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ARK Innovation ETF mit mieser und mauer Performance – zwei Chartvergleiche

Börsenchart

Der ARK Innovation ETF (US-Börsenkürzel ARKK) von Cathie Wood ist einer der am meisten beachteten Tech-Highflyer-ETFs an der Wall Street. In der Coronakrise, wo man im Verlauf des Jahres 2020 an einen Goldesel dachte, wurde das Investment in dieses ETF aber zu einem Boomerang. Vor allem der zweite Chart zeigt diese Entwicklung deutlich. Wer ARKK nicht kennt: Es handelt sich um einen aktiv verwalteten Exchange Traded Fund (ETF), der nach offizieller Aussage ein langfristiges Kapitalwachstum anstrebt, indem er unter normalen Umständen hauptsächlich (mindestens 65 % seines Vermögens) in in- und ausländische Unternehmen investiert, die für das Anlagethema des Fonds, nämlich „disruptive Innovation“, relevant sind. Für das ARK Innovation ETF definiert man „Bahnbrechende Innovation“ als die Einführung eines technologisch ermöglichten neuen Produkts oder einer Dienstleistung, die die Art und Weise, wie die Welt funktioniert, potenziell verändert.

Zu den Unternehmen des ARKK gehören solche, die von der Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen, technologischen Verbesserungen und Fortschritten in der wissenschaftlichen Forschung in den folgenden Bereichen profitieren: DNA-Technologien und die „Genomische Revolution“, Automatisierung, Robotik und Energiespeicherung, Künstliche Intelligenz und das „Internet der nächsten Generation“, dazu auch noch Fintech-Innovationen. Gerade mit dem Ausbruch der Coronakrise schienen diese Themenbereiche genau das richtige zu sein. Alte Industrien waren durch Corona arg gebeutelt, neue Ideen und neue Lösungen mussten her. Aber jetzt kommen „die Alten“ zurück.

Die folgenden TradingView Charts zeigen die prozentuale Entwicklung des ARK Innovation ETF (blaue Linie) gegen Nasdaq und S&P 500. Im ersten Chart sehen wir die Entwicklung in den letzten 12 Monaten. Hier hat ARKK 35,9 Prozent verloren, während der breite Markt 23,8 Prozent gewann, und der Nasdaq mit seinen 100 großen Tech-Werten immerhin noch 19,8 Prozent zulegen konnte. Der Grund: Mit zunehmender Dauer der Coronakrise steigt der Optimismus, dass man mit Impfstoffen und Medikamenten die Krise immer besser in den Griff bekommt. Je größer der Optimismus hierfür ist, desto stärker können auch die „alten“ etablierten Branchen wieder zulegen, die zum Start der Coronakrise massiv an verloren hatten. Und Highflyer-Tech-Aktien, wie sie im ARK Innovation ETF versammelt sind, leiden unter dieser Umschichtung.

Chart vergleicht ARK Innovation ETF gegen Nasdaq und S&P 500

Im folgenden Chart sehen wir den selben Vergleich, aber dafür seit Januar 2020. Hier kann man also sehen, wir sich die drei vom Zeitpunkt kurz vor Ausbruch der Coronakrise bis jetzt entwickelt haben. Der Nasdaq gewann 75,7 Prozent, der ARK Innovation ETF gewann 62,3 Prozent, und der Gesamtmarkt in Form des S&P 500 Index legte immerhin auch noch 42,4 Prozent zu. Die Entwicklung der beiden etablierten Indizes verläuft aber glatter, weil sie einen breiten Markt widerspiegeln. Hätte man vor Start der Krise einen normalen Nasdaq ETF gekauft, wäre man also erfolgreicher gewesen als im ARKK.

Chart zeigt ARK Innovation ETF gegen S&P 500 und Nasdaq seit Anfang 2021



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1 Kommentar

  1. Eine viel bessere Wertentwicklung wies beispielsweise der ProShares UltraPro® QQQ auf.

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