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Bankaktien: Aussichten in den USA gerade doppelt verschlechtert!

New York ist der Sitz vieler großer Banken - US-Bankaktien vor Problemen

Die Bankaktien in Deutschland waren auch ohne das Coronavirus schon ein Desaster. Durch die jetzt erst so richtig startende Wirtschaftskrise dürften die Kreditausfälle stark zunehmen, in erster Linie bei Krediten an Unternehmen und kleine Gewerbetreibende. So viel die Politik aktuell auch verspricht – es wird Pleiten geben, die am Eigenkapital der Banken knabbern. Und in den USA?

Dort ist man seit Jahren besser aufgestellt als die Banken in Europa. Aber jetzt kommt es für die Bankaktien in den USA gleich zwei Mal knüppeldick. Der erste Grund ist noch relativ schnell auszumachen. Die Fed hat am Sonntag den Zins fast auf 0 gesenkt, mit einem Niveau von 0-0,25 Prozent. Damit werden die Zinserträge im klassischen Kreditgeschäft der Banken schrumpfen. Das ist nicht gut für die Gewinnsituation der US-Banken.

Hände weg von Bankaktien in den USA?

Und gerade wenn man auf die großen Bankaktien in den USA schaut, dann wird etwas in den nächsten Monaten sehr wichtig sein, was gestern verkündet wurde! Das sogenannte „Financial Services Forum“ ist eine Gruppe aus acht der größten Banken in den USA. Darunter sind JP Morgan, die Bank of America, Goldman Sachs, Bank of New York Mellon, Morgan Stanley, State Street, Citi und Wells Fargo. Sie repräsentieren sozusagen aufgrund ihrer versammelten Finanz- und Marktmacht das US-Bankensystem. Und diese Gruppe hat gestern offenbar nach „freundlichen“ Aufforderungen von Politik und Notenbank beschlossen, dass man ab sofort bis Ende Juni auf Aktienrückkäufe verzichten werde.

Und was hat die US-Börse in den letzten Jahren neben den Notenbanken vor allem gepusht? Richtig, die immensen Aktienrückkäufe der Konzerne. Deswegen zeigten sich die Kurse der Bankaktien in New York bereits gestern enttäuscht. Die Aktie des Branchenführers JP Morgan verlor gestern 14,96 Prozent, während der Dow gestern 12,93 Prozent verlor. In den nächsten Monaten wird also dieses Instrument als stützender Faktor fehlen, um die Bankaktien notfalls mit eigenen Geldern hoch zu pushen. Warum die Banken auf Aktienrückkäufe verzichten? Offiziell sagt dieses Gremium, dass man die Möglichkeit und die Verpflichtung habe in dieser Coronavirus-Krise Kunden und Nation zu unterstützen. Was vielleicht sehr honorig klingt, wird sich aller Voraussicht nach destabilisierend auf die Kurse der großen Bankaktien in den USA auswirken – zumindest bis Juni – weil man nun nicht mehr selbst den Kurs stützt.

By the way… dass die US-Banken wie die Banken in Europa in den nächsten Monaten wohl unter zunehmenden Kreditausfällen leiden werden, das müssen wir nicht extra groß besprechen.



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1 Kommentar

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