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Autoindustrie: Heile Welt? Von wegen! Warnung des Verbands

Claudio Kummerfeld

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Autoindustrie warnt

Ja, ist schon klar. Wenn ein Industrieverband die eigene Lage extrem schlimm darstellt und nach staatlichen Unterstützungsmaßnahmen ruft, dann kann man immer sofort sagen: Ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass die versuchen für ihre Unternehmen das Bestmögliche rauszuklopfen aus dem Steuerzahler. Aber ist das in diesem Fall auch so? Die Autoindustrie konnte dank Shut Down wochenlang gar nichts verkaufen, und hatte im 1. Quartal brutale Umsatzeinbußen zu verkraften. Und da hängen verdammt viele Arbeitsplätze dran!

Der Verband der deutschen Autoindustrie “VDA” heute heute Daten geliefert (hier alle Details). In der heutigen PK sagte VDA-Chefin Hildegard Müller laut Berichten sogar, dass eine schwere Rezession mit Arbeitsplatzverlusten drohe, wenn es nicht zeitnah wieder zu mehr Beschäftigung komme! Das ist gut möglich. Denn: Die Autoindustrie hatte zu Ende April 814.000 Beschäftigte, gerade mal 3 Prozent weniger als zwölf Monate zuvor. Aber die Hälfte der Beschäftigten ist auf Kurzarbeit gesetzt. Diese Mitarbeiter sind zwar offiziell noch im Betrieb angestellt, aber de facto arbeitslos, weil ohne reale Tätigkeit im Betrieb. Kommt nicht bald ein kräftiger Aufschwung, könnte für sehr viele dieser Arbeiter bald eine echte, offizielle Arbeitslosigkeit folgen. Und das auch mit all den Folgen für die Zuliefer-Industrie. Zitat VDA auszugsweise:

Die massiv geringere Produktion hat nicht nur für Hersteller, sondern besonders für viele mittelständische Zulieferer schwerwiegende Konsequenzen“, so Hildegard Müller. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Beschäftigtenzahl bis zum Jahresende 2020 weiter zurückgeht.“

Hier weitere Aussagen des VDA zu Produktionsrückgängen und Aussichten:

Im ersten Halbjahr 2020 gingen die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um knapp 35 Prozent auf 1,21 Mio. Pkw zurück. Das ist der niedrigste Wert für ein erstes Halbjahr in Deutschland seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren. Ähnlich ist das Bild auf den internationalen Märkten: So ging der europäische Pkw-Markt bis Mai um 43 Prozent zurück, der US-Markt um 23 Prozent, der Markt in China um 27 Prozent.

Für das zweite Halbjahr deutet sich eine leichte Erholung an. Ein Zeichen dafür ist der Auftragseingang bei deutschen Herstellern, bei dem das Minus gegenüber dem Vergleichsmonat aus dem Vorjahr im Juni deutlich geringer war als noch im Mai. Doch auch ein fortgesetzter Aufwärtstrend wird den Einbruch aus der ersten Jahreshälfte nicht annährend ausgleichen können.

So rechnet der VDA für das Gesamtjahr 2020 mit einem Rückgang des Pkw-Weltmarkts um 17 Prozent auf 65,9 Mio. Einheiten (2019: 79,5 Mio.). Besonders stark wird der Rückgang in Europa mit 24 Prozent sein. Für Deutschland geht der VDA von rund 2,8 Mio. Pkw-Neuzulassungen im Gesamtjahr aus (-23 Prozent). Demgegenüber etwas glimpflicher verlaufen wird der Einbruch in den USA (-18 Prozent) sowie in China (-10 Prozent). Den Erwartungen liegt die Annahme zugrunde, dass es gelingt, die Corona-Pandemie in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt weiter einzudämmen.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Scheer

    3. Juli 2020 22:39 at 22:39

    Die weltweiten Autoverkäufe sind rückläufig (Quelle: Zerohedge *)und Tesla soll mehr Autos verkauft haben. Das ist mehr als zweifelhaft!
    Zitat aus Zerohedge:
    “Edmunds hatte für das zweite Quartal, das aufgrund der Pandemie voraussichtlich das schlimmste Quartal des Jahres sein wird, einen Verkaufsrückgang von 34% vorausgesagt. Die Verkäufe von GM fielen auf den ersten Blick um 34%, die von Fiat um 38,6% und die von Toyota um 34,6%.

