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Arbeitsmarkt: Es geht abwärts! Arbeitsmarktbarometer vier Monate in Folge rückläufig

Das Arbeitsmarkt-Barometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), einer Tochter der Bundesagentur für Arbeit, ist im März zum vierten Mal in Folge gefallen. Der Frühindikator des gab gegenüber dem Vormonat um 0,3 Punkte nach. Der Stand von 103,0 Punkten lasse aber noch immer eine gute Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden Monaten erwarten. Die Arbeitslosigkeitskomponente des Arbeitsmarkt-Barometers geht um 0,6 Punkte auf 99,7 Punkte zurück.

Die Grafik zeigt es ganz klar. Die Erwartungen der Arbeitsagenturen liegen erstmals seit knapp drei Jahren nicht mehr im positiven Bereich. Der Chart geht bei den Erwartungen weiter abwärts, und jetzt sogar in die Negativzone (also bald ein Anstieg der Arbeitslosigkeit?). Eigentlich prognostizierten die Mitarbeiter des IAB noch vor Kurzem eine weitere Beschäftigungszunahme für den deutschen Arbeitsmarkt. Aber der Abbau der Arbeitslosigkeit gerate in der Konjunkturdelle ins Stocken“, so sagt es heute Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Die Bedingungen seien aber gut, dass die Arbeitslosigkeit nach der wirtschaftlichen Schwächephase wieder sinken könne. Die Beschäftigungskomponente (also der Ist-Zustand) läuft noch besser als die Erwartungen. Zitat IAB:

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers geht ebenfalls zurück. Sie verliert mit 0,2 Punkten aber relativ wenig und liegt mit 106,2 Punkten weiterhin deutlich im positiven Bereich. „Konjunkturunabhängige Branchen wie Pflege oder Erziehung bauen weiter Beschäftigung auf, aber auch in der Exportbranche wird es keinen Beschäftigungsknick geben“, so Weber. In konjunktur- und exportabhängigen Branchen wie dem Verarbeitenden Gewerbe würden sich viele Betriebe Arbeitskräfte sichern, gerade weil diese in den vergangenen Jahren immer knapper geworden seien.

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