Devisen

Banken verlangen „Manipulations-Ausfall-Prämie“

Von Markus Fugmann

Laut informierten Kreisen wollen einige Banken wie die Deutsche Bank, Barclays und Credit Suisse von ihren Kunden Gebühren erheben, wenn sie während des sogenannten Fixing (also der Feststellung des Referenzwertes eines Währungspaares) um 16Uhr Londoner Zeit handeln. Das Fixing ist insbesondere bei Optionsgeschäften von Bedeutung, weil sich hier entscheidet, ob Optionen geldwert sind oder wertlos verfallen.

Zahlreiche Banken (natürlich nur deren Händler, deren Arbeitgebeer wussten selbstredend von nichts) hatten sich über chatrooms abgestimmt, um den jeweiligen Kurs zum Fixing zu ihren Gunsten zu manipulieren. Daraufhin beschloß die Londoner Finanzaufsicht eine Änderung des Verfahrens: so soll das Fixing jetzt nicht nur eine Minute, sondern fünf Minuten dauern. Durch diese Verlängerung des Zeitraums sollen mögliche Manipulationen erschwert werden.

Man könnte also formulieren, dass die entsprechenden Banken nun eine Gebühr verlangen (ab 15.Februar), weil nun eine Manipulation des Fixings erheblich erschwert ist. Von irgend etwas müssen die Banken ja schließlich auch leben. Wir jedenfalls zahlen diese Gebühr natürlich aus ganzem Herzen gerne!



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