    Die von Nissan gemeldeten Verkäufe im zweiten Quartal brachen um 49,5% ein, und die Verkäufe von Hyundai fielen um 23,7%, einschließlich eines Einbruchs von 21,9% im Juni. Volkswagen verzeichnete einen Verkaufsrückgang von 29% und verkaufte in diesem Quartal weniger als 70.000 Fahrzeuge. Die Verkäufe von Porsche sanken um 19,9%. ”
    *https://www.zerohedge.com/economics/us-auto-sales-plunged-q2-gm-toyota-fiat-suffering-30-drops-sales

  2. Avatar

    Matthias Lochmann

    4. Juli 2020 05:25 at 05:25

    Die deutschen Autobauer könnten ja von sich aus höhere Rabatte geben, so wie es Hyundai macht. Wäre ja nicht so das BMW, Mercedes, und VW auf Milliarden sitzen würden.

    Und wie immer sind nur die deutschen Autobauer laut am rumheulen.

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    Tino Gruchmann

    4. Juli 2020 11:10 at 11:10

    Bei uns in der Zulieferindustrie in Spanien werden schon Massenhaft Jobs gestrichen und da sind erst 3Monate vergangenen.

  4. Avatar

    sabine

    4. Juli 2020 12:27 at 12:27

    “Lügen-Tesla”

    Naja, an irgendetwas erinnert mich das, aber ich komm grad nicht drauf.

  5. Avatar

    sabine

    4. Juli 2020 12:41 at 12:41

    Zulieferer Wellhäuser ist platt. 20.2. war Insolvenz, also vor Corona!!! Jetzt werden die Maschinen abtransportiert. Es gab glaub ich keinen Käufer. 120 MA ist nicht too big to fail.
    https://www.kunststoffweb.de/insolvenzen/eroeffnung_wk_plastics_i244875
    Aber es begann schon Anfang des Jahres!!! Bösner Schrauben z.B.
    https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/kreis-neuwied_artikel,-zum-vierten-mal-in-elf-jahren-schraubenhersteller-boesner-in-niederbieber-ist-schon-wieder-in-der-in-_arid,2084502.html
    Schlemmer Group auch Anfang des Jahres!
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/aschheim-schlemmer-group-insolvenz-1.4757137
    Leoni hatte stark gewackelt, war aber too big to fail und wurde gerettet, und zwar wie die Billiarden Weltschulden der Globalen, Schulden nach hinten verschoben. Später wird man sie abzahlen. (Nach dem jüngsten Gericht.)
    https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/leoni-pleite-abgewendet-doch-zu-welchem-preis-20198353.html
    Der war sogar Ende letzten Jahres schon am Ende.

    Bei uns heißt es nur noch, “schon wieder einer”. Seit ich in der Firma bin, war das noch nie.
    Und genau so sagt es Ernst Wolff, der Crash begann vor Corona. Es merkt aber niemand, weil die Medien es uns als Corona-Crash gehirnwaschen. (Der sieht aus wie Robert Redford und redet auch so. Nur halt deutsch.)
    https://www.youtube.com/watch?v=SOiTYOEWW8o

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      Scheer

      4. Juli 2020 23:30 at 23:30

      Hallo Sabine,
      ja es war natürlich früher. Wer behauptet denn, dass es wegen Corona gewesen sein soll?
      Das ganze wurde nur duch die Pandemie beschleunigt, aber die Ursache entstand schon viel früher.

