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Auftakt der Krise Russland gegen den Westen

Wir hatten gestern in unserem Artikel „Die Konfrontation mit Russland kommt“ das wahrscheinliche Szenario entworfen. Russland, so unsere Argumentation, werde nicht tatenlos zusehen, dass eine prowestliche Ukraine das Einflussgebiet des Westens direkt an seine Grenze schieben wird. Erstaunlicherweise folgten zahlreiche Kommentare von Lesern (eher fragwürdiger) Seiten, die den Artikel auf ihre Seite verlinkt hatten. Motto: Russland-feindlich, reinste, gegenstandslose Spekulation etc.

Nun, vermutlich haben diese Kommentatoren einen anderen Text gelesen. Keine Spur von Antipathie gegen Russland, sondern der nüchterne Versuch, sich in die geostrategische Lage des Landes zu versetzen und denkbare Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Jetzt sind geopolitische Risiken plötzlich auf der Agenda – wie gestern von uns prognostiziert. Und sie treffen die Märkte mental unvorbereitet: Russland versetzt seine (westlichen) Truppen in Alarmbereitschaft und lässt die Muskeln spielen. Soeben wir gemeldet, dass Polen von Russland die strikte Wahrung der territorialen Integrität fordert. Polen wird so gewissermaßen zur vordersten Bastion des Westens – historische Animositäten drohen wieder aufzubrechen.

Auch die von uns gestern angedeutete antirussische Stoßrichtung des Umbruchs in der Ukraine scheint sich zu bewahrheiten, wie die Forderungen nach einem Verbot der russischen Sprache in der Ukraine zeigen.

Und die Ukraine? Steht kurz vor einem Staatsbankrott und braucht zeitnah eine handlungsfähige Regierung, um den worst case zu vermeiden. Die Hrywnia fällt auf ein Allzeittief und signalisiert, dass die Zeit davonläuft. Ginge die Ukraine bankrott, wären ökonomisch die Hauptleidtragenden Polen und Russland selbst..

 



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