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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Gold- & Ölpreis

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Die Börse ist und bleibt ein Wechselbad der Gefühle. Die letzte große Aufwärtsbewegung im S&P 500 und Dax haben wir von Mitte Mai bis Anfang Juni gesehen. Seit dem ist eine Verschnaufpause angesagt. Dabei handelt es sich um ein ganz normales Phänomen an der Börse. Innerhalb eines Trends wechseln sich dynamische Trendbewegungen und lustlose Seitwärtsphasen ab.

Börse aktuell Teil 1: Dax – die Hälfte der Seitwärtsbewegung ist geschafft!

Die letzte Börsenwoche kann nicht gerade als langweilig gewertet werden. Dennoch sehe ich den Dax weiterhin innerhalb einer Seitwärtsbewegung. Der Startschuss der aktuellen Verschnaufpause fiel am 09. Juni. Dort wurde auch das letzte Verlaufshoch im Bereich um 12.900 Punkte markiert. Der Dax könnte dieses Niveau in den nächsten zwei Wochen erneut testen. Dort erwarte ich dann eine erneute Abwärtsbewegung bis mindestens 12.200 Punkte. Sogar ein Test des letzten Verlaufstiefs bei 11.600 Punkten ist nicht unwahrscheinlich.Die beschriebene Seitwärtsbewegung ist aktuell mein favorisiertes Szenario. Es könnte sich bis Mitte August hinziehen und als „Sommerloch“ bezeichnet werden.

Börse Chart Dax

Teil 2: S&P 500 – Erschöpfung zum Wochenschluss

Der US-Leitindex S&P 500 hat in der letzten Börsenwoche mehr als 160 Punkte zugelegt. Doch zum Wochenschluss wurde das sehr markante Widerstandsniveau zwischen 3.137 und 3.155 Punkten angelaufen. Nachdem die Käufer sich die ganze Woche verausgabt hatten, war diese Hürde dann doch zu hoch. Für die nächste Handelswoche erwarte ich einen ruhigen Start mit leicht fallenden Notierungen. Wahrscheinlich werden die Käufer den S&P 500 aber nicht weit fallen lassen. Ab Mitte nächster Woche ist ein Ausbruch über den Widerstand möglich. Die daraus entstehende Aufwärtsbewegung dürfte den Markt aber bis maximal 3.300 Punkte führen.

Goldpreis –die Bullen beißen sich fest

Seit Ende Juni demonstrieren die Käufer Ihre Stärke. Der ehemalige Widerstand zwischen 1.756 – 1.760 USD wurde überwunden. Dieser ist nun zu einer sehr wichtigen Unterstützung geworden – an der Börse gelten immer wieder die gleichen Regeln. Jetzt müssen sich die Gold-Bullen nachhaltig durchsetzen und den Goldpreis über 1.800 USD treiben. Ein Anzeichen dafür, dass die Verkäufer wieder die Kontrolle an sich gerissen haben, wäre ein Bruch der „Make or Break Unterstützung“. In diesem Fall wird die Range-Unterstützung zwischen 1.670 und 1.690 USD wieder angelaufen.

Börse aktuell Teil 4: Die Ölpreis-Bullen geben sich nicht geschlagen

An der Börse lässt sich die Stimmung der Marktteilnehmer oftmals sehr gut ablesen. Die Käufer geben beim Ölpreis das Zepter noch nicht aus der Hand. Allerdings haben sie große Mühe, den Ölpreis weiter oben zu halten. Für die nächste Woche sehe ich den Ölpreis an der Börse maximal bei 42,50 USD. Es könnte allerdings schon auf dem aktuellen Niveau zu schnelleren Rücksetzern kommen. Eine nähere Erklärung wie ich mögliche Short-Trades suche, finden Sie im Video.

Die aktuelle Mischung aus leicht höheren Verlaufshochs und steigenden Verlaufstiefs, ist an der Börse nicht ungefährlich für Short-Positionen. Es kommt durchaus vor, dass ein Markt eine Schwäche vortäuscht. Nur um dann mit Dynamik weiter voran zu preschen. Aus diesem Grund ist eine Verlustbegrenzung durch eine Stop-Loss-Order so elementar wichtig. Ein fehlender Handelsplan kann an der Börse sehr teuer werden. Dafür bietet Wirecard aktuell das beste Beispiel.

Ölpreis Chart wichtig diese Woche für die Börse

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    klempner

    4. Juli 2020 17:44 at 17:44

    Liebe FMW -Redaktion,
    könntet ihr vllt. die Infopapiere
    der EZB zur Verhältnismäßigkeit und Rechtfertigung des PEPP Programms
    auftreiben ,wonach die Bundesbank jetzt weiter
    mit im Boot bleibt.Und hier natürlich Online stellen.
    MFG

  2. Pingback: BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Gold- & Ölpreis – finanzmarktwelt.de – 24einkaufen

  3. Avatar

    Maximilian

    5. Juli 2020 19:00 at 19:00

    Ich finde Gold gehört grundsätzlich in jedes Depot. Am besten als ETF oder ETC, dann kann auch langfristig nichts schiefgehen. Z. B. Xetra Gold oder alternativ Euwax Gold https://etfs24.de/xetra-gold-oder-euwax/

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Gold/Silber

Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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