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Autoindustrie: Heile Welt? Von wegen! Warnung des Verbands

Autoindustrie warnt

Ja, ist schon klar. Wenn ein Industrieverband die eigene Lage extrem schlimm darstellt und nach staatlichen Unterstützungsmaßnahmen ruft, dann kann man immer sofort sagen: Ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass die versuchen für ihre Unternehmen das Bestmögliche rauszuklopfen aus dem Steuerzahler. Aber ist das in diesem Fall auch so? Die Autoindustrie konnte dank Shut Down wochenlang gar nichts verkaufen, und hatte im 1. Quartal brutale Umsatzeinbußen zu verkraften. Und da hängen verdammt viele Arbeitsplätze dran!

Der Verband der deutschen Autoindustrie „VDA“ heute heute Daten geliefert (hier alle Details). In der heutigen PK sagte VDA-Chefin Hildegard Müller laut Berichten sogar, dass eine schwere Rezession mit Arbeitsplatzverlusten drohe, wenn es nicht zeitnah wieder zu mehr Beschäftigung komme! Das ist gut möglich. Denn: Die Autoindustrie hatte zu Ende April 814.000 Beschäftigte, gerade mal 3 Prozent weniger als zwölf Monate zuvor. Aber die Hälfte der Beschäftigten ist auf Kurzarbeit gesetzt. Diese Mitarbeiter sind zwar offiziell noch im Betrieb angestellt, aber de facto arbeitslos, weil ohne reale Tätigkeit im Betrieb. Kommt nicht bald ein kräftiger Aufschwung, könnte für sehr viele dieser Arbeiter bald eine echte, offizielle Arbeitslosigkeit folgen. Und das auch mit all den Folgen für die Zuliefer-Industrie. Zitat VDA auszugsweise:

Die massiv geringere Produktion hat nicht nur für Hersteller, sondern besonders für viele mittelständische Zulieferer schwerwiegende Konsequenzen“, so Hildegard Müller. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Beschäftigtenzahl bis zum Jahresende 2020 weiter zurückgeht.“

Hier weitere Aussagen des VDA zu Produktionsrückgängen und Aussichten:

Im ersten Halbjahr 2020 gingen die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um knapp 35 Prozent auf 1,21 Mio. Pkw zurück. Das ist der niedrigste Wert für ein erstes Halbjahr in Deutschland seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren. Ähnlich ist das Bild auf den internationalen Märkten: So ging der europäische Pkw-Markt bis Mai um 43 Prozent zurück, der US-Markt um 23 Prozent, der Markt in China um 27 Prozent.

Für das zweite Halbjahr deutet sich eine leichte Erholung an. Ein Zeichen dafür ist der Auftragseingang bei deutschen Herstellern, bei dem das Minus gegenüber dem Vergleichsmonat aus dem Vorjahr im Juni deutlich geringer war als noch im Mai. Doch auch ein fortgesetzter Aufwärtstrend wird den Einbruch aus der ersten Jahreshälfte nicht annährend ausgleichen können.

So rechnet der VDA für das Gesamtjahr 2020 mit einem Rückgang des Pkw-Weltmarkts um 17 Prozent auf 65,9 Mio. Einheiten (2019: 79,5 Mio.). Besonders stark wird der Rückgang in Europa mit 24 Prozent sein. Für Deutschland geht der VDA von rund 2,8 Mio. Pkw-Neuzulassungen im Gesamtjahr aus (-23 Prozent). Demgegenüber etwas glimpflicher verlaufen wird der Einbruch in den USA (-18 Prozent) sowie in China (-10 Prozent). Den Erwartungen liegt die Annahme zugrunde, dass es gelingt, die Corona-Pandemie in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt weiter einzudämmen.



