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Axel Springer kauft 88% von „Business Insider“ für 307 Mio Euro

FMW-Redaktion

Axel Springer kauft für 307 Mio Euro weitere 88% vom englischsprachigen Wirtschaftsnachrichten-Portal „Business Insider“ und besitzt jetzt insg. 97%. Der Rest gehört Amazon-Chef Jeff Bezos. In 8 verschiedenen Ländern ist das Portal mit regionalen Ausgaben präsent. Die Tendenz bei Springer war ja schon vorher klar. Print über Bord, voll rein ins Internet.

Axel Springer-Chef Döpfner sagte dazu:

„Mit dem Erwerb von Business Insider setzen wir unsere digitale Wachstumsstrategie fort und investieren wie angekündigt in digitale journalistische Unternehmen im anglo-amerikanischen Raum. Business Insider hat neue Maßstäbe im digitalen Wirtschaftsjournalismus weltweit gesetzt. Henry Blodgets Art des digitalen Storytellings erreicht die Entscheider von morgen. Gemeinsam werden wir Wachstumspotentiale ausschöpfen mit neuen Themenangeboten, neuen Standorten und neuen digitalen Inhalten. Wir freuen uns darauf, mit Henry Blodget, Julie Hansen und dem außergewöhnlichen Business Insider-Team gemeinsam die Zukunft zu gestalten.“

Moment mal!!! Henry Blodget? Henry Blodget? Klingt da bei Ihnen auch was nach? Den Namen hat man doch vor 15 Jahren täglich im TV gehört? Wer war das nochmal? Stimmt, das war DER Merrill Lynch-Staranalyst, der die Anleger rund um die Jahrtausendwende scharenweise mit phantastischen Storys in die Tech-Blase gescheucht hat.

Henry Blodget jetzt mit Axel Springer
Henry Blodget produziert ab sofort mit Springer.
Foto: Financial Times photos / Wikipedia (CC BY 2.0)

Im Jahr 2003 zahlte Blodget eine Strafe in Millionenhöhe wg. Betrug und erhielt ein Berufsverbot für die Börsenindustrie. Zu viel der schönen blumigen Storys… aber er hat anscheinend einen Weg gefunden der Branche doch treu zu bleiben. Gibt´s zusammen mit Axel Springer jetzt noch knalligere Schlagzeilen?



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2 Kommentare

  1. Und noch mehr psychologische Einmischung in die Wirtschaft (Destruktion) über die darin agierenden Köpfe durch die US-Hure Springer. Es ist einfach nur widerlich.
    (vllt. sollte man den Boykott mal rumdrehen?!)

  2. Axel Springer sieht Journalismus nur als Vehikel für Werbung – jetzt ist gewusst, wieso es von dort nur verquertes Geschreibsel gibt (Bankrotterklärung für Journalismus). Quelle:
    http://www.golem.de/news/adblock-plus-axel-springer-sieht-journalismus-nur-als-vehikel-fuer-werbung-1509-116587.html

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