle sind demnach Ansichtssache, ob man die Daten bis zum 23. März betrachtet, oder erst die Daten danach? Oder sollte man die Daten vor dem 23. März deshalb eher ignorieren, weil die Cornawelle erst ab dann so richtig Fahrt aufnahm in Deutschland? Sagt man, dass die eigentliche Coronakrise nur in den Wochen 13-17 in Deutschland wütete, dann könnte man sagen: Ja, die Sterbefälle lagen höher als in den Vorjahren.

Sterbefälle in Deutschland - aktuelle Statistik

Sterbefälle Statistik

Hier noch weitere Ausführungen der Statistiker im Wortlaut:

Die aktuelle Entwicklung der Sterbefallzahlen ist auffällig, weil die Grippewelle in diesem Jahr bereits seit Mitte März als beendet gilt. Üblicherweise beeinflussen Grippewellen bis Mitte April die Sterblichkeit. Es ist deshalb naheliegend, dass die aktuell beobachtete leichte Übersterblichkeit in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steht.

Eine Übersterblichkeit nach der hier verwendeten Definition liegt dann vor, wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahresverlauf mehr Menschen sterben, als nach den Fallzahlen vergangener Jahre (hier im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019) zu erwarten gewesen wäre.

Ausmaß der Übersterblichkeit in Deutschland vergleichsweise gering

Im europäischen Vergleich ist das Ausmaß der sogenannten Übersterblichkeit in Deutschland vergleichsweise gering. Das nationale Statistische Amt Italiens (Istat) berichtet beispielsweise von einer um 49 % erhöhten Sterbefallzahl für den März 2020 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Für den Ballungsraum Stockholm meldet das nationale Statistische Amt Schwedens (SCB) für die Kalenderwochen 14 bis 16 sogar doppelt so hohe Sterbefallzahlen wie im Durchschnitt dieser fünf Vorjahre. Auch aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Spanien werden erhöhte Sterbefallzahlen gemeldet. Dagegen werden für Norwegen und Tschechien keine auffälligen Veränderungen aufgezeigt. Die Angaben dieser Staaten beruhen auf den jeweiligen nationalen Methoden und zeitlichen Abgrenzungen der Daten. Zum Teil beziehen sie sich auf das Meldedatum und nicht auf den tatsächlichen Todestag. Auch die Anteile fehlender Meldungen sind unterschiedlich.



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10 Kommentare

  1. Man hatte ja anfangs von mehreren hunderttausenden gesprochen. Wo sind eigentlich die?
    Dieses Lügenpack wird sich trotzdem herrausreden, wegen dem Lockdown wären nur so wenig Tote, man hätte sonst viel mehr gehabt. Wie man in Schweden sieht, hunderttausende mehr!
    🤮
    Wie beim Soli, der Riesterrente, GEZ, Dieseltheater, Abwrackprämie, überall wird man vom Staat über den Tisch gezogen.
    Die Abrackprämie kommt ja vielleicht wieder.
    a) Wo ist der angeblich so grüne Staat, dem die Natur und die Gesundheit Deutschlands ach so am Herzen liegt? Reine Pharisäer und Lügner. Die Produktion eines neuen Autos verschmutzt die Natur um sehr viel mehr als der Verbrauch danach. Um also die Wirtschaft anzukurbeln, wird die Natur im großen Stil belastet, was man uns vorher im homöopahtischen Bereich mit der Dieselverhinderung vorgelogen hatte. Man sieht, Umweltzone, Plakette usw. alles nur Abzocke!
    b) Auch monetär gesehen ist es verlogen. Die Hilfen, die der Staat uns angeblich spendet, uns also in der Not unter die Arme greift (mir kommen die Tränen 😭), bezahlen wir uns selbst, abzüglich der Abgeordneten- und Beamtengehälter, die das alles hin und herrechnen, genehmigen und verteilen dazu noch verbrauchen. Denn der Staat muß das Geld ja uns erstmal abnehmen, um es dann zu verteilen.
    c) Oder der andere Trick, er nimmt Staatsanleihen auf, und verwässert das Geld, es wird also in unseren Taschen wertlos.
    Umsonst ist der Tod, aber danach kommt die Abrechnung. Wer nicht vorsorgt, muß sich Sorgen machen.

    1. @Pharisäerin und Lügnerin Sabine,

      weder „man“ und auch keine konkret relevante Person hatte anfangs von mehreren 100.000 Toten gesprochen, zumindest nicht in DE. Wie man in Schweden sieht, liegt die Zahl der Fälle und der Verstorbenen pro Einwohnerzahl massiv und dramatisch über vergleichbaren Ländern.

      Fasse zusammen:
      Das Lügenpack redet sich heraus:
      a) Mit Schwachsinn
      b) Mit Blödsinn
      c) Mit Verwässerung

    2. Sabine, dass Sie Politiker mit gelinde gesagt diffusen Beweisen Lügenpack nennen, ist das eine. Damit habe ich grundsätzlich absolut kein Problem. Aber dass Sie die größtenteils unerforschte Multiorgan-Krankheit Corona verleugnen, die die Lunge, das Herz, die Nieren, die Leber, das zentrale Nervensystem und allgemein die Blutgefäße angreift und bei ganz vielen Patienten unabhängig vom Alter bislang unerkannte Schwachstellen findet, gehört sich einfach nicht.

      Wenn Sie hier auf FMW eine unterschriebene und beglaubigte Verzichtserklärung auf ärztliche Behandlung im Falle von Corona veröffentlichen, weil das für Sie sowieso die altbekannten, harmlosen, nicht-mutierten Schnupfenviren sind, dann wäre ihr Bashing zwar weiterhin dumm, aber zumindest authentisch. Aber aktuell ist es nur noch arrogant und abgehoben. Nichts für Ungut, es ist überhaupt nicht persönlich gemeint. Aber eine derartige Pandemieverharmlosung geht für meinen Geschmack einfach zu weit. Was Sie über GEZ, Dieseltheater, EZB etc. schreiben, ist einfach mit oder ohne Zustimmung zu akzeptieren. Ihre Meinung, ihr Recht. Aber Corona ist eine komplett andere Dimension, da geht es um was völlig Anderes. Das müssen Sie einsehen.

  2. Interessant wäre es, belastbare Zahlen ab Okt. 2019 zu bekommen. Kann da jemand helfen?

    In meinem persönlichen Umfeld kenne ich eine Person, die genau die bekannt beschriebenen Symptome für Covid19 bereits Ende Dez. 2019 hatte.
    Der behandelnde Arzt diagnostizierte damals eine Grippe und verordnete Bettruhe.

    Vielleicht hatten wir ja die erste Welle von Covid19 bereits Ende 2019, damals noch als Grippe tituliert. Aufgrund der bekannten weltweiten Restriktionen wurde aus der Influenza daraufhin Covid19.

    Sollte Covid19 tatsächlich bereits Mitte November 2019 in Wuhan aufgetreten sein, wäre es innerhalb von zwei Wochen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Europa gelandet, also Anfang Dezember 2019.

    1. „In meinem persönlichen Umfeld kenne ich eine Person, die genau die bekannt beschriebenen Symptome für Covid19 bereits Ende Dez. 2019 hatte. Der behandelnde Arzt diagnostizierte damals eine Grippe und verordnete Bettruhe.“

      Antikörper gegen COVID 19 sollten sich relativ leicht nachweisen lassen. Dann muss man auch keine Spekulationen anstellen.

      1. Leider verschwinden die Spekulationen aber nicht! Deswegen gibt es ja auch so viele Verschwörungsgeschichten, gegen die wir gerade im Mainstream immun gemacht werden sollen.

        Ende Dezember 2019 gab es weder einen verfügbaren Covid19-Test, noch einen Antikörpertest für diese Plage. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit irgendeinem Antikörpertest nach Monaten noch den genauen Ansteckungszeitpunkt feststellen kann.

        Als ich am Sylvesterabend 2019 auf gmx.net (der Artikel ist leider unauffindbar!)
        einen Beitrag samt Video von einem verzweifelt wirkenden chinesischen Wissenschafter sah, dachte ich eher an die gewohnt reisserisch gestaltete Berichterstattung, an Fake-News und an einen späten Scherz.
        Rückwirkend weiss ich, dass es der Anfang von Corona in den Medien war.

