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Banken vor großer Krise: 127 Milliarden Ausfälle drohen, Baukredit-Boom endet

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser zahlreicher Banken in Frankfurt

Den deutschen Banken steht wohl ab Herbst eine große Krise bevor. Oder anders formuliert: Sie ist wohl schon längst da, wird aber ab Herbst erst richtig sichtbar! Die Buchautorin und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer erwähnt im folgenden aktuellen Interview, dass Wirtschaftsforscher davon ausgehen, dass auf Banken Kreditausfälle von mindestens 127 Milliarden Euro zukommen können. Das folgende Video gibt grundsätzlich einen aufschlussreichen Ausblick über die anstehende Krise bei den deutschen Banken.

Banken mit massenweise Stundungen

Jüngst wurde von 70.000 Kredit-Stundungen alleine bei der Deutschen Bank berichtet im Zuge der Coronakrise. Es ist verständlich. Millionen Kurzarbeiter, mehr Arbeitslose, viele Selbständige vor dem Nichts. Da nimmt man die gesetzlichen Möglichkeiten einer mehrmonatigen Stundung seiner Kreditzahlungen gerne in Anspruch. Aber auch bei der Commerzbank und den Sparkassen hört man offenbar von jeder Menge Stundungen. Klar, es wird flächendeckend alle Banken betreffen, die Konsumentenkredite vergeben.

Wir haben die letzten Monate schon mehrmals darüber berichtet, und weisen jetzt erneut darauf hin. Wie kaputt die Bücher der deutschen Banken bereits sind, weiß niemand. Der staatlich genehmigte „bilanzielle Betrug“ (so nannte es Markus Krall) wurde jüngst von Ende Juni bis Ende September verlängert. Von März bis Ende September sind Banken nicht verpflichtet, gestundete Kredite als Kreditausfall in ihren Büchern zu deklarieren. Also, offiziell keine Verluste, sondern saubere, werthaltige Kreditforderungen – offiziell, wie gesagt. Und ab Oktober? Entweder der Staat verlängert diese Regelung, oder ab Oktober könnten gigantische Milliarden-Löcher in den Büchern der Banken sichtbar werden, die jetzt wohl schon vorhanden sind.

Bundesbank mit aktuellen Umfragedaten

Von der Bundesbank liegen aktuell Umfragedaten von deutschen Banken vor. Daraus geht hervor, dass die Banken ihre Kreditrichtlinien verschärfen. Zitat Bundesbank:

Die befragten Banken verschärften die Kreditrichtlinien (d. h. die internen Richtlinien oder Kriterien einer Bank für die Gewährung von Krediten) im Unternehmenskreditgeschäft erneut in größerem Umfang (Nettoanteil von +9 % der befragten Banken nach netto +13 % der Banken, die im Vorquartal die Richtlinien verschärft hatten). Auch bei den Kreditvergaberichtlinien für private Wohnungsbaukredite (Nettoanteil von +21 % der befragten Banken, nach +3 % im Vorquartal) und Konsumenten- und sonstige Kredite (Nettoanteil von +20 % der befragten Banken, nach +10 % im Vorquartal) schlagen sich die Auswirkungen der Pandemie in strengeren Vergabemaßstäben nieder. Für die kommenden drei Monate planen die Banken keine nennenswerten Änderungen der Standards in allen erfragten Bereichen. Gleichzeitig verschärften die befragten Institute die Kreditbedingungen (d. h. die in den Kreditverträgen vereinbarten tatsächlichen Bedingungen für die Gewährung von Krediten) in allen erfragten Geschäftsfeldern. Als Hauptgründe für die Verschärfung der Kreditstandards und -bedingungen nannten die Institute das höher eingeschätzte Kreditrisiko sowie eine geringere Risikotoleranz.

Die Coronakrise schlägt auf die Praxis im Kreditgeschäft durch, was man ganz klar aus den Worten der Bundesbank herauslesen kann. So scheint der Kreditboom bei Immobilienkrediten erst einmal vorbei zu sein. Zitat Bundesbank:

Die Nach­fra­ge nach Woh­nungs­bau­kre­di­ten ging erst­ma­lig seit Ende 2017 zu­rück, wenn­gleich der Rück­gang deut­lich schwä­cher aus­fiel als im Vor­quar­tal er­war­tet wor­den war. Auch bei den Kon­su­men­ten- und sons­ti­gen Kre­di­ten kam es zu einem kräf­ti­gen Nach­fra­ge­rück­gang. Nach An­ga­ben der Ban­ken waren ein deut­lich ge­sun­ke­nes Ver­brau­cher­ver­trau­en in­fol­ge der Covid-19-Pan­de­mie sowie die Fi­li­al­schlie­ßun­gen der Ban­ken wäh­rend des Lock­down die we­sent­li­chen Grün­de für die ge­rin­ge­re Kre­dit­nach­fra­ge sei­tens der pri­va­ten Haus­hal­te. Für die kom­men­den drei Mo­na­te er­war­ten die Ban­ken einen wei­te­ren An­stieg der Nach­fra­ge nach Un­ter­neh­mens­kre­di­ten, einen er­neu­ten Nach­fra­ge­rück­gang bei den pri­va­ten Woh­nungs­bau­kre­di­ten und eine Zu­nah­me des Mit­tel­be­darfs bei Kon­su­men­ten- und sons­ti­ge Kre­di­ten. Der An­teil der ab­ge­lehn­ten Kre­dit­an­trä­ge stieg in­fol­ge der ge­straff­ten Kre­dit­ver­ga­be­maß­stä­be und auch wegen einer ver­schlech­ter­ten Bo­ni­tät der An­trag­stel­ler in­fol­ge der wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen der Co­ro­na-Pan­de­mie in allen Kre­dit­seg­men­ten deut­lich an.

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Gixxer

    15. Juli 2020 12:20 at 12:20

    „Von März bis Ende September sind Banken nicht verpflichtet, gestundete Kredite als Kreditausfall in ihren Büchern zu deklarieren. Also, offiziell keine Verluste, sondern saubere, werthaltige Kreditforderungen – offiziell, wie gesagt. Und ab Oktober? Entweder der Staat verlängert diese Regelung, oder ab Oktober könnten gigantische Milliarden-Löcher in den Büchern der Banken sichtbar werden, die jetzt wohl schon vorhanden sind.“

    Was sollte denn dagegen sprechen, die Regelung einfach zu verlängern? Man verlängert einfach so lange, bis alles wieder gut ist.

    Manche sagen jetzt vielleicht, dass das aber auf Dauer nicht geht, denn dann würde das und das passieren. Dasselbe wurde aber vor langer Zeit auch über Minuszinsen gesagt und was ist jetzt?

    • Avatar

      sabine

      15. Juli 2020 15:26 at 15:26

      Stellt sich die dreifache Frage:
      a) Warum war das vorher ein Straftatbestand, wertlos gewordene Kredite in der öffentlichen Bilanz wegzulassen? Der Wert ist ja definitiv nicht mehr da. Galt für nicht nur gestundete, auch für sonstwie wertlos gewordene Kredite.
      b) Warum darf man jetzt lügen? Denn nichts anderes ist das. Zuerst: Ich weiß genau, daß die Kredite wertlos sind, versteck sie in Finanzblabla und verkauf sie nach Übersee z.B. zum stupid germand money (Krise 2008!).
      Jetzt: Ich weiß genau, daß die Kredite wertlos sind, laß sie aber als werthaltig in der Bilanz. Was haben die eigentlich in Basel gemacht? Warum das ganze Geschwätz von Eigenkapitalquote der Banken, um die Kredite abzusichern? Ist das jetzt nicht mehr nötig? Haben wir jetzt bessere Zeiten und die Kredite sind sicherer?
      Oder gilt Juncker (auch nicht irgendwer, sondern Präsident der EU Kommission): Wenn es Ernst wird, muß man lügen? Möchte denn er gerne belogen werden?
      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/nach-geheimtreffen-zu-griechenland-juncker-nach-falschen-dementis-in-der-kritik-1641525.html
      c) Wie kann überhaupt eine Straftat vom Staat als Gesetz herausgegeben werden? Belügen der Öffentlichkeit ist doch im zelebrierten Kampf gegen Fakenews gerade en vogue?

      Lieber Gott, bitte rette uns.

      • Avatar

        asisi1

        15. Juli 2020 15:49 at 15:49

        In einer Diktatur, wie wir sie jetzt haben, darf die Partei, also der Diktator , immer Lügen!
        War in der ehemaligen DDR auch so und Merkel ist ein Ziehkind davon!

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          Assi-Tutti

          16. Juli 2020 00:43 at 00:43

          @asisi1, Sie proklamieren oder empfinden Deutschland als Diktatur und somit als eine totalitäre Herrschaftsform. Könnte es sein, dass Sie hyperventilieren und leicht übertreiben?

      • Avatar

        Blablatutti

        16. Juli 2020 01:17 at 01:17

        @sabine
        Juncker (auch nicht irgendwer, sondern Präsident der EU Kommission).
        Nun ja, vielleicht ehemaliger Präsident, und noch dazu ist der verlinkte Artikel vom 10.05.2011, also fast 10 Jahre alt.

        Belügen der Öffentlichkeit ist doch im zelebrierten Kampf gegen Fakenews gerade en vogue?
        Lieber Gott, bitte rette uns.

        • Avatar

          sabine

          16. Juli 2020 12:21 at 12:21

          Wer einmal lügt dem glaubt man nicht. Und wenn er es dann auch noch öffentlich postuliert, schon zweimal nicht! So ist das Volk. Und sei die Aussage auch von 2011. Was ändert das?
          Oder glauben Sie etwa, daß Junker seine Meinung geändert hat? Gibt es dazu ein Dementi? Das Schlimme ist ja, das man keinem mehr trauen kann. Die Bilanzen gelogen, Statistiken gelogen, Nachrichten gelogen bzw. unterlassen, ist wie in der DDR.
          Die Coronatote werden immer im Verhältnis gesetzt zu den Getesteten, nennt diese aber Infizierte. Kein Wunder daß nur Schmarrn und hirnlose Panik dabei herauskommt. Gewollt oder Irrtum?

  2. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 15. Juli 2020 | das-bewegt-die-welt.de

  3. Avatar

    Hans

    15. Juli 2020 15:11 at 15:11

    Ja, es ist schon sehr verwunderlich. Seit geraumer Zeit wird allseits behauptet, die rasant zunehmenden Schulden müssten zwangsweise zum Zusammenbruch des Finanzsektors und schließlich des gesamten Systems führen. Gleichwohl ist bisher nichts dergleichen passiert, die Geldmenge wird in immer exorbitantere Höhen getrieben und – nichts passiert. Meine Meinung: Zu einem bestimmten Zeitpunkt werden die (Bank)Schulden annuliert, sozusagen auf Null gesetzt. Allein die kleinen Häuslebesitzer mit noch aktiven Hypotheken und die Verbraucherkredite werden dann aufgrund der „Sicherheiten“ eingezogen, will heissen zwangsenteignet. Der Dumme ist wie üblich …

  4. Pingback: Banken vor großer Krise: 127 Milliarden Ausfälle drohen, Baukredit-Boom endet. Beitrag: Finanzmarktwelt.de – FMP – Freies Medienportal

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    Hesterbär

    15. Juli 2020 16:55 at 16:55

    Da droht gar nichts für die Banken! Null Risiko! Alles wird verlängert, alles wird gerettet, die EZB unterfüttert die Banken mit Eigenkapital, soviel sie auch immer brauchen werden. Keine Bank, zumindest keine deutsche, wird pleite gehen, bevor das ganze System und der Euro kollabiert!

    • Avatar

      abc

      16. Juli 2020 14:25 at 14:25

      In Österreich gibt es derzeit zwei Fälle von Bankeninsolvenzen:
      Meinl Bank im März 2020 und vergangenen Dienstag die Commerzialbank Mattersburg. Beides eher kleine Spezialbanken.

      Die Meinlbank gehört(e) einer schillernden österr. Promipersönlichkeit mit guten Kontakten in die höchste Politik mit dem Hauptaugenmerk, tja, sagen wir mal, diskrete Kunden.

      Die zweite, eine Regionalbank, mit einer Bilanzsumme von 800 Mio. wurde in den Medien als „Österr. Wirecard“ tituliert.

      In beiden Fällen sieht es, stand heute, mal nicht so aus als würden sie vom Steuerzahler gerettet.

      Allerdings schlitterten diese zwei nicht wegen des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds o.ä. in die Pleite.

  6. Pingback: Steht uns die größte Wirtschaftskrise aller Zeiten bevor?

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Börse: Chancen und Risiken – welche Anlageklassen werden boomen?

Redaktion

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Die Börse hat den Corona-Crash scheinbar überwunden – die Aktienmärkte handeln an Allzeithochs, den Notenbanken sei Dank! Wie aber geht es nun weiter, mittel- bis langfristig?

„Die Börse ist gut drau und geht davon aus, dass alles gut wird“, sagt der ehemalige Hedgefundmanager Florian Homm. Dieses Mantra aber sei gefährlich und risikoreich, so Homm. Angesichts der Bewertungen an der Börse seien die Perspektiven eher mau: selbst wenn die Aktienmärkte im besten Fall 4% pro Jahr weiter steigen würden, bestünde die Gefahr, dass diese Zugewinne durch eine steigende Inflation zunehmend aufgefressen würden.

Homm analysiert in folgendem Video verschiedene Anlageklassen: Edelmetalle, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Kryptowährungen, Anleihen und Aktien. Was dürfte in den nächsten Jahren am besten funktionieren? So oder so: „Wir befinden uns in einer spannenden, hochriskanten Dekade“, sagt Florian Homm. Aber angesichts der finanziellen Repression gehe aber eben kein Weg an der Börse vorbei, so Homm. Dabei zeigt er fünf Szenarien auf:

An der Börse geht angesichts der finanziellen Repression kein Weg vorbei

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

Kurzfristig ist ein Aktiensplit immer ein kleiner Kursturbo, auch wenn sich fundamental nichts ändert. Und für Trader eine lohnende Angelegenheit, wenn es gelingt….?

Wie ein Aktiensplit die Kurse von Apple und Tesla treibt

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Handelskrieg, jetzt Internetkrieg zwischen USA und China?

Markus Fugmann

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Der Kampf um die globale Dominanz begann mit dem Handelskrieg, nun aber entwickelt sich die Auseinandersetzung zunehmend zu einem Krieg um das Internet. Der Bann der Trump-Administration non TikTok, vor allem aber von WeChat zeigt, wie sich die Auseinandersetzung nun immer mehr in den digitalen Raumm verlagert. Nun versuchen Apple und andere US-Konzerne durch Lobbyarbeit den Bann zu verhindern – denn vor allem für Apple geht es um viel: ohne WeChat würden die Verkäufe von iPhones im zweitwichtigsten Absatzmarkt kollabieren..

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