      • Avatar

        sabine

        5. Juli 2020 13:52 at 13:52

        Die Massenmedien sagen das: Der Coronacrash. Wenn irgendwelche Experten das anders sagen, fließt es wegen unserer Journalie nicht in die Entscheidung von 95% der Leute mit ein. Und das ist entscheidend.
        Es ist leider nicht wichtig, was wahr ist, sondern was die Mehrheit der Leute denken, was wahr ist. Und da ist der Medien-Consumer mit der “Wahrheit” aus den Qualitätsmedien noch die absolut absolute Mehrheit.

        Was ist wahr beim E-Auto: In meiner Firma heißt es, der Diesel ist die Zukunft. Wird nicht so stark raffineriert wie Benzin, ist transportfähiger als Strom und vom CO2 Verbrauch besser als E-Autos.
        Sowieso ist das CO2-Theater in einigen Jahren wieder Geschichte. (Wie Hühnergrippe, Brexit, usw.)
        https://www.businessinsider.de/wirtschaft/e-autos-schaden-der-umwelt-mehr-als-diesel-r/
        Was in diesem Artikel steht, wissen viele schon sehr lange. Das E-Autos von der EU dagegen als direkt CO2-neutral (!) eingestuft werden, ist eine offensichtliche Lüge, denn die werden ja nicht aus Bananenblättern zusammengeflochten.
        Im Gegensatz zu Stickstoff (ca.78%) und O2 (ca 21 %) liegt der Anteil bei 0,04 %. Und den Anteil davon, den Deutschland ums verrecken verbessern soll, liegt natürlich bei 0,000xxx%. Die anderen lachen nur über stupid germany!
        https://www.stern.de/wirtschaft/stupid-german-money–studie-bestaetigt-vorurteil-gegen-deutsche-anleger-8788636.html

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          Scheer

          5. Juli 2020 21:42 at 21:42

          Ha, auf den Artikel von Businessinsider habe ich schon hingewiesen und keiner hat darauf reagiert.
          Was ihr Statement betrifft “Es ist leider nicht wichtig, was wahr ist, sondern was die Mehrheit der Leute denken, was wahr ist. Und da ist der Medien-Consumer mit der “Wahrheit” aus den Qualitätsmedien noch die absolut absolute Mehrheit.”
          stimme ich Ihnen vollkommen zu. Sie haben´s verstanden

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          Matthias Lochmann

          7. Juli 2020 13:24 at 13:24

          CO2 ist einer der größten anteile die das Klima nachteilig für alle Verändern, was man schon seit Jahren sieht. Dazu braucht man nicht einmal auf Wissenschaftliche Daten zurück zu greifen, das merkt und sieht man auch bereits ohne die Eigenschaften von CO2 zu kennen.

          Auch möchte ich auf den Beitrag bzw die Studie eingehen die dem Diesel weniger CO2 Ausstoß bescheinigt: Diese Studie wurde bereits mehrfach wiederlegt, und zwar von Unabhängigen Experten, den nicht mal mit dem Deutschen Strommix kommt man auf mehr CO2 als ein Diesel.. Wenn der ifo Involviert ist kann man leider nicht von Unabhängig Sprechen, ist ähnlich wie der IW.

          Sie sollten sich auch damit auseinandersetzen wie Diesel gewonnen wird. Der ist nur eines von vielen Beiprodukten, ein anderes Beiprodukt ist Kerosin und normales Benzin. Und wenn man den gesamten Strang vom Bau des Dieselautos, und der Gewinnung des Diesel und dessen transports wirklich aufrechnet, kommt dabei deutlich mehr CO2 heraus. Es wird auch oft vergessen zu messen wieviel CO2 ein Diesel bei der Selbstreinigung des Katalysators raus blässt. Und was auch vernachlässigt wird, ist das ein Akku eines eAutos eine massiv längere Lebenszeit hat als die meisten Diesel und Benziner die heute hergestellt werden, oben drauf kommt noch das z.b. Tesla rein Erneuerbare Energie zur Akku Herstellung nutzt, was bei der Studie ebenso ignoriert wurde.

          Und das wichtigste bzw katastrophale und giftigste was aus dem Auspuff eines Diesels kommt wird nur sehr sehr selten angesprochen: NOx.

          Übrigens: Wenn wir von heute auf morgen von Verbrenner auf Stromer Umstellen würden, würden wir deutlich weniger Stromerzeugung brauchen. Den der Strom der für die Raffinerien in Deutschland für die Raffinerien benötigt wird, übersteigt den benötigten Strom für eine komplette Elektrifizierung des Verkehrs bei weitem.

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            Scheer

            7. Juli 2020 16:00 at 16:00

            Quellen?

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Dr. Jens Ehrhardt: Dax 2021 bei 16.000 Punkten, Deflation statt Inflation

Claudio Kummerfeld

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Laut Dr. Jens Ehrhardt wird der Dax weiter kräftig ansteigen

Dr. Jens Ehrhardt (hier mehr zu seiner Person) ist ein anerkannter Börsianer. Aber auch seine Meinung ist nur eine von vielen. Er betont in einem ganz aktuellen Videobeitrag, dass er auch im Tief des Börsencrash im März diesen Jahres seine Prognose bestätigt hatte. Der Dax werde nächstes Jahr bei 16.000 Punkten notieren.

Dax 16.000 Punkte laut Dr. Jens Erhardt

Und heute erneuert er diese Prognose. 16.000 Punkte für das nächste Jahr, das sei für den Dax sogar eher eine bescheidene Prognose. Bei Börsenkursen gehe es nun mal nicht um wirtschaftliche Realitäten, sondern um Angebot und Nachfrage im Handel, so seine Aussage. Die Notenbanken würden immer weiter Liquidität in die Märkte pumpen. Und irgendwo hin müsse all dieses neue Geld fließen. Es treibe die Börsenkurse an. Auch bei seiner letztjährigen Gold-Prognose von 2.000 Dollar hätte ihn so mancher schief angeguckt. Und jetzt sei sie eingetreten. Und warum der Dax derzeit noch so gut aussehe? Die Börsianer würden nun mal in den Kursen die realwirtschaftliche Entwicklung ein halbes Jahr vorwegnehmen! Und wie Dr. Jens Erhardt schon richtig sagt im Video… so weit entfernt sind die 16.000 Punkte von heutiger Sicht aus gar nicht mehr. Nur noch ein klein wenig zusätzliche Euphorie… der Sprung von 12.500 Punkten rauf auf 16.000 ist ja nicht mehr so groß?

Inflation?

Wo viele andere Kommentatoren wie Markus Krall etc eine Hyperinflation oder zumindest eine deutlich spürbare Inflation anrollen sehen, da spricht Dr. Jens Ehrhardt heute eher von Deflation. Er nennt dafür auch konkrete Gründe. Ob er Recht hat oder doch eher die Krall-Fraktion? Wir werden das wohl erst in gut einem Jahr genauer wissen. Erhardt meint, dass Inflation für die nächsten 1-2 Jahre gar kein Thema sei.

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Künstliche Intelligenz: Die nächste Generation der Robo Advisor?

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Künstliche Intelligenz pusht den Robo Advisor in der Geldanlage?

Vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt, ist die Geldanlage über einen Robo Advisor für viele deutsche Verbraucher heute zu einer echten Alternative geworden. Jeder dritte Deutsche (29 Prozent) weiß bereits was ein Robo Advisor ist. Von denjenigen, die mit dem Begriff vertraut sind, kann sich sogar jeder fünfte (20 Prozent) vorstellen, sein eigenes Geld über einen Robo Advisor verwalten zu lassen. (Info: Begriffserklärung Robo Advisor) Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die vom Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführte Studie ,,Robo Advice in Deutschland – Status quo und Entwicklungsperspektiven 2020“, welche von der European Bank for Financial Services in Auftrag gegeben wurde.

370,10 Prozent Anstieg des Anlagevolumens bis 2024 erwartet

Belief sich das Anlagevolumen im Segment Robo Advisor im Jahr 2017 in Deutschland noch auf 756 Millionen Euro, wird für das Jahr 2024 ein satter Anstieg auf insgesamt 29,860 Milliarden Euro Anlagevolumen prognostiziert. Bereits in diesem Jahr (2020) wird mit einem Anlagevolumen von über 8 Milliarden Euro allein in Deutschland gerechnet. (Quelle: Statista.com) Kein Wunder also, dass Banken und Finanzdienstleister weiterhin massiv in Neuentwicklungen und Verbesserungen der Analysefähigkeiten der digitalen Berater investieren. Nachdem anfängliche Kinderkrankheiten nach und nach beseitigt wurden, sollen Robo Advisor in Zukunft deutlich cleverer werden als ihre ,,Vorfahren“.

Die nächste Generation kommt – mit ihr die Künstliche Intelligenz

War der Anlagevorschlag der „ersten Generation“ noch aufgrund einer einfachen Risikoabfrage und Auswahl an möglichen Anlageklassen relativ statisch und konnte sich bei kurzfristigen Marktveränderungen nur bedingt schnell anpassen, wird die nächste Generation schneller und individueller arbeiten.

Die laufenden Verbesserungen der Künstlichen Intelligenz bieten besonders im Segment Robo Advisor ein enormes Potenzial. Es ist bereits in naher Zukunft denkbar, dass Robo Advisor eine smarte Steuerung des Portfolios durch eine Echtzeit Risikosteuerung ermöglichen und besondere Anlegerwünsche wie ESG-Investing (Environment, Social and Governance – sprich: Ethisches Investieren) vermehrt berücksichtigen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte mittel- und langfristig ganzheitlichen Charakter erlangen, welcher ein solides Cashflow-Management, einen entscheidenden Teil der Altersvorsorge, die übergreifende Investitionsplanung, das Finanzrisikomanagement und individuelle Steuerplanungen des Anlegers begleitet.

Fazit: Wo führt das hin?

Dort wo Wachstum stattfindet, wird investiert. Dort wo investiert wird, entstehen neue Möglichkeiten. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Geschwindigkeit der Veränderung in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz nie wieder so langsam sein wird wie heute. Von diesem Standpunkt aus betrachtet wird die Zukunft viele Chancen bieten, aber auch enorme Risiken in sich bergen, die heute noch kaum vorstellbar sind. Eine kritische Betrachtung möglicher Veränderungen ist daher durchaus gesund.

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TikTok: Opfer des US-Monopols? Trump und Microsoft in Aktion

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TikTok App auf einem Smartphone

Achtung Verschwörungstheorie? Oder jede Menge heiße Luft? Nein, hier geht es um mehr als nur ein Geschmäckle. Offiziell zumindest geht es um Datenschutz. Es ist ja bekannt, dass der Social Media-Dienst TikTok mit Sitz in China auch im “Freien Westen” eine ernsthafte Gefahr für Instagram und YouTube geworden ist. Noch schlimmer. TikTok ist erfolgreicher und beliebter. Mit alleine 46 Millionen Downloads in den USA alleine im Jahr 2019 ist TikTok als Plattform für kurze Videos richtig angesagt. Die allermeisten Nutzer konsumieren nur Inhalte, wie auf anderen Plattformen auch.

TikTok als einzig ernsthafte Gefahr für das US-Monopol

Damit ist TikTok die erste wirklich ernsthafte Gefahr für das Social Media-Monopol der USA. Denn mal ehrlich. Es ist ein Monopol, wenn man danach geht, aus welchem Land die Anbieter kommen. YouTube, Google, Twitter, Instagram, Facebook, Whatsapp, LinkedIn. Was man in Europa und Nodamerika und in den meisten anderen Teilen des Planeten nutzt, kommt aus den USA. Und TikTok wird offenbar immer beliebter und erfolgreicher. In den App Stores wird die App häufiger geladen als die Apps von den großen US-Anbietern. Und das auch noch völlig ohne Zwang. Die Kids und jungen Erwachsenen in Europa und den USA finden etwas aus China viel besser als etwas aus den USA?