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10 Kommentare

  1. Die weltweiten Autoverkäufe sind rückläufig (Quelle: Zerohedge *)und Tesla soll mehr Autos verkauft haben. Das ist mehr als zweifelhaft!
    Zitat aus Zerohedge:
    „Edmunds hatte für das zweite Quartal, das aufgrund der Pandemie voraussichtlich das schlimmste Quartal des Jahres sein wird, einen Verkaufsrückgang von 34% vorausgesagt. Die Verkäufe von GM fielen auf den ersten Blick um 34%, die von Fiat um 38,6% und die von Toyota um 34,6%.

    Die von Nissan gemeldeten Verkäufe im zweiten Quartal brachen um 49,5% ein, und die Verkäufe von Hyundai fielen um 23,7%, einschließlich eines Einbruchs von 21,9% im Juni. Volkswagen verzeichnete einen Verkaufsrückgang von 29% und verkaufte in diesem Quartal weniger als 70.000 Fahrzeuge. Die Verkäufe von Porsche sanken um 19,9%. “
    *https://www.zerohedge.com/economics/us-auto-sales-plunged-q2-gm-toyota-fiat-suffering-30-drops-sales

  2. Avatar
    Matthias Lochmann

    Die deutschen Autobauer könnten ja von sich aus höhere Rabatte geben, so wie es Hyundai macht. Wäre ja nicht so das BMW, Mercedes, und VW auf Milliarden sitzen würden.

    Und wie immer sind nur die deutschen Autobauer laut am rumheulen.

  3. Bei uns in der Zulieferindustrie in Spanien werden schon Massenhaft Jobs gestrichen und da sind erst 3Monate vergangenen.

  4. „Lügen-Tesla“

    Naja, an irgendetwas erinnert mich das, aber ich komm grad nicht drauf.

  5. Zulieferer Wellhäuser ist platt. 20.2. war Insolvenz, also vor Corona!!! Jetzt werden die Maschinen abtransportiert. Es gab glaub ich keinen Käufer. 120 MA ist nicht too big to fail.
    https://www.kunststoffweb.de/insolvenzen/eroeffnung_wk_plastics_i244875
    Aber es begann schon Anfang des Jahres!!! Bösner Schrauben z.B.
    https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/kreis-neuwied_artikel,-zum-vierten-mal-in-elf-jahren-schraubenhersteller-boesner-in-niederbieber-ist-schon-wieder-in-der-in-_arid,2084502.html
    Schlemmer Group auch Anfang des Jahres!
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/aschheim-schlemmer-group-insolvenz-1.4757137
    Leoni hatte stark gewackelt, war aber too big to fail und wurde gerettet, und zwar wie die Billiarden Weltschulden der Globalen, Schulden nach hinten verschoben. Später wird man sie abzahlen. (Nach dem jüngsten Gericht.)
    https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/leoni-pleite-abgewendet-doch-zu-welchem-preis-20198353.html
    Der war sogar Ende letzten Jahres schon am Ende.

    Bei uns heißt es nur noch, „schon wieder einer“. Seit ich in der Firma bin, war das noch nie.
    Und genau so sagt es Ernst Wolff, der Crash begann vor Corona. Es merkt aber niemand, weil die Medien es uns als Corona-Crash gehirnwaschen. (Der sieht aus wie Robert Redford und redet auch so. Nur halt deutsch.)
    https://www.youtube.com/watch?v=SOiTYOEWW8o

    1. Hallo Sabine,
      ja es war natürlich früher. Wer behauptet denn, dass es wegen Corona gewesen sein soll?
      Das ganze wurde nur duch die Pandemie beschleunigt, aber die Ursache entstand schon viel früher.

      1. Die Massenmedien sagen das: Der Coronacrash. Wenn irgendwelche Experten das anders sagen, fließt es wegen unserer Journalie nicht in die Entscheidung von 95% der Leute mit ein. Und das ist entscheidend.
        Es ist leider nicht wichtig, was wahr ist, sondern was die Mehrheit der Leute denken, was wahr ist. Und da ist der Medien-Consumer mit der „Wahrheit“ aus den Qualitätsmedien noch die absolut absolute Mehrheit.

        Was ist wahr beim E-Auto: In meiner Firma heißt es, der Diesel ist die Zukunft. Wird nicht so stark raffineriert wie Benzin, ist transportfähiger als Strom und vom CO2 Verbrauch besser als E-Autos.
        Sowieso ist das CO2-Theater in einigen Jahren wieder Geschichte. (Wie Hühnergrippe, Brexit, usw.)
        https://www.businessinsider.de/wirtschaft/e-autos-schaden-der-umwelt-mehr-als-diesel-r/
        Was in diesem Artikel steht, wissen viele schon sehr lange. Das E-Autos von der EU dagegen als direkt CO2-neutral (!) eingestuft werden, ist eine offensichtliche Lüge, denn die werden ja nicht aus Bananenblättern zusammengeflochten.
        Im Gegensatz zu Stickstoff (ca.78%) und O2 (ca 21 %) liegt der Anteil bei 0,04 %. Und den Anteil davon, den Deutschland ums verrecken verbessern soll, liegt natürlich bei 0,000xxx%. Die anderen lachen nur über stupid germany!
        https://www.stern.de/wirtschaft/stupid-german-money–studie-bestaetigt-vorurteil-gegen-deutsche-anleger-8788636.html

        1. Ha, auf den Artikel von Businessinsider habe ich schon hingewiesen und keiner hat darauf reagiert.
          Was ihr Statement betrifft „Es ist leider nicht wichtig, was wahr ist, sondern was die Mehrheit der Leute denken, was wahr ist. Und da ist der Medien-Consumer mit der “Wahrheit” aus den Qualitätsmedien noch die absolut absolute Mehrheit.“
          stimme ich Ihnen vollkommen zu. Sie haben´s verstanden

        2. Avatar
          Matthias Lochmann

          CO2 ist einer der größten anteile die das Klima nachteilig für alle Verändern, was man schon seit Jahren sieht. Dazu braucht man nicht einmal auf Wissenschaftliche Daten zurück zu greifen, das merkt und sieht man auch bereits ohne die Eigenschaften von CO2 zu kennen.

          Auch möchte ich auf den Beitrag bzw die Studie eingehen die dem Diesel weniger CO2 Ausstoß bescheinigt: Diese Studie wurde bereits mehrfach wiederlegt, und zwar von Unabhängigen Experten, den nicht mal mit dem Deutschen Strommix kommt man auf mehr CO2 als ein Diesel.. Wenn der ifo Involviert ist kann man leider nicht von Unabhängig Sprechen, ist ähnlich wie der IW.

          Sie sollten sich auch damit auseinandersetzen wie Diesel gewonnen wird. Der ist nur eines von vielen Beiprodukten, ein anderes Beiprodukt ist Kerosin und normales Benzin. Und wenn man den gesamten Strang vom Bau des Dieselautos, und der Gewinnung des Diesel und dessen transports wirklich aufrechnet, kommt dabei deutlich mehr CO2 heraus. Es wird auch oft vergessen zu messen wieviel CO2 ein Diesel bei der Selbstreinigung des Katalysators raus blässt. Und was auch vernachlässigt wird, ist das ein Akku eines eAutos eine massiv längere Lebenszeit hat als die meisten Diesel und Benziner die heute hergestellt werden, oben drauf kommt noch das z.b. Tesla rein Erneuerbare Energie zur Akku Herstellung nutzt, was bei der Studie ebenso ignoriert wurde.

          Und das wichtigste bzw katastrophale und giftigste was aus dem Auspuff eines Diesels kommt wird nur sehr sehr selten angesprochen: NOx.

          Übrigens: Wenn wir von heute auf morgen von Verbrenner auf Stromer Umstellen würden, würden wir deutlich weniger Stromerzeugung brauchen. Den der Strom der für die Raffinerien in Deutschland für die Raffinerien benötigt wird, übersteigt den benötigten Strom für eine komplette Elektrifizierung des Verkehrs bei weitem.

          1. Quellen?

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