        Wichtig wäre es zu wissen, wann Corona nach Europa kam. Da könnten nur Corona-Tests an Verstorbenen oder von Blutproben(?) vor 2020 wirklich Klarheit schaffen. Solche Tests werden jedoch, falls überhaupt durchführbar, niemals stattfinden. Zu groß wäre die mögliche Blamage für die derzeitigen Entscheidungsträger.

        Wo sind denn die noch im März versprochenen Antikörpertests (z.B. der Fa. Bosch), die ja ab Mitte Mai (vielleicht meinte man 2021) millionenfach in den Apotheken für jedermann erwerbbar sein sollten?

        Meiner Meinung nach ist es nicht auszuschliessen, dass wir uns gerade in der zweiten Corona-Welle befinden.
        Sollte es so sein und multipliziert man die Infektionszahlen z.b. des RKI mit dem Faktor 10, sind wir von einer beginnenden Herdenimmunität immer noch weit entfernt.

        In unseren Köpfen haben bisher nicht mehr als zwei Corona-Wellen Platz gefunden.
        Sollten wir uns jetzt in einer zweiten Welle befinden, erwarten wir ja noch eine dritte…wieviele brauchen wir aber tatsächlich bis zu einer brauchbaren Durchseuchung bzw. Herdenimmunität…ohne Impfstoff?

  3. Ich kann mich noch gut an die Hähme gegen Boris Johnson erinnern, nachdem dieser an COVID 19 erkrankt war. Die brit. Regierung reagierte sehr zögerlich auf die Pandemie. Es wurde über „Herdenimmunität“ fabuliert und davon, dass ein längerer Lockdown die Bevölkerung ermüden würde. Letzteres ist allerdings sehr klarsichtig und schätzt die Bevölkerung ziemlich gut ein, aber ich frage mich, ob dies nicht der Börsenpsychologie folgt. Die Ermüdung setzt erst nach dem Swing ein, wenn die Kurve sich abflacht, die Zahl der Neuinfizierten ihr Maximum überschritten hat und sich dort ein „Widerstand“ bildet. Bevor das nicht eingetreten ist, scheint alles möglich, auch eine 70% Durchseuchung und 1 Mio Tote, allein in Deutschland. Die Infektionsmodelle funktionieren dabei wie ökonomische Modelle. Sie geben nicht viel her, da man ihre Parameter nur empirisch, mit geraade ermittelten Daten, schätzen kann und sie ständig re-kalibrieren muss. Angesichts der Vielzahl der Corona-Stämme, dem Desinteresse des Virus an der „Arterhaltung“, wird das auch in Zukunft nicht sehr viel einfacher werden.

    Was die Maßnahmen betrifft, so denke ich, dass der totale Shutdown einmalig war, ein historisches Ereignis, dass wir so nicht wieder erleben werden. Die westlichen Technokratien des 21-ten Jahrhunderts wurden mit einem Ereignis kontrontiert, auf das sie weder materiell, noch administrativ vorbereitet waren. Dieses Hineinstolpern in die Pandemie wird sich, zumindest zu meinen Lebzeiten, nicht wiederholen. Im Augenblick kann ich noch nicht einmal die Firma meines Hauptkunden betreten, ohne Maskenpflicht und Aufenthaltsprotokoll. Es ist wie die Arbeit unter Hochsicherheit. Die Empfehlung lautet, so weit das möglich ist, in Homeoffice zu bleiben, dessen IT sich stabilisiert hat. Vor zwei Monaten hatte da noch keiner einen Plan.

  4. Das Corona Virus scheint rassistisch zu sein. Impfstoff… jetzt erst recht!

    1. …und für dich zuerst! (Dann werden noch diejenigen getroffen, die verfehlt wurden.)

  5. Zu statistischen Zahlen in dieser Sache: Italien hat den Krebs besiegt. Die haben keinerlei Krebstote mehr. Da muss erst ein Virus angeschi**en kommen, damit jemand etwas in Rekordgeschwindigkeit gegen Krebs findet – wir sollten die mal fragen, wie die das gemacht haben. Die könnten der ganzen Welt helfen. Wahnsinn.

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