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Europa

Autozulassungen in EU – die totalen Kollaps-Daten für März liegen vor!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Autozulassungen im März kollabieren

Vor vier Wochen berichteten wir über die Autozulassungen in der gesamten EU für den Monat Februar. Da lag der Rückgang im Jahresvergleich noch bei 7,4 Prozent. Aber wir hatten es erwähnt, im März würde (aus nachvollziehbaren Gründen) noch das böse Erwachsen kommen. Die Coronakrise schlägt mit voller Wucht zu, und im April wird es noch düsterer? Aber schauen wir erstmal auf heute! Die Autozulassungen für die gesamte EU wurden heute für den Monat März veröffentlicht vom europäischen Automobilverband „ACEA“.

Autozulassungen brechen ein – Italien kollabiert völlig, in Deutschland ist die Lage nur halb so schlimm

Die Zahlen sind katastrophal. Aber soll man darüber entsetzt oder enttäuscht sein? Wie hätte man in dieser Ausnahmesituation vorher eine Prognose für diesen Einbruch vornehmen können, wie stark der Einbruch ausfallen würde? Im Jahresvergleich gehen die Autozulassungen in der EU im Schnitt um 55,1 Prozent zurück! Es wurden nach 1,26 Millionen Autos im März 2019 jetzt im März 2020 nur noch 567.308 Autos zugelassen. Verständlich, denn bei geschlossenen Autohäusern und vielen neuen Arbeitslosen, wer will oder kann da noch ein Auto kaufen? Wie gesagt, die Daten für April dürften wohl noch gruseliger werden, weil die Shutdowns erst im laufenden Monat März begannen, aber jetzt den ganzen April umfassen!

Für Deutschland hat ACEA bei den Autozulassungen ein Minus von 37,7 Prozent vermerkt. In Frankreich (der Shutdown bei unseren Nachbarn ist viel strikter!) sind es sogar -72,2 Prozent! Spanien ist mit -69,3 Prozent dabei, und Italien mit -85,4 Prozent. Man sieht, in den anderen großen Flächenländern Europas war es ein völliger Kollaps, und Deutschland mit seinen -37,7 Prozent steht sogar noch relativ gut da. Europaweit muss Volkswagen bei den Autozulassungen ein Minus von 46,2 Prozent verkraften, Daimler mit -39,4 Prozent, BMW ist mit -40,7 Prozent dabei. PSA zeigt -68,1 Prozent und Renault -64,7 Prozent. Hier sieht man den stärkeren Shutdown in Frankreich. Die Franzosen kaufen mehr die heimischen Hersteller, daher haben die auch größere Einbußen beim Autoabsatz! FiatChrysler ist mit -76,6 Prozent extrem übel betroffen.

ACEA selbst kann dazu kaum etwas sagen, außer dass die Coronakrise daran schuld ist, weil die Händler geschlossen hatten. Tja, für April wird es vermutlich noch düsterer bei den Daten für die Autozulassungen, bevor es ab Mai langsam wieder bergauf geht? Denn hier in Deutschland dürfen Autohändler ja ab Montag schon wieder öffnen. Hat die Auto-Lobby sich hierzulande im Kanzleramt gut durchsetzen können, anders also der Verband der Gastronomen?

Details zu den EU-Autozulassungen im März

11 Kommentare

11 Comments

  1. Pingback: Autozulassungen in EU – die totalen Kollaps-Daten für März liegen vor! – Unser Geld- und Zinssystem

  2. Pingback: Nachrichten vom 17.04.2020 – Teil 2 | das-bewegt-die-welt.de

  3. Avatar

    Wutbürger

    17. April 2020 12:30 at 12:30

    Und der Witz des ganzen ist ja: obwohl seit Wochen viel weniger Fahrzeuge unterwegs sind, sind die Luftschadstoffe (vor allem die Lieblingsfeinde der Grünen Feinstaub und Ozon) nicht signifikant niedriger als vor 12 Monaten, z.B. am Münchner Stachus:

    https://www.lfu.bayern.de/luft/immissionsmessungen/messwerte/index.htm

    Ergebnis: die ganzen Umweltzonen sind nichts anderes als hinausgeworfenes Geld und Schikane der Bürger!

    • Avatar

      sabine

      17. April 2020 14:30 at 14:30

      a) Schreibt sogar Fokus, ein Qualitätsmassenmedium.
      https://www.focus.de/auto/news/diesel-fahrverbote-kaum-verkehr-trotzdem-schlechte-luft-corona-entlarvt-fahrverbote-als-sinnlos_id_11866874.html

      b) Aber die Linken haben schon den Feind gefunden: Die hohen Messwerte sind von Focus und AFD frei erfunden. Also schon wieder Relotiusse.
      https://www.volksverpetzer.de/analyse/fahrverbote-corona/
      Auf die angeblich frei erfundenen Werte im Fokus geht der Autor aber nicht genauer ein. Fokus schrieb z.B.: „Die Monatswerte der Messstation Am Neckartor bereits im Februar und März 2020 unter dem Grenzwert von 40 μg/m³, auch als es noch keinen „Lockdown“ gab. Im gesamten ersten Quartal wird es eine ziemlich genaue Punktlandung auf 40 μg/m³geben.“
      Braucht man ja auch nicht. Dem heutigen Leser reicht grobes Bashing allemal. Beweis des Autors ist nur, der „Relotius“ bei Fokus habe schon mehrmals gegen das Klimahysterie geschrieben und schreibe sogar hier: https://www.fortschrittinfreiheit.de/ueber-uns/positionen
      Ihre geposteten Werte sagen ja dasselbe. Insofern wird an den Werten schon was dran sein, wenn nicht sogar genau das beweisen, was eben Fakt ist, die Dieselhysterie ist erfunden!
      Wer macht sich schon die Mühe oder hat Zeit, etwas genauer hinzuschauen.
      Jedenfalls bereits gefährliches Thema mit viel Emotion und Aggression.

      c) Ein anderer Artikel kam mit Satellitenphotos daher, die „beweisen“, die Luft wäre besser seit den Umweltzonen. Stimmt in München zwar sicher nicht, deswegen wurde ja nachgelegt. Und warum überhaupt Messtationen, wenn Satellitenbilder alles genauso oder besser wissen? Egal. Hauptsache ist ja, das wir zahlen.
      https://eos.com/high-resolution-images-de/
      Verschwörungsfrage: Was wird eigentlich mit dem ganzen Grünen-Geld gemacht? Aufgeforstet? Geforscht? Windräder und Solarzellen gebaut? Staatsgeheimnis! Fort Knox.

  4. Avatar

    leftutti

    19. April 2020 20:02 at 20:02

    Habe ich heute schon erwähnt, dass es zwei scheiß kalte Nächte unter 10° C Plus im April gab? Ein eindeutiger Beweis für eine neue Eiszeit. Schreibt sogar ein Qualitätsmassenmedium wie Focus.
    https://www.focus.de/auto/news/diesel-fahrverbote-kaum-verkehr-trotzdem-schlechte-luft-corona-entlarvt-fahrverbote-als-sinnlos_id_11866874.html

    Bestätigt durch den DWD:
    https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2020/20200330_deutschlandwetter_maerz2020_news.html
    https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2020/4/18.html

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Europa

Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

Claudio Kummerfeld

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Die deutschen Exporte sind ein Hort der Glückseligkeit, zumindest wenn man nach den aktuellen Exporterwartungen der deutschen Industrie geht. Heute ganz frisch für den Monat September veröffentlichte Umfragedaten vom ifo-Institut (2.300 befragte Unternehmen) zeigen, dass der Index der Exporterwartungen aktuell bei einem Wert von +10,4 liegt, nach +5,5 im August. Im absoluten Tief der Coronakrise im April war es ein Wert von -49,6. Der Chart, der bis 2014 zurückreicht, zeigt den Verlauf der Erwartungen an die Exporte sehr gut. Das Tal ist in V-Form durchschritten, und die Erwartungen steigen weiter an. Die Stimmung ist so gut wie seit Oktober 2018 nicht mehr. Der Aufschwung der Industrieproduktion in vielen wichtigen Abnehmerländern kommt der deutschen Exportwirtschaft dabei zu Gute, so das ifo-Institut.

Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

Chart zeigt Erwartungen an die deutschen Exporte

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Europa

ifo Index etwas schwächer als erwartet, aber fünfter Anstieg in Folge

Markus Fugmann

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Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für September veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 93,4 (Prognose war 93,8; Voromonat August war 92,6)

– aktuelle Lage 89,2 (Prognose war 89,5; August war 87,9)

– Erwartungen: 97,7 (Prognose war 98,0; Voromonat war 97,5)

Fünfter Anstieg in Folge beim ifo Index

Dazu ifo in einer Pressemitteilung:

 

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich erneut verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 93,4 Punkte gestiegen, nach 92,5 Punkten im August. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Situation abermals positiver als im Vormonat. Zudem erwarten sie eine weitere Erholung ihrer Geschäfte. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindikator merklich gestiegen. Deutlich weniger Unternehmen schätzten ihre aktuelle Geschäftslage schlecht ein. Zudem erwarteten mehr Industriefirmen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage weiter verbessern wird. Insbesondere die Elektroindustrie ist optimistisch.

Im Dienstleistungssektor ging der Index hingegen zurück, nach zuletzt vier Anstiegen in Folge. Dies war auf weniger optimistische Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen jedoch als minimal besser.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima deutlich aufgehellt. Die Händler waren merklich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zusätzlich gehen viele von ihnen von einer weiteren Belebung in den kommenden Monaten aus.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index erneut gestiegen. Der Indikator zur aktuellen Lage kletterte auf den höchsten Wert seit März dieses Jahres. Der Ausblick ist weiterhin pessimistisch, aber etwas weniger als im August.“

 

Der ifo Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanagerindex – Dienstleister schrumpfen, Gewerbe stark

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für September) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 53,7 (Prognose war 54,1; Vormonat war 54,4)

Verarbeitendes Gewerbe: 56,6 (Prognose war 52,5; Vormonat war 52,2)

Dienstleistung: 49,1 (Prognose war 53,0; Vormonat war 52,5)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 48,5 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 51,9)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

 

„Während die aktuellen PMI-Daten zeigen, dass die deutsche Wirtschaft im September insgesamt auf Wachstumskurs geblieben ist, liefen die Trends auf Sektorenebene jedoch zunehmend auseinander. So vermeldete der Dienstleistungssektor erstmals seit drei Monaten wieder Geschäftseinbußen, was bedeuten könnte, dass die Erholung hier wegen der weiter geltenden Abstandsregeln, der starken Verunsicherung in der Wirtschaft und der Ungewissheit der Beschäftigten hinsichtlich der weiteren Jobentwicklung ihren Höhepunkt bereits überschritten haben dürfte. Im Gegensatz dazu erholte sich die Industrie – nicht zuletzt dank der wieder anziehenden Exportnachfrage – weiter im Eiltempo. Produktion und Auftragseingang wiesen hier abermals starke Zuwächse aus, was mit dazu beitrug, dass sich der Stellenabbau verlangsamte. Die steigenden Infektionszahlen decken sich mit der etwas weniger optimistischeren Stimmung im Servicesektor. Demgegenüber konnten die Industrieunternehmen scheinbar jegliche Sorgen hinsichtlich potenzieller Restriktionen im In- oder Ausland abschütteln, sodass die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist hier wieder so positiv ausfielen wie zuletzt vor über zweieinhalb Jahren.”

 

Die deutsche Wirtschaft mit mühsamer Erholung

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