Das kommt noch hinzu zum Angriff auf das Monopol der USA. So was darf doch nicht sein, dass die Chinesen etwas anbieten, was die Leute im Westen besser finden? Und dann wie gesagt noch das schöne Monopol der USA, das bedroht ist. Dagegen musste etwas unternommen werden? Schon seit Wochen gab es Drohungen gegen TikTok vorzugehen, zum Beispiel seitens des US-Kongress oder durch US-Außenminister Pompeo. Als Grund führt man Datenschutzbedenken an. Nutzerdaten könnten bei der chinesischen Regierung landen. Ob es so ist? Man weiß es nicht. Aber dass gerade die US-Regierung nun mit dem Datenschutz kommt (Thema NSA-Skandale), ist schon witzig, oder eher traurig?

Trump droht, Microsoft will kaufen

Und jetzt ganz frisch droht Donald Trump damit TikTok als App in den USA komplett verbieten zu wollen. Und upsss, ohhhh Wunder. Exakt zur selben Zeit, nämlich am letzten Wochenende, wird bekannt, dass Microsoft mit dem chinesischen Betreiber von TikTok (der Firma ByteDance) in Verhandlungen stehe (hier die offizielle Mitteilung von Microsoft). Man wolle der Firma das TikTok-Geschäft für die USA, Kanada, Australien und Neuseeland abkaufen. Offenbar geht es um eine Kaufsumme in Höhe von 50 Milliarden Dollar. Bis zum 15. September wolle man eine Einigung erreichen. Warum bis dahin? Laut Berichten soll die Trump-Administration bis dahin Zeit gegeben haben. Schafft Microsoft bis dahin keine Einigung zur Übernahme, wolle man TikTok in den USA verbieten. Was für ein zeitlicher Zufall zwischen aktueller ganz konkreter Verbotsandrohung und der Microsoft-Verhandlung? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Denn was wäre ohne die Verbotsandrohung durch Donald Trump passiert? Welchen Grund hätte ByteDance haben sollen, nun womöglich zügig TikTok für die angelsächsischen Märkte verkaufen zu müssen? Gar keinen. Aber gibt es keinen Käufer und die USA verbieten TikTok im eigenen Markt einfach, dann ginge ByteDance ein gigantischer Milliardenbetrag durch die Lappen, beziehungsweise ein beträchtlicher Wertverlust für den chinesischen Anbieter als Gesamtunternehmen.

Nur eine dumpfe Verschwörungstheorie rund um TikTok?

Ist es ein abgesprochenes Spiel hinter den Kulissen? Ich (Trump) drohe mit Verbot, und damit wird TikTok genötigt sein Geschäft für die USA schnell und günstig zu verkaufen, und zwar an einen US-Konzern? Wenn nicht, drohe ich einfach weiter mit Verbot? Ja, das ist natürlich rein spekulativ und klingt schon stark nach Verschwörungstheorie. Aber der zeitliche Zusammenhang von ganz konkreter Androhung eines schnellen Verbots von TikTok, und der Kaufverhandlung durch Microsoft, das wirkt sehr, sehr, sehr stark wie Geschmäckle hoch 10!

Natürlich kann man auch argumentieren, dass die Trump-Administration derzeit ja eh grundsätzlich die Krallen ausfährt gegen China, siehe die Konsulats-Schließung, verschärfter Handelskrieg, Vorwürfe in Sachen Covid-19 usw. Da könnte TikTok nur ein weiterer Eskalations-Baustein sein. Aber ich denke mal: Man sollte das bisherige Social Media-Monopol der USA nicht außer Acht lassen, und dass TikTok derzeit in der Tat dem Monopol den Rang abläuft. Holt man TikTok in die USA und bringt die App in die Hände eines US-Konzerns, kann die Monopol-Party weitergehen, im Zugriffsbereich der NSA versteht sich. Aber, da darf man wenigstens beruhigt sein… dann gäbe es immerhin keine Datenschutzbedenken mehr, dass die chinesische Regierung Daten abgreift.

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