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Anleihen

An den Anleihemärkten geht´s jetzt um die Wurst! Crash-Gefahr?

Jahrelang haussierten Staatsanleihen, nach der Finanzkrise sorgte die Geldpolitik der Notenbanken für einen massiven Fall der Renditen – die Kurse der Anleihen stiegen. Aber wenn die Fed nun wirklich vor einem Zinsanhebungszyklus steht und die EZB perspektivisch ihre Geldpolitik strafft, verliert die Anleihen-Rally ihre Grundlage. Und das könnte böse enden..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Während Privatinvestoren meist auf die Aktienmärkte fokussiert sind, blicken Profis stärker auf den Anleihemarkt: hier wird das wirklich große Geld bewegt, hier geht es um die großen Zusammenhänge: Zinsen, Politik, Volkswirtschaft. Durch die Politik der Notenbanken waren und sind die Anleihemärkte verzerrt, aber es deutet sich eine Wende an: die Fed wird vermutlich die Zinsen nicht nur einmal anheben, und gestern hat Mario Draghi de facto erklärt, dass der Hochpunkt der ultralaxen Geldpolitik seitens der EZB überschritten ist.

Jahrelang haussierten Staatsanleihen, nach der Finanzkrise sorgte die Geldpolitik der Notenbanken für einen massiven Fall der Renditen – die Kurse der Anleihen stiegen. Aber wenn die Fed nun wirklich vor einem Zinsanhebungszyklus steht und die EZB perspektivisch ihre Geldpolitik strafft, verliert die Anleihen-Rally ihre Grundlage. Die ansteigende Inflation setzt die Notenbanken unter Druck, und wer etwa deutsche Staatsanleihen mit minimaler oder sogar negativer Verzinsung besitzt, bekommt ein Problem, wenn die Inflation steigt: faktisch verliert man dann Geld, weil die Renditen geringer sind als die Inflation. Und genau das ist bereits der Fall:

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Nun könnte die große Wende anstehen. Seit neun Handelstagen in Folge fallen die Kurse von US-Staatsanleihen, steigt also deren Rendite. Die Benchmark für den Anleihemarkt, die 10-jährige US-Anleihe, absolviert damit nun die längste Verluststrecke seit dem Jahr 1974!

Und nähert sich damit einem charttechnisch extrem kritischen Niveau: der Marke von 2,60% bis 2,64% bei der Rendite. Diese Zone war zuletzt im Dezember 2016 erreicht worden, davor im Jahr 2014. Bräche diese charttechnisch wichtige Marke, dürften die Renditen weiter steigen, sich damit also der Abverkauf an den Anleihemärkten fortsetzen:

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Bill Gross, der Bond-King, hatte kürzlich ein Überschreiten dieser Niveaus als den Beginn des Bärenmarktes für US-Anleihen bezeichnet. Gestern erreichte die Rendite der 5-jährigen US-Anleihe den höchsten Stand seit dem Jahr 2011 – ein Signal, dass da mehr kommt?

Kritisch ist jetzt auch die Lage für deutsche Staatsanleihen, zumal der spread – also die Renditedifferenz – zwischen deutschen und amerikanischen Staatsanleihen nahe der Allzeithochs rangiert. Mit den gestrigen Aussagen Draghis, vor allem aber mit einer Folge von Zinsanhebungen durch die Fed, könnte das das Potential sein für einen regelrechten Crash von Bundesanleihen, sprich einem scharfen Anstieg der Renditen:

https://twitter.com/Schuldensuehner/status/839861697229783040

Dieser Prozess könnte bereits begonnen haben, wie die Kurs-Entwicklung beim Bund-Future (der die Renditeerwartung der 10-jährigen Bundesanleihe wiedergibt) zeigt:


(Bund-Future, Juni-Kontrakt)

Die Notenbanken haben mit ihrer Geldpolitik eine Blase geschaffen – nun droht Luft aus dieser Blase zu entweichen. Die Frage ist nur: geht das so einfach, Luft aus einer Blase abzulassen? Oder platzt dann die Blase mit einem heftigen Knall? Letzteres wäre eine schwere Gefahr für die Finanzmärkte, weil hier Billionen auf dem Spiel stehen – eben auch das Potential für Billionen-Verluste!

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    GErd

    10. März 2017 12:53 at 12:53

    Warum sollte die Blase mit einem Knall platzen?

    Es wurde schon vor vielen Monaten davon geredet, dass das ankaufbare Material für die Notenbanken immer knapper wird. Wer sollte den monumentalen Crash auslösen können? Höchstens die Notenbanken, falls diese selber als Verkäufer auftreten würden. Tun sie aber nicht. Im Gegenteil, sie würden im Falle von unerwünschten Kursrückgängen dagegen halten und verstärkt kaufen.

    Nebenbei finde ich merkwürdig, dass die Marktteilnehmer eine Zinserhöhung in der nächsten Woche teilweise noch infrage stellen, wenn die Arbeitsmarktdaten heute enttäuschen würden
    Auf der anderen Seite „fürchten“ sie sich aber gleichzeitig bereits vor weiteren Zinsschritten im weiteren Jahresverlauf.

  2. Avatar

    frank.trg

    10. März 2017 14:02 at 14:02

    Zum Bund-Future sei angemerkt, dass er am am Dienstag „gerollt“ wurde. Deshalb der harte Absturz im Chart. Ist aber nur der technische Rollover-Gap… Darüber hinaus ist er zurückgegangen, aber eben nicht so stark wie der Chart suggeriert.

    • Avatar

      Gerd

      10. März 2017 15:15 at 15:15

      Schau, das vergesse ich oft. Manchmal ist der nächste dann tiefer oder auch höher.

      Aussagekräftiger finde ich die Kurve des Renditeverlaufs.
      Jetzt bei rund 0,44% im 10-jährigen Bund-Bereich.
      Bewegt sich anscheinend in Richtung Januar-Hoch bei 0,50%.
      Juni 2015 hatten wir aber auch schon mal einen derben Wiederanstieg der Rendite von rund 0,05% auf rund 1%

  3. Avatar

    sabine

    11. März 2017 11:40 at 11:40

    Die Fed wird die Zinsen nicht erhöhen.
    Außer Trump spricht ein Machtwort. Er paßt ja nicht so ganz in das politisch korrekte Gefüge der Machtelite.
    Wenn nicht, wird die Fed die Zinsen nicht erhöhen. Die Fed sagt seit 2007, daß sie die Zinsen wieder anheben wird. People is borred. „Die Mehrheit hat nicht recht, sonst wär die Mehrheit reich.“ (Engl. Sprichwort!)
    „Am 16.12.2015 hatte die Fed die Leitzinsen erstmals seit 10 Jahren um 25 Basispunkte auf einen Korridor von 0,25 bis 0,50% angehoben. Yellens Vorgänger Ben Bernanke hatte kurz vor (!) der Finanzkrise 2007 die Zinsen bis auf eine Spanne von 0,00 bis 0,25 Prozent und damit faktisch auf Null gedrückt. Dort blieben sie 6 Jahre, (begleitet von täglichem Geschwätz, man werde erhöhen), ehe Yellen die Zinswende einläutete.“
    https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/us-geldpolitik-warum-anleger-bei-der-heutigen-fed-sitzung-nicht-nur-auf-die-zinsen-achten-sollten_H1748124587_357829/?SOURCE=7000002

  4. Avatar

    Marko

    12. März 2017 16:00 at 16:00

    Aber jetzt mal locker bleiben, wie oft , soll man es denn noch sagen :

    Der ganze Anleihenmarkt wurde durch die suuper Leistung der US-Regierung (Lehman) verzerrt, ja !
    Aber, dass man endlich aus dem Kuddelmuddel herauskommen will, ist doch klar ?

    “ Aber wenn die Fed nun wirklich vor einem Zinsanhebungszyklus steht und die EZB perspektivisch ihre Geldpolitik strafft, verliert die Anleihen-Rally ihre Grundlage.“

    Ach, wirklich ?? ;)

    Die niedrigen Zinsen sind schädlich für den Markt an sich. Die Zinsen waren schon viiel zu lange zu niedrig, jetzt können die „Anleihen- Profis“, mal zeigen , was sie können – von wegen der olle Bufu bei 16x ist sichereres Geld… ;) :D

    Dass man aber nicht, den Markt Holter-die-Polter durch „hohe“ Zinserhöhungen auf dem falschen Fuß erwischen will, ist doch auch klar ? Na, was machen wir dann ?

    Dass die Wende kommt, sage ich seit Juni 2016 und zwar in kleinen Zinsschritten – haben das andere auch so gesehen ? :D

    VG

    Marko

  5. Avatar

    Marko

    12. März 2017 16:20 at 16:20

    Um jene Frage zu beantworten :

    „Die Frage ist nur: geht das so einfach, Luft aus einer Blase abzulassen? Oder platzt dann die Blase mit einem heftigen Knall? Letzteres wäre eine schwere Gefahr für die Finanzmärkte, weil hier Billionen auf dem Spiel stehen – eben auch das Potential für Billionen-Verluste!“

    Ja, das geht.

    VG
    Marko

  6. Avatar

    Marko

    12. März 2017 16:25 at 16:25

    Warum „geht das“ ?
    Na ja, wenn sich man sich mal die QE-Programme als Ganzes anschaut, wurde natürlich viel Luft in die AnleihenMarätkte hinengeblasen – aber :
    einen Markt hat die „Luft“ nicht betroffen, den Aktienmarkt.

    Soviel so gut..

    Marko

    • Avatar

      Petkov

      13. März 2017 06:37 at 06:37

      Hallo Marko, das ist natürlich sehr interessant, wenn es stimmen würde. Haben Sie vielleicht frei verfügbare Auswertungen, die Sie mit uns teilen würden?

      Meine Beobachtungen bisher waren, dass die EZB praktisch direkte Südstaaten-Finanzierung macht, allerdings über den Sekundärmarkt, sonst wäre das sogar für das moralbefreite deutsche Verfassungsgericht viel zu offensichtlich. Der Sekundärmarkt seinerseits kauft alle Anleihen, die irgendwie zu kriegen sind, egal wie hirnrissig schlecht das Rendite/Risikoverhältnis ist. Danach entledigen sie sich der Anleihen in die EZB-Kloake und erzielen beneidenswerte Kursgewinne. Das frische Geld investieren Sie nur teilweise in neue Anleihen, da der Markt sowieso ausgetrocknet ist. Ein erklecklicher Anteil wird dem renditestarken Aktienmarkt zugeführt,der dadurch ebenfalls künstlich hochgepumpt wird.

      Haben Sie Daten, die was Gegensätzliches beweisen?

      Viele Grüße

      • Avatar

        Marko

        13. März 2017 14:49 at 14:49

        Hallo Herr Petkov,

        Sie sind ja lustig, Herr Petkov. Natürlich finanziert der Norden den Süden Europas ?

        Die „da unten“, beispielsweise in Griechenland, (es ist heiss, die Sonne brennt, usw) sind latent reformunwillig, na und ? Die da unten im Süden sind systemirellevant.
        Knallhart.
        Mehr gibts eigentlich dazu nicht zu sagen ?
        Oder wollen wir mit irgendwelchen Target 2 – Salden anfangen? Oder soll ich weiter en detail gehen ? ;)
        Natürlich sehen wir den Nord-Süd- Euro. Europa – das ist das komplexeste Währungssystem der Welt.

        Herr Petkov, die QE-Programme bedeuten eines : eine Notenbank kauft irgendwelche Anleihen zu Mondpreisen (verzerrt den Markt) – man erzeugt einen „künstlichen Markt“ in welchen Luft hieigeblasen wird. eines ist sicher, diese „Luft“ sehen wir beim Aktienmarkt nicht.

        VG

        Marko

  7. Avatar

    Marko

    12. März 2017 18:37 at 18:37

    Und das da

    http://www.multpl.com/shiller-pe/

    könnt Ihr sowieso vergessen, wieso ?

    Ich bin doch nicht der Erklär-Onkel … :D

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Anleihen

Coronakrise und die Schulden: Kommen ewige Anleihen?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Coronakrise, ein gutes Jahrzehnt nach der Finanzkrise, hat zu einem weltweiten Anstieg der Verschuldung geführt, wie es sie außerhalb von Kriegszeiten noch nie gegeben hat. Aus den Schulden herauswachsen, mittels Wachstum? Ist noch nie in großem Umfang gelungen. Mittels Inflation und finanzieller Repression? Hat schon einmal für wenige Länder geklappt. Oder die Schulden auf sehr, sehr lange Zeiten umstellen, in Zeiten von Niedrigstzinsen? Ein Vorschlag des legendären Hedgefondsmanagers George Soros, der nicht neu ist, schon praktiziert wird und bereits eine lange Historie aufweist.

Coronakrise und Schulden: Die Ideen des ungarischen Starinvestors

Der Gründer des legendären Quantumfonds George Soros, der auf eine sehr lange Zeit als Investor zurückblicken kann – so hatte er bereits vor 70 Jahren unter dem Philosophen Karl Popper studiert -, macht sich Sorgen um die Zeit nach der Coronakrise. Man könne zwar auf eine unglaubliche medizinische Entwicklung zur Bekämpfung der Pandemie blicken, die bald unter Kontrolle sein dürfte, was aber bleiben wird, sind die Schulden zur Abmilderung derselben. Die wirtschaftlichen Folgen seien schlimmer als bei der Finanzkrise, deshalb müsse man jetzt bei der Bewältigung der Cornakrise umdenken, die Maßnahmen der EU hätten aufgrund der politischen Konstellationen zu wenig gebracht. Eine Lösung seien ganz lange oder ewige Anleihen.

Ein unbekanntes Kapitel der Geschichte von Anleihen

Wenn man glaubt, dass die heutige Wirtschaft so viel unglaublich Neues produziert, um in Phasen der finanziellen Knappheit ein Schlupfloch zu entdecken, so beweist ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte manchmal etwas anderes. George Soros berichtet von Anleihen, die nie zurückgezahlt werden müssen, sondern nur die jährlichen Zinsen – schon vor Jahrhunderten.

Großbritannien hatte im Jahr 1752 unbefristete Anleihen, Kriegsanleihen zur Finanzierung der napoleonischen Kriege begeben, „Consols“, genannt. Die Vereinigten Staaten folgten mit der Emission von Consols in den 1870er-Jahren. Aber es war die Erfindung der Niederländer, die bereits 1648 unbefristete Anleihen zur Instandhaltung ihrer Deiche ausgegeben hatten. Das Skurrile daran: Diese Anleihen laufen noch heute, mit so niedrigen jährlichen Zinszahlungen, dass kaum jemand von ihrer Existenz weiß.

Die Aufforderung des Ungarn

Die Zeit der Coronakrise wäre günstig für die Einführung ewiger Anleihen, so Soros – weil die internationalen Zinssätze nicht weiter fallen könnten. Der Vorteil wäre für immer festgeschrieben und man könnte diese in Tranchen begeben.

Soros hatte solche Anleihen bereits der Europäischen Union vorgeschlagen, er sieht aber ein, dass dies unter den gegenwärtigen Umständen politisch nicht umsetzbar wäre. Es sollten dies einzelne Mitgliedsländer umsetzen, was auch in Ansätzen geschieht, dazu gleich mehr.

Soros weist darauf hin, dass die Europäische Zentralbank bereits das Instrument der unbefristeten Anleihen eingeführt hat. Durch den Aufkauf von Staatspapieren (Quantitative Easing), die sie nie mehr zurückgeben kann, ohne bestimmten Ländern schwer zu schaden.

Stattdessen ersetzt man bei Fälligkeit der Anleihen diese durch neue. Das Spiel ließe sich ewig fortsetzen, die Langläufer würden in unbefristete Schuldtitel umgewandelt.

Es gibt aber einen großen Unterschied zu den gleich von den Regierungen begebenen ewig langen Anleihen: Man schreibt die Zinsen für 100-jährige oder ewige Anleihen fest, während bei den ständig auslaufenden Titeln möglicherweise deutlich höhere Zinsen geboten werden müssten. Die Frage ist nur, ob man allen EU-Mitgliedsstaaten diese Eternal Bonds abkaufen würde.

Still und leise

Österreich hat es vorgemacht. In den Jahren 2017 und 2018 hatte die österreichische Republik 100-jährige Anleihen begeben, mit einem Zinskupon von damals noch niedrigen 2,1 Prozent. Das Papier war trotzdem 12-fach überzeichnet. Im Juni letzten Jahres legten die Österreicher mit einer weiteren 100-jährigen nach und es musste nur noch ein Kupon von 0.65 Prozent p.a. geboten werden. Inzwischen folgten Irland und Belgien mit eben solchen Langläufern, die von Versicherern begierig aufgenommen wurden.

Aber auch in Deutschland gibt es auf Landesebene bereits solche ultralangen Anleihen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Zeichen der Zeit erkannt und vor ein paar Tagen eine 100-Jährige emittiert mit einem Volumen von 2 Milliarden Euro, die von Investoren mit mehr als 3,25 Milliarden Euro nachgefragt wurde. Die Emissionsrendite sollte 1,11 Prozentpunkte über dem Referenzzins für 50-jährige Zinstauschgeschäfte liegen, bei minus 0,14 Prozent betrug damit der Zinskupon 0,95. Für NRW ist dies bereits die dritte Anleihe in dieser Laufzeit, während es für den Bund immer noch bei 30 Jahren Höchstlaufzeit bleibt. Vielleicht denken die Herren in der Finanzagentur nur an ihre eigene Kalkulationszeit.

Fazit

Die Idee des legendären und bereits 90-jährigen Hedgefondsmanagers Soros könnte in der Coronakrise durchaus in größerem Stile umgesetzt werden, zusammen mit der finanziellen Repression. Die emittierenden Staaten werden dafür auch nicht mehr so lange Zeit haben, um diese Papiere an den Investor zu bringen, schließlich mehren sich die Anzeichen für eine steigende Inflation und steigende Kapitalmarktzinsen. Damit würden auch die Kupons deutlich höher ausfallen als zuletzt. Es verwundert schon ein wenig, warum man im Hause Scholz so zögerlich ist bei der dauerhaften Nutzung niedrigster Zinsen..

Kommen durch die Coronakrise Anleihen mit ewiger Laufzeit?

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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am

Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Anleihen

Andre Stagge: Steigende US-Rendite, US-Wahl, Aktienmarkt – sein aktuelles Trading

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Von

Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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Anmeldestatus

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