Folgen Sie uns

Aktien

Bankenstresstest: Deflation gibt es nicht

Avatar

Veröffentlicht

am

Was ist der Sinn von Bankenstresstests? Nun, schwer zu sagen. Vermutlich die Botschaft: wenn es ganz dicke kommt, wird schon alles gut gehen, seht her, wir haben schlimme Szenarien durchgespielt, und unsere Banken stehen ganz gut da. Da wird dann Alibi-mäßig die eine oder andere Bank ermahnt, noch ein bisschen mehr zu tun, das war es dann auch schon.

Im November will die Super-Behörde EZB den ihr anvertrauten Banken in die Bücher blicken und dabei ein Szenario testen, das man als Wirtschaftskrise definieren könnte. Sehen wir uns einmal an, wie diese ganz heftige Krise für die EZB aussieht – hierzu hat die European Banking Authority (EBA) eine Methodologie entwickelt:

Zunächst einmal sieht das Szenario eine negative Abweichung des europäischen BIP bis 2016 um 7% vor. Das ist heftig, wäre eine ausgeprägte Krise mit schwerwiegenden Folgen. Aber wie sehen diese Folgen aus für die EBA?

Zunächst einmal geht die EBA davon aus, dass die Aktienkurse deutlich stärker fallen als noch beim letzten Stresstest aus dem Jahr 2011. Sehr löblich. Aber das war es auch schon in Sachen Realismus. Was passiert mit der Preisentwicklung? Praktisch nichts, die Inflation würde auf 0,3% fallen, also keine Spur von Deflation. Ähnlich die Rohstoff-Preise, die in dem Test überhaupt nicht berücksichtigt werden – also faktisch gleich bleiben, so die Annahme. Das ist natürlich unrealistisch, wie die Finanzkrise ab 2008 mehr als deutlich gemacht hat: da kollabierte der Ölpreise geradezu, und das würde sich mit aller Wahrscheinlichkeit bei einer negativen Abweichung von 7% des EU-BIPs erneut wiederholen.

Aber noch verstörender ist die Illusion, dass die Eurozone in einer solchen Krise nicht in die Deflation rutschen würde. Dabei ist die Frage eines Abrutschens in die Deflation derzeit die größte Sorge der EZB – und das in einer Situation, in der die Aktienkurse nahe ihren Allzeithochs notieren und die Ökonomien der Euro-Peripherie nicht mehr schrumpfen, sondern zumindest leicht zulegen. Was bei 7% weniger Wachstum faktisch passieren würde, liegt auf der Hand: massive Schocks, fallende Rohstoffpreise, kollabierende Preise für Wertpapiere, null Investitionen, ein run auf Cash etc.

Mit einem Wort: eine extreme Deflation! Solange ein solches Szenario ausgeklammert ist, ist der nächste Bankenstresstest so viel wert wie die vorherigen – nämlich nichts. Es gäbe sinnvollere Verwendungen für Steuergelder..

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Wie Phoenix aus der Asche: Microsoft erfindet sich neu – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

Microsoft ist eines der erfolgreichsten Unternehmen der Weltgeschichte. Bill Gates schuf mit der Gründung im Jahr 1975 die Grundlage für ein Milliardenimperium, das ihn lange Zeit zum reichsten Menschen der Erde machte. Es ist erstaunlich, wie viele Gewinne das Unternehmen in wenigen Jahrzehnten angehäuft hat. Mit dem Betriebssystem Windows und dem Office-Softwarepaket eroberte Microsoft zuerst die Büros und schließlich die heimischen Wohnzimmer. Die quasi-monopolistische Stellung auf dem PC-Markt erwies sich als absolute Goldgrube. Doch mit der Zeit wurde der Konzern träge. Konkurrenten wie Apple eroberten Marktanteile und die Bedeutung des klassischen PC’s schrumpfte mit der Etablierung von Smartphones & Co. Microsoft wurde bereits als fallender Riese tituliert. Zwischen 1999 und 2012 stagnierte die Aktie unter hohen Schwankungen. Doch wer Microsoft bereits abgeschrieben hatte, lag falsch.

Microsoft verdient immer noch Milliarden in seinem Kerngeschäft mit Betriebssystemen und Bürosoftware. Ein Teil des Geldes wurde in neue Geschäftsfelder investiert. Es wurden Teams aufgebaut, die neue technische Möglichkeiten ausloten und zur Geschäftsreife führen sollen. Auf diese Weise kam auch ein junger indischer Informatiker zu Microsoft, der große Träume hatte. Sein Name ist Satya Nadella. Nadella bewährte sich und sollte bald eine völlig neue Geschäftseinheit von Microsoft leiten: Die Cloud-Sparte. Mit der Plattform Azure schuf Microsoft völlig neue Möglichkeiten für seine Kunden. Cloud Computing gilt heute als absoluter Wachstumsmarkt. Nadella ist mittlerweile seit 2014 CEO von Microsoft und hat den Konzern zu alter Stärke zurückgeführt. Satya Nadella hat Microsoft vom behäbigen Riesen wieder in ein kraftvolles Unternehmen mit ehrgeizigen Zielen verwandelt. Das Unternehmen gehört heute wieder zu den…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

 

weiterlesen

Aktien

Markus Koch aktuell mit Special-Video zu den stark fallenden Aktienkursen

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Zusätzlich zu seinem täglichen Video vor der Markteröffnung in New York spricht Markus Koch aktuell in einem Special LIVE Video über die stark fallenden Aktienkurse. Der Dow 30 fällt nämlich aktuell 800 Punkte. Ist das nur eine ganz normale und gesunde Korrektur?

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch berichtet im folgenden Video LIVE zum Handelsstart an der Wall Street. Neben dem Coronavirus als Grund für die fallenden Kurse nennt er auch Bernie Sanders und die viel zu große Euphorie, die in den Kursen vorhanden